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NWZonline.de Region Cloppenburg Lokalsport

„Didi“, Mutlu und die Schattenmänner

05.11.2018

Cloppenburg Beim Fußball-Oberligisten BV Cloppenburg geht es weiter rund mit der Paula. Das Trainerduo Olaf Blancke und Torsten Bünger schaffte nach dem Abpfiff des Heimspiels am Samstag gegen VfV Borussia Hildesheim (0:2) erstmal Fakten und erklärte, dass es bis zur Winterpause weitermache. Dann werde man sich wieder mit den Verantwortlichen zusammenhocken. Die Gerüchteküche brodelt derweil weiter auf Hochtouren.

Es scheint sich nach NWZ-Informationen das anzubahnen, was Notvorstand Yilmaz Mutlu schon seit geraumer Zeit vermutet – dass „Schattenmänner“ an einer Ablösung des Notvorstandes werkeln. „Mir ist das auch schon zu Ohren gekommen. Ich kann mir eine ganze Ecke an Leuten vorstellen, die da herumrühren“, sagte Mutlu auf Nachfrage der NWZ. Deren Vorgehensweise ließ er allerdings nicht unkommentiert: „Ich habe meine Dialogbereitschaft stets signalisiert. Aber nicht einer hat sich darauf gemeldet. Dass dies jetzt hinter meinem Rücken passiert, dafür habe ich null Verständnis. Dem Verein ist damit auch nicht geholfen.“

Warum noch kein neues Vorstandsteam das Ruder übernommen hat, darüber wird im Umfeld des Clubs weiter wild spekuliert. Die Rede ist davon, dass der Schuldenberg des Clubs deutlich größer sei, als zuerst angenommen und Mutlu daher nicht mit offenen Karten spiele. Ein hartnäckiges Gerücht, dass Mutlu zu entkräften versucht: „Wer Verantwortung übernehmen will, der kann sich gerne die Zahlen anschauen. Es gibt nichts zu verbergen“, so Mutlu. Dass er in den vergangenen Wochen zur Zielscheibe der Kritik vieler Anhänger und Mitglieder des Clubs geworden ist, damit könne er leben. „Ich kann Schläge und Kritik einstecken“, sagte er. An seinem Stuhl klebe er nicht. Wer einen Plan habe, könne das Zepter gerne übernehmen, so der Unternehmer weiter.

Dass Blancke und Bünger weitermachen, begrüßt Mutlu. Dies sei ein wichtiges Signal, sagte er. Zudem stellte er den beiden Trainern auch die Möglichkeit in Aussicht, in der Winterpause personell nachzulegen. „Durch die Abgänge von Lazar Aydin und Joseph Ahua haben wir Spielraum“, so Mutlu. Dies werden Blancke und Bünger wohl gerne hören. Denn in der Partie gegen Hildesheim wurde deutlich, dass durchaus Handlungsbedarf besteht, obwohl es verdammt schwer wird, Hochkaräter zu holen. „Wir müssen uns verstärken. Wir haben keine Alternativen nach vorne. Wir kriegen es einfach nicht hin, die Ausfälle von Benny Boungou und Derrick Ampofo zu kompensieren“, sagte Blancke. Dies sei nicht als Vorwurf an die vorhandenen Kräfte zu sehen. „Die Jungs geben alles. Einstellung und Wille, das passt“, sagte Blancke. Die Truppe sei auch der Hauptgrund dafür gewesen, dass er und Bünger weitermachen. „Die Mannschaft hat es nicht verdient, dass wir sie im Stich lassen“, so Blancke. Angesichts knapper Kassen ist auf der Suche nach neuen Leuten ein Schuss Kreativität gefragt. Bei einer Reaktivierung von Christian Willen blitzte der Club unlängst ab. „Das haut wohl leider erstmal nicht hin. Christian hat aufgrund seines Hausbaus weiter viel um die Ohren“, so Mutlu.

Einen großen Stellenwert hat auch der bei Fans und Mannschaft beliebte Torhüter Diederik „Didi“ Bangma, der in den jüngsten Spielen aber einige Wackler hatte. So verursachte er im Spiel gegen Hildesheim kurz vor dem Pausenpfiff den Elfmeter, der den Gästen die Führung beschert hatte. „Klar, läuft es gerade nicht gut für Didi. Aber den Burschen kriegen wir schon wieder flott“, meinte Bünger.

Zu Beginn des Spiels gedachte der BVC in einer Schweigeminute seinem langjährigen Mäzen Klaus Ostendorf, der am Mittwoch im Alter von 72 Jahren verstorben war (die NWZ berichtete).

Tore: 0:1 Zlatkov (45+2, Foulelfmeter), 0:2 Erbek (90.).

BVC: Bangma - Thoben, Westerveld, Plaggenborg, Dreher, Luniku (66. Ostendorf), Lohe, Neldner (48. Grammel), Muric, Demaj, Hennig.

Sr.: Bickel (Wolfsburg).

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