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NWZonline.de Region Cloppenburg Lokalsport

Handball-Historie: Von der TVC-Halle in den „Briefkasten“

31.03.2020

Cloppenburg Es gibt Partien im Leben eines Handballers, die behält dieser wohl auf ewig in seiner Erinnerungskiste. Dies geht auch dem früheren Torhüter des TV Cloppenburg, Martin Hennig, so, als er von der NWZ auf den 9. August 1997 angesprochen wird. „An dem Tag haben wir in der TVC-Halle gegen THW Kiel gespielt“, kommt es bei ihm wie aus der Pistole geschossen. Ein Höhepunkt im ereignisreichen Sportler-Leben von Hennig. Schließlich bekamen es Hennig und seine Torwartkollegen Olaf Winkler und Ulli Ruff mit einer Ansammlung von Weltklasse-Akteuren zu tun.

So gehörten seinerzeit auch die Schweden Magnus Wislander und Staffan Olsson dem Kader Kiels an. Mit dabei war auch der wurfgewaltige Nenad Peruncic. Möglich gemacht hatten das Gastspiel der Kieler in Cloppenburg die Schwenker-Brüder. Bernd war zum damaligen Zeitpunkt Spielertrainer des TVC, und Uwe war als Manager beim THW tätig. Weil die Kieler an der Thülsfelder Talsperre ein Trainingslager absolvierten, sammelten sie unter anderem in Cloppenburg Spielpraxis.

Die Cloppenburger, die in der Oberliga aktiv waren legten gut los. Frank „Kante“ Heinen gelang vor 400 Zuschauern das 1:0. Jedoch war auch Heinen klar, dass die Kieler eine Klasse für sich darstellten. „Da brauchtest du keine Fisimatenten machen, dann haben die Jungs dich gleich strammstehen lassen“, erinnert sich Heinen und lacht. Die Partie war für Heinen ein absolutes Highlight in seiner Laufbahn. Zumal er gegen sein großes Idol Magnus Wislander spielen durfte. „Das hat wirklich Spaß gemacht“, so Heinen.

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Auch bei Hennig hinterließen die Kieler einen bleibenden Eindruck. Vor allem die Würfe des Herrn Perunicic. „Der Bursche hat in einer Situation den Ball mit so einer Wucht an die Latte meines Tores gepfeffert, dass der Ball von dort aus auf direktem Weg dem Kieler Torhüter in die Arme flog. Das war der Wahnsinn.“

Hennig selbst konnte sich bei einem Siebenmeter von Wolfgang Schwenke auszeichnen. „Das war auch der einzige Ball, den ich im Spiel pariert habe“, nimmt sich Hennig in der Rückschau selbst auf die Schippe. Allerdings habe Schwenke den Nachwurf reingemacht, fügt Hennig hinzu.

Einen Siebenmeter von Schwenke pariert zu haben, kann aber nicht jeder Torhüter in der Handballszene von sich behaupten. Während seiner aktiven Erstligazeit markierte Schwenke 230 Siebenmeter-Tore. Das Spiel an sich hatten die Kieler nach anfänglichen Schwierigkeiten zügig im Griff gehabt. Sie gewannen am Ende 31:14. Heinen schwärmt noch heute von den Kieler Spielern: „Das waren noch echte Typen gewesen. Mit denen konnte man nach dem Spiel auch noch schnacken.“

Einige der THW-Akteure waren nicht nur in Plauderlaune, sondern sie hatten auch Bierdurst. Hennig erinnert sich: „Ein Spieler fragte mich, wo man denn hier abends ein Bier trinken könnte. Ihm habe ich den Briefkasten empfohlen.“ Dass die Kieler Ablenkung suchten, war für die TVCer mehr als verständlich. Schließlich hatte der THW damals in Person von Zvonimir „Noka“ Serdarusic einen Trainer, der mit dem Wort Müßiggang rein gar nichts anfangen konnte.

Hennig: „Die Jungs haben dreimal täglich trainiert. Das ging für die schon jeden Morgen mit einem Lauf um die Talsperre los. Da waren die froh, wenn die mal Durchschnaufen konnten.“

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