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NWZonline.de Region Cloppenburg Lokalsport

Handball: TV Cloppenburg wünscht sich keine „Hessen-Variante“

18.03.2020

Cloppenburg Barna-Zsolt Akacsos, Trainer des Handball-Oberligisten TV Cloppenburg, der ab diesem Mittwoch beruflich bedingt Homeoffice betreiben wird, macht aus der unsicheren Situation das Beste. „Die letzten Wochen im Handballsport waren sehr stressig und arbeitsreich. Ich bin sogar ein wenig froh, herunter zu kommen, um nachdenken zu können“, sagt der Erfolgscoach des TVC.

Nachdenken, wie es im Handball weitergehen wird, ist bekanntlich schwierig. Der Coronavirus bestimmt das gesamte soziale Leben, das Umfeld und damit auch den Sport. Nahezu stündlich ändern sich die Voraussetzungen. So auch beim TVC, denn vor einigen Tagen wäre Training in der vereinseigenen Halle noch möglich gewesen.

Nun sind alle Hallen, auch die beim Konkurrenten ATSV Habenhausen (die mindestens bis 14. April), geschlossen. So bleibt – auch Fitness-Studios sich dicht – also nur noch sportliches Homeoffice für die Spieler, die sich nach Plänen des Trainers konditionell und kraftmäßig auf den Fall x vorbereiten sollen – dreimal die Woche Training, wie Akacsos vorschlägt.

Aber wofür genau? Eine Fortführung der Saison mit dem spannenden Zweikampf der beiden punktgleichen Rivalen um den Aufstieg in die Dritte Liga? Gesunde Skepsis sei angebracht, wie auch bei Akacsos, der eher damit rechnet, dass die Sporthallen bis zu den Sommerferien geschlossen bleiben und die Saison nicht weitergeführt werde.

Diese Befürchtung teilt zwar auch Jens Schoof, Vizepräsident für Spieltechnik im HVN und BHV, betont aber, mit Ruhe und Bedacht müssen die Probleme angegangen werden. So gebe es eine DHB-Arbeitsgruppe, die sich mit allen Problemen befasse, wurde die nächste Präsidiums-Sitzung von diesem Mittwoch verschoben auf den 8. April – dann als Online-Sitzung. Könne dann keine Entscheidung getroffen werden, müsse die Spielpause verlängert werden, müssen neue Überlegungen getroffen werden, wie Schoof zu Bedenken gibt. Vielleicht werde die Saison sogar über den 30. Juni hinaus verlängert, denn nach der Zwangspause stehen mindestens noch sechs Spiele pro Mannschaft in der Oberliga an, wenn die Saison sportlich komplett beendet werden soll.

Interessant ist in dieser Situation der Paragraf 52 der Spielordnung des HVN und BHV, wonach die spielleitende Stelle die Sieger, Auf- oder Absteiger benennen kann, wenn diese nicht termingerecht für die nächste Saison ermittelt werden können. Dazu sind sportliche Gesichtspunkte heranzuziehen. Der Hessische Handballverband hat bereits eine Entscheidung gefällt und die Saison für seine Spielklassen auf allen Ebenen zum 13. März beendet, der Stand zu diesem Zeitpunkt wurde für alle Auf- und Abstiege zurate gezogen.

Würden der HVN und BHV sich dieser Vorgehensweise anschließen, stünde der ATSV Habenhausen punktgleich vor dem TV Cloppenburg dank des besseren direkten Vergleichs und des besseren Torverhältnisses vor dem Team von Trainer Akacsos. „Eine sehr ungerechte Variante. Denn für den direkten Vergleich, der nach Punktgleichheit als Erstes zurate gezogen wird, fehlt uns das Heimspiel, dass ja am 21. März hätte stattfinden sollen“, kritisierte Akacsos diese Lösungsmöglichkeit.

Stattdessen wäre eine Alternative, das Rückspiel – notfalls als „Geisterspiel“ – irgendwann über die Bühne zu bringen. Eine andere Alternative wäre, nur die Hinrunde zu werten, wenn alle Teams einmal gegeneinander gespielt haben. Dann wäre der TVC, trotz der einzigen Niederlage in Habenhausen, Spitzenreiter und Aufsteiger – die Reaktion des ATSV kann man sich denken . . .

So bleiben Fragen offen, die auch die Planung für die kommende Saison beeinflusst. Mit Kreisläufer Nils-Uwe Göpel als Ersatz für Chris Danielzik hat der TVC bereits reagiert. Zwei Spieler, ein Linkshänder auf halbrechts, ein Spieler für die halblinke Position sowie ein Ersatz für Abgang Janik Köhler stehen auf der Agenda, die der Coronavirus bestimmt und (wie lange noch?) blockiert.

Jürgen Schultjan Lokalsport / Redaktion Münsterland
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