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NWZonline.de Region Cloppenburg Lokalsport

Handball: Für Einfachrunden wird plädiert

01.12.2020

Cloppenburg Mitglieder des Spielausschusses des Handball-Verbandes Niedersachsen (HVN) haben vor kurzem mit Vertretern der Vereine aus den Oberligen der Frauen und Männer sowie der Männer-Verbandsliga über eine Fortsetzung der Saison im Frühjahr des Jahres 2021 diskutiert. Das Gros der Clubs favorisiert die Fortsetzung ab Februar in der Form einer Einfachspielrunde unter Berücksichtigung der Ergebnisse der Spiele, die vor der Aussetzung des Spielbetriebes bereits ausgetragen wurden.

Vizepräsident Spieltechnik Jens Schoof, der die drei Online-Konferenzen im Beisein von HVN-Präsident Stefan Hüdepohl moderierte, spricht von einem offenen und ehrlichen Meinungsaustausch. Der Spielausschuss werde die Gesprächsergebnisse jetzt bewerten und Umsetzungsmodelle erarbeiten; unter Berücksichtigung der weiteren Entwicklung der Pandemie und der damit einhergehenden Verordnungen der Landkreise, Städte und Regionen.

„Brauchen Geduld“

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Vereinbart wurden weitere Zusammenkünfte mit den Vereinen für Beginn des kommenden Jahres. Schoof: „Frühestens danach wird der Spielausschuss dem Präsidium konkrete Empfehlungen zur Beschlussfassung an die Hand geben. Wir brauchen Geduld, müssen abwarten, wann alle Mannschaften wieder in die Hallen zum Training dürfen“, sagt Schoof, der damit auch für die Situation in den Landesligen und in den Landesklassen spricht. „Auch hier müssen wir abwarten, haben zahlreiche Modelle im Kopf, die stets davon abhängen, wann wieder trainiert und wann wieder gespielt werden darf“, so Schoof.

Die Gedanken der vom Präsidium eingesetzten „Task Force Spielbetrieb“, erste Spiele für Mitte Januar anzusetzen, ist vom Tisch. Mitglieder der „Task Force“ und des Spielausschusses gehen nach der Konferenz der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidenten der Länder davon aus, dass öffentliche Sportstätten frühestens ab dem 11. Januar wieder für den Trainingsbetrieb zur Verfügung stehen werden. „Wenn überhaupt“, sagt Schoof mit Blick auf die nach wie vor hohen Sieben-Tage-Inzidenzen in einzelnen Kreisen.

Die weiteren Ligen

Das Meinungsbild der Vertreter der Landesligen der Männer zur Fortsetzung des Spielbetriebes ermittelt der Handball-Verband Niedersachsen aktuell mit Hilfe einer Online-Umfrage.

Planungen für die Bereiche der Landesligen der Frauen, der Landesklassen und des Jugendbereiches sind momentan in Vorbereitung.

Nach Auffassung der Teilnehmer der Online-Konferenzen am Samstag müssten die Mannschaften vor der Aufnahme des Spielbetriebes mindestens für die Dauer von drei Wochen Gelegenheit bekommen, Hallentraining zu absolvieren. Schoof: „Rein rechnerisch könnten wir den Spielbetrieb frühestens am 6./7. Februar wieder aufnehmen; vorausgesetzt, wir kommen mit Ende der Schulferien wieder in die Hallen.“

Konferenz später

Ähnlich ist die Situation in den Dritten Ligen bei Männern und Frauen. Anfang Januar ist nicht mit Fortsetzung des Spielplans zu rechnen, es sei denn, Anfang Dezember würde sich noch grundsätzlich etwas ändern und verbessern. Erst wenn einigermaßen Klarheit bestehe, wird es zu einer weiteren Befragung der Vereine und anschließend einer Videokonferenz kommen, die im Oktober/November noch für Dezember angedacht gewesen war.

Play-Offs als Option

Wie der HVN-Spielausschuss eine mögliche Einfach-Runde in den Oberligen und in der Verbandsliga gestalten würde, ist laut Vizepräsidenten Spieltechnik offen. „Das müssen wir noch beraten.“ Etwa ob und in welcher Form an das Ende der Punkterunden Play-off-Spiele um Auf- und Abstieg gesetzt werden. Schoof: „Fakt ist, dass die Saison mit Ablauf des Monats Juni enden muss. Keiner weiß heute, ab wann wir wieder spielen dürfen. Ob es Play-off-Spiele geben könnte, hängt davon ab, wie viele Spieltage uns am Ende zur Verfügung stehen.“

Im Kreis der Vereinsvertreter der Frauen-Oberliga diskutierten die Teilnehmer unter anderem über eine frühzeitige Absage der Saison 2020/21. Schoof: „Ziel des Verbandes ist, zum Ende der Spielzeit eine sportliche Wertung hinzubekommen, um die Voraussetzungen für eine möglichst normale Saison 2021/22 zu schaffen.“ Dass die Mitglieder des Spielausschusses die Vereine frühzeitig in ihre Gedankengänge eingebunden haben, stieß bei den Vereinsvertretern auf Gefallen. Präsident Hüdepohl: „Das war der richtige Weg.“ Die hohe Beteiligung von 85 Prozent zeige, dass die Vereine an der unmittelbaren Kommunikation mit dem Verband interessiert seien.

Jürgen Schultjan Lokalsport / Redaktion Münsterland
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