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NWZonline.de Region Cloppenburg Lokalsport

Spielzeiten: Drei Mannschaften wenden sich an den Landkreis

05.10.2020

Cloppenburg /Garrel Mit Sorge blicken die drei heimischen Bundesligisten auf die Entwicklung der Corona-Situation im Landkreis Cloppenburg. Für die Drittliga-Handballer des TV Cloppenburg, die Drittliga-Handballerinnen des BV Garrel und die Drittliga-Volleyballerinnen des TV Cloppenburg bedeutet das Sportverbot eine heftige Zäsur.

Um nachhaltigen Schaden abzuwenden, haben die Verantwortlichen der drei Teams sich zusammengetan und ein Positionspapier erstellt. In diesem Dokument beschreiben die Vereine die aktuelle Situation mit trainingswissenschaftlichen und wirtschaftlichen Überlegungen.

Erheblicher Druck

Das Schreiben, welches an den Landkreis gerichtet ist, beinhaltet auch ein detailliertes Hygienekonzept für die zeitnahe Wiederaufnahme des Trainingsbetriebes. Der Druck auf die drei Teams ist nicht unerheblich. Durch den straffen Spielplan bleibt kaum Zeit für große Verlegungen. Dabei trifft es die TVC-Volleyballerinnen derzeit am heftigsten, denn die Saison hat bereits begonnen. Durch die Verlegung der Spiele ist kaum noch Luft im Spielplan. „Es droht tatsächlich der Ausschluss unserer Mannschaft und der damit verbundene Zwangsabstieg“ skizziert Ludger Wessel vom TVC-Teammanagement die deprimierende Situation bei den Volleyballerinnen.

Ausschluss droht

Ähnliche Erfahrung hat bereits der BV Garrel mit der weiblichen Bundesliga-A-Jugend gemacht. Auch für die Mädels droht der Ausschluss. Der Deutsche Handball-Bund (DHB) und der Deutsche Volleyball-Verband (DVV) gehen recht restriktiv mit Situation um und nehmen nur wenig Rücksicht auf die „Einzelschicksale“ aus dem Raum Cloppenburg.

Große Probleme

Die TVC-Handballer haben ebenfalls bereits Spiele verlegen müssen. Während bei vielen Ligakonkurrenten Profibedingungen vorherrschen, ist es beim TVC nicht möglich, einmal eben unter der Woche ein paar Spiele in hunderte Kilometer Entfernung nachzuholen. Anders als bei den TVC-Volleyballerinnen und BVG-Handballerinnen kommt bei den TVC noch hinzu, dass der Spielbetrieb in einer GmbH ausgegliedert ist.

„Wir sind somit ein kleines Wirtschaftsunternehmen und haben somit Verpflichtungen gegenüber unseren Arbeitnehmern“, macht GmbH-Geschäftsführer Maik Niehaus auf ein weiteres Problem aufmerksam. Darüber hinaus haben die Handballer mit dem Erwerb eines eigenen Profi-Hallenboden und einer LED-Bande große Investitionen für diese Saison getätigt.

Die Gruppe will das Positionspapier ausdrücklich nicht als Kritik am Landkreis verstehen. „Das Schreiben ist eine Zusammenfassung unserer Situation – mehr nicht“, so der Vorsitzende des BV Garrel Norbert Bruns. Natalie Hinxlage (Abteilungsleiterin Volleyball TVC): „Wir wollen uns nicht über die Gesundheit stellen und vertrauen weiterhin auf die fachliche Expertise des Landkreises.“ „Wir glauben allerdings auch mit dem Hygienekonzept einen verantwortungsvollen Weg für einen Restart des Trainingsbetriebs gefunden zu haben“, hofft TVC-Abteilungsleiter Handball Christian Bien darauf, dass das Konzept überzeugend ist.

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