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NWZonline.de Region Cloppenburg Lokalsport

Fußball-Historie: Ein Platzverweis und seine Folgen

18.11.2020

Cloppenburg Am 9. März 1958 trafen im Stadion des Wuppertaler SV der gastgebende WSV und Preußen Münster um Torjäger Adolf Scheidt in einem Punktspiel der Fußball-Oberliga West aufeinander. Auf dem schwer bespielbaren, schneebedeckten Boden ließen beide Mannschaften Taten sprechen.

Scheidt in Torlaune

Zu den auffälligsten Spielern an jenem Tag gehörte Scheidt. Ihm gelangen im ersten Abschnitt zwei Tore. „Vor allem konnte der geschickt die Positionen wechselnde Mittelstürmer Scheidt von Tack nur selten gestellt werden. So war es kein Zufall, daß Scheidt beide Gegentreffer erzielte“, schrieb das Fußball-Fachmagazin Kicker über die Leistung Scheidts.

In der zweiten Halbzeit sollte es für Scheidt aber einen herben Rückschlag geben. Es war die 79. Minute, als sich Scheidt gegen den Wuppertaler Lossack ein Foulspiel leistete. Schiedsrichter Schmitz (Köln) kannte kein Erbarmen und erteilte dem Angreifer daraufhin einen Platzverweis. Zu diesem Zeitpunkt führten die Wuppertaler 4:2. Mit diesem Ergebnis endete auch das Spiel.

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Lange Gesichter nach Spielende bei Scheidt und seinem Trainer Günter Hentschke. Letzterer haderte mit der Schiedsrichterleistung – insbesondere mit der Hinausstellung von Scheidt. Er hielt den Platzverweis für ungerecht. Doch es half alles nichts.

Sperre nach Platzverweis

Der Mittelstürmer erhielt eine Sperre. Für den gebürtigen Cloppenburger kam es durch die Sperre knüppeldick. Er erinnerte sich im Gespräch mit unserer Redaktion im Juli 2006 noch ganz genau an jene Tage zurück: „Nach dem Spiel in Wuppertal hätte ich eigentlich nach Frankfurt zur Vorbereitung der Nationalmannschaft reisen sollen, aber das fiel alles ins Wasser.“

Der Platzverweis brachte ihn um den Einsatz in der A-Elf gegen Spanien und um einen Einsatz in der „B“-Nationalmannschaft gegen eine Schweizer Auswahl.

Länderspiele verpasst

Laut Scheidt, hätte er in beiden Partien auflaufen sollen. Das Verpassen jener Spiele war ein herber Rückschlag für Scheidt. Schließlich verringerte dies seine Chancen, um auf den WM-Zug des Jahres 1958 in Richtung Schweden aufspringen zu können.

Konkurrenzkampf

Doch die Fahrt zur Nationalmannschaft nach Frankfurt am Main, um Werbung in eigener Sache betreiben zu können, konnte sich der Offensivspieler nun sparen. Ein Vorteil für seine Konkurrenten, die ebenfalls auf einen Kaderplatz für die Weltmeisterschaft 1958 in Schweden hofften. Vorschau auf Teil zwölf: Adolf Scheidts Enttäuschung über die Nichtberücksichtigung ist riesengroß. Er stellt das Training ein und erhält Post vom Deutschen Fußball-Bund.

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