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NWZonline.de Region Cloppenburg Lokalsport

Fußball: Diego Maradona verzaubert Magdeburg

14.04.2020

Cloppenburg Im fünften Teil der NWZ-Serie über die Fußball-Europapokalerlebnisse von Wolfgang Steinbach geht es zurück in die Saison 1983/1984. Seinerzeit traf der 1. FC Magdeburg in der zweiten Runde des Europapokals der Pokalsieger auf den weltberühmten FC Barcelona.

Doch bevor es gegen die Katalanen ging, musste in der ersten Runde die Hürde Swansea City übersprungen werden. Keine leichte Aufgabe. Die Waliser erzielte im Hinspiel neun Minuten vor Schluss durch Walsh das 1:0, ehe Joachim Streich der Ausgleich gelang (88.). Das Rückspiel gewannen die Magdeburger vor 25 000 Zuschauern dank eines Tores von Jürgen Pommerenke mit 1:0.

In Runde zwei kam jedoch ein Gegner auf den 1. FC Magdeburg zu, der es in sich hatte. „Wir bekamen den FC Barcelona zugelost“, erinnert sich Steinbach. Schon damals war „Barca“ mit reichlich Topleuten besetzt gewesen. Ihr überragender Mann war der Argentinier Diego Armando Maradona. Schon damals hatte dieser Spieler einen Ruf wie Donnerhall. Steinbach erinnert sich daran, wie er und seine Mitspieler sich das Abschlusstraining von Barcelona vor dem Hinspiel in Magdeburg angeschaut hatten. „Die Mannschaft von Barcelona kam im Bus vorgefahren. Doch Diego war nicht dabei. Er wurde extra in einem Auto zum Training kutschiert“, sagt Steinbach und lacht.

Was Maradona im Hinspiel in Magdeburg abgeliefert hatte, bringt Steinbach noch heute ins Schwärmen. Vor allem das Aufwärmen Maradonas hat einen festen Platz in seinen Erinnerungen erhalten: „Damals war der Platz in Magdeburg von einer Aschebahn umgeben. Dazu gab es das sogenannte Marathon-Tor. Von dort bis zum Rasenplatz waren es so gut und gerne 40 Meter gewesen. Die Teams wärmten sich auf, doch Maradona fehlte.“

Dann tauchte das dribbelende Weltwunder im Glanze des gleißenden Flutlichtes auf und die Stimmung im Stadion explodierte förmlich, wie Steinbach berichtet. „Er kam mit dem Ball jonglierend durch das Marathon-Tor auf den Platz. Diego spielte den Ball, winkend zur Seite in die Luft, und ließ die Murmel auf dem Oberschenkel abtropfen. Dies machte er zu jeder Seite. Die Zuschauer waren völlig aus dem Häuschen. Dann jonglierte Maradona weiter mit Ball zum Mittelkreis. Dort verbeugte er sich vor den Zuschauer.“

Der Argentinier war gut drauf und in exzellenter Spiellaune. Dies bekamen anschließend die Magdeburger zu spüren. „Maradona auf dem Platz zu sehen, war eine Augenweide und der absolute Wahnsinn, wie der Bursche mit dem Ball umgegangen ist.“

Steinbach und Co. versuchten, Maradona zu stoppen, aber der Argentinier war nicht zu bremsen gewesen. Wenn die Magdeburger glaubten, ihn gestoppt zu haben, berappelte sich dieser wieder und ließ sich vom Ball nicht trennen. Außer, wenn es darum ging, ein Tor zu erzielen. Beim 5:1-Erfolg Barcas in Magdeburg gelangen ihm drei Tore. Die weiteren Tore der Gäste markierten Bernd Schuster und Alonso. Für Magdeburg traf Jürgen Pommerenke.

Neben Maradonas Zauberkünste am Ball, war Steinbach auch von der Spielweise Bernd Schusters beeindruckt gewesen. „Er hat feine Pässe gespielt, war ständig in Bewegung. Das war richtig stark, was Schuster gezeigt hatte“, so Steinbach.

Im Rückspiel war beim von Cesar Luis Menotti trainierten FC Barcelona der Argentinier nicht mit von der Partie gewesen. Dennoch setzte es im legendären Stadion Camp Nou eine Niederlage für den 1.FC Magdeburg. Die Magdeburger verloren 0:2.

Beide Tore erzielte der Stürmer Quini. Einer der populärsten Stürmer jener Tage. So wurde Quini während seiner aktiven Laufbahn fünf Mal Torschützenkönig in Spaniens erster Liga.  Vorschau auf den sechsten und zugleich den letzten Teil der NWZ-Serie: Gegen den baskischen Verein Bilbao endet Wolfgang Steinbachs Europapokal-Abenteuer mit dem 1. FC Magdeburg.

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