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NWZonline.de Region Cloppenburg Lokalsport

BV Cloppenburg produziert Paukenschläge

17.10.2017

Cloppenburg Es bleibt so, wie es seit Jahren ist. Der BV Cloppenburg ist immer für einen Paukenschlag gut. Diesmal sogar doppelt. Am Sonntagnachmittag sorgte das kickende Personal des Fußball-Oberligisten mit dem eminent wichtigen 2:1-Erfolg bei Arminia Hannover zumindest für einen mittleren Paukenschlag. Der große Paukenschlag folgte unmittelbar nach Spielende in der „asbach-uralten“ Gäste-Mannschaftskabine am Bischofsholer Damm. Der erst spät im Sommer verpflichtete Trainer Petar Kosturkov verkündete den völlig verdutzten Spielern seinen sofortigen Ausstieg. „Ausschlaggebend sind einzig und allein familiäre Gründe. Die rund 600 Kilometer Entfernung nach Crailsheim habe ich vielleicht ein wenig unterschätzt. Ich danke dem BVC für das Vertrauen und auch für das Entgegenkommen bei der Vertragsauflösung. Ich habe den Norden mit viel Regen kennengelernt, aber auch tolle Menschen getroffen. Ich werde den Kontakt zum BVC aufrechterhalten“, erklärte Kosturkov am Montag.

Da er eine positive Entwicklung gesehen habe, sei ihm der Schritt schwer gefallen. Und es gibt sogar schon eine neue Aufgabe. Ab sofort coacht der Ex-Profi quasi vor der Haustür den in der Verbandsliga Württemberg auf dem letzten Platz rangierenden Sportfreunde Schwäbisch Hall.

Cloppenburgs spielender Co-Trainer und Kapitän Kristian Westerveld wurde derweil kurz vor dem Anpfiff in die „Akte Kosturkov“ eingeweiht. „Wir waren alle völlig überrascht. Petar war ein super Typ und hat für eine gute Entwicklung gesorgt“, so der Niederländer. Wie berichtet werden Westerveld, Co-Trainer Theo Dedes und der Sportliche Leiter Sebastian Schütte bis auf Weiteres die Mannschaft trainieren. An der Friesoyther Straße trudelten derweil bereits Bewerbungen ein. Wie aus dem BVC-Umfeld zu erfahren war, wird angestrebt, zum 1. Januar einen neuen Übungsleiter zu verpflichten.

Derweil brockte der mit rustikal fast noch untertrieben beschriebene Auftritt der Hannoveraner Christian Willen, Kristian Westerveld, David Niemeyer, Marius Krumland und Janek Jacobs vor dem Derby an diesem Freitag gegen Atlas Delmenhorst Blessuren ein. Die medizinische Abteilung ist gefordert.

Kurios: Arminia-Coach Murat Salar kreidete die nicht einkalkulierte Heimpleite dem Unparteiischen Julian Lüddecke (Wolfenbüttel) an. „Wir wollten drauf gehen wie die Spieler tags zuvor in der Bundesliga im Spiel zwischen Dortmund und Leipzig. Das haben wir auch gemacht. Aber ich hatte den Schiri nicht einkalkuliert. Ich will ehrlich gewinnen. Aber die Cloppenburger sind immer einfach nur liegen geblieben.“

So hört sich ein schlechter Verlierer an. Der türkische Ex-Profi hatte offenbar das offensichtlich frustbedingte „Rambo-Foul“ seines Schützlings Mohamed Darwish an David Niemeyer, das zu Recht Rot nach sich zog, auf der tumultartig verlaufenen Pressekonferenz ausgeblendet. „Das war Hüfte gegen Hüfte.“ Selbst eingefleischte Arminia-Fans, die zudem Niemeyer „rassistisch“ beleidigten, bescheinigtem ihrem Coach bezogen auf diese Szene eine „Wahrnemungsstörung“.

BV Cloppenburg muss trotz 60-minütiger Überzahl um Sieg zittern

Arminia Hannover - BV Cloppenburg 1:2 (1:2). BV Cloppenburg Bangma (2,0) - Krumland (3,0), Willen (2,5), Plog (2,5), Walles (3,0) - Westerveld (3,5), Niemeyer (3,5, 36. Gotfrit, 4,0), Schmidt (2,0) - Iwauchi (3,0), Jacobs (- , 20. Boungou, 3,5) - Kotuljac (3,5). Tore 0:1 Plog (7.), 0:2 Niemeyer (19., Handelfmeter), 1:2 Deppe (35.). Personal/Taktik Der BVC nach dem 1:5 in Spelle-Venhaus mit dem debütierenden Japaner Riku Iwauchi anstelle von Andrey Gotfrit und erneut ohne Benny Boungou. Taktisch blieb’s beim „4-3-2-1“. Hannover gegenüber dem 0:2 bei LM Wolfsburg mit zwei Änderungen, taktisch ebenfalls mit einem „4-3-2-1“. Ecken 5:2. Chancen 4:7. Fazit Die Heimelf begann forsch. Zweimal rettete BVC-Fänger „Didi“ Bangma prächtig. Auf der anderen Seite schlug der BVC zweimal eiskalt zu. Als Arminen-Heißsporn Mohamed Darwish nach üblem Einsteigen gegen David Niemeyer Rot sah (30.), kam mächtig Hektik auf. Dem BVC fehlte in Überzahl die nötige Spielruhe, erst recht, als Hannover vor der Pause verkürzte. Im zweiten Durchgang gelang es den Cloppenburgern nicht, das entscheidende dritte Tor nachzulegen, so dass gegen auf Augenhöhe, aber letztlich zu harmlos agierende Gastgeber bis zum Schluss gezittert werden musste. Unter dem Strich ein knapp verdienter Dreier. Spieler des Spiels Tom Schmidt - Der BVC-Youngster spulte gefühlte 15 Kilometer ab. Überall zu finden, sorgte immer wieder für Entlastung. Gute Zweikampfquote. Schiedsrichter Julian Lüddecke (Wolfenbüttel) - Nicht immer souverän, lag in den entscheidenden Szenen aber richtig. Note: 4,0. Zuschauer 300. Nächstes Spiel An diesem Freitag (19.30 Uhr) gegen Aufsteiger Atlas Delmenhorst.

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