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NWZonline.de Region Cloppenburg Lokalsport

Finanzierung bleibt ein Dauerthema

16.10.2019

Cloppenburg Der mit Spannung erwartete „Krisengipfel“ beim BV Cloppenburg am vergangenen Montag mit dem Notvorstand, der Männer-Landesligamannschaft und den Zweitliga-Damen aufgrund der angespannten finanziellen Lage des Clubs hat keine neuen Erkenntnisse zu Tage gefördert. Professor Dr. Lucien Oliver, der zusammen mit Ruth Lüske den Notvorstand bildet, analysiert die Lage sachlich.

Er sei kein Profi in Sachen Fußballemotionen. „Soweit ich weiß, hat der BVC in den letzten sechs Jahren stets ein Auf und Ab in Sachen Finanzen gehabt. Es gibt in dem Bereich keine kontinuierliche Finanzierung. Aber wir arbeiten daran“, sagte Olivier am Dienstag. Gespräche mit Sponsoren laufen.

„Wir müssen halt gucken, wo wir die Kohle herbekommen.“ So legt er eines seines Hauptaugenmerks auch darauf, die Einnahmenseite zu verbreitern. Unter anderem arbeitet er daran, den Verein für Sponsoren außerhalb des Landkreises Cloppenburg interessant zu machen.

Den Einwand einiger Spieler auf der Versammlung, dass sie von monatlichen Zuwendungen des Clubs ihre Miete bezahlen müssen, könne er zwar durchaus nachvollziehen, aber Semi-Profifußball, wie ihn der BVC anbietet, sei kein Vollernährungsberuf, so Oliver, der bei der Versammlung trotz der angespannten Finanzlage aber keine schlechte Stimmung unter den Beteiligten ausgemacht habe.

Von den Anwesenden gab es laut Olivier fünf, die die Lage emotionalisieren wollten, aber der Rest habe sich davon nicht anstecken lassen. „Ich glaube, dass die Leute auf der Versammlung verstanden haben, was ich mit meinen Worten ehrlich und fair rübergebracht habe“, so Olivier.

Olivier setzt in diesen Zeiten wie auch schon zu Beginn seiner Amtszeit auf den Solidaritätsgedanken. Der Verein müsse Geschlossenheit zeigen, betont er. Hierbei hob er den „Förderverein Jugendfußball BV Cloppenburg“ hervor, der diese Solidarität auch vorlebe. Die Spieler und Spielerinnen werden unterdessen die nächsten Wochen wohl sehr genau verfolgen.

Sollten weitere Zahlungen an das fußballspielende Personal ausbleiben, könnte sich mancher Akteur in der Winterpause nach einem neuen Club umsehen. Denn wie bei allen Dingen im Leben, gibt es überall eine gewisse Schmerzgrenze. Zumal die Konkurrenz genau hinschauen wird, was beim BVC so passiert.

Abgänge wären bitter, zumal die BVC-Herren in der Landesliga oben mitspielen und sich trotz der Unruhe um das liebe Geld nicht vom sportlichen Weg haben abbringen lassen. Genau wie die Damen, die unlängst in Meppen ein 1:1 erreichten.

Olivier hat indes überhaupt keinen Hehl daraus gemacht, dass es weiterhin viel zu tun gebe. Doch er verweist auch auf die Schritte nach vorne, die gemacht wurden. Zum Beispiel, dass es gelungen sei, ausstehende Gehälter aus der vergangenen Saison bezahlt zu haben.

Die Stadt hilft dem Verein angesichts diverse Vorfälle auf dem Stadiongelände (unteranderem Einbruch) auch, wie Olivier berichtete. Zwar nicht mit einer Finanzspritze, aber mit logistischer Hilfe. Seine Amtszeit als Notvorstand geht erstmal laut eigener Aussage von Olivier bis zum Januar 2020.

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