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NWZonline.de Region Cloppenburg Lokalsport

Historie: Duell mit Keeper Bert Trautmann entfällt

02.10.2020

Cloppenburg Im Verlauf des Jahres 1956 drehte Adolf Scheidt im Trikot von Preußen Münster so richtig auf. Am 11. Mai 1956 gab es für die Fans der Preußen und die Spieler einen Höhepunkt der Saison. Münster traf in einem Freundschaftsspiel auf den englischen FA-Cup-Sieger Manchester City. Spiele gegen britische Profimannschaften zogen seinerzeit die Massen in ihren Bann.

ohne trautmann

Allerdings traten die Engländer ohne ihren deutschen Wundertorhüter Bert Trautmann an. Dieser hatte sich sechs Tage zuvor im Pokalendspiel in Wembley verletzt und musste somit in Münster passen. Den Auftritt von Scheidt & Co. gegen die Briten sahen rund 25 000 Zuschauer. Das Münsteraner Führungstor erzielte Adolf Scheidt. Doch die favorisierten Akteure aus Manchester schlugen zurück. Torjäger Joe Hayes traf zweimal, zudem war Münsters Kurt Pohnke ein Eigentor zum zwischenzeitlichen 1:1 unterlaufen.

Gefragter Club

Die Preußen waren in jenen Jahren generell ein gefragter Gegner für Freundschaftsspiele. So ging es für Scheidt und seine Mitspieler im Juli 1956 nach Friesland. Genauer gesagt nach Varel. Dort spielte Münster gegen Eintracht Nordhorn aus der Oberliga Nord. Auch in jener Partie ließ Scheidt seine Klasse aufblitzen. Beim 6:3-Erfolg der Preußen vor 3000 Zuschauern gelangen ihm zwei Tore. Sein Sturmkollege Edelbert Rey traf sogar viermal.

Erinnerung

Der am 4. Februar 2018 verstorbene Cloppenburger Torjäger Adolf Scheidt wäre am 17. August dieses Jahres 90 Jahre alt geworden.

Anlässlich dieses Ehrentages und seiner beeindruckenden sportlichen Laufbahn blickt unsere Redaktion in einer mehrteiligen Serie auf die fußballerische Laufbahn Scheidts beim BV Cloppenburg und bei Preußen Münster zurück.

In diesem siebten Serien-Teil „Adolf Scheidt - Torjäger mit Herzblut“ geht es unter anderem um seinen Auftritt gegen den damaligen FA-Cup-Sieger Manchester City im Mai des Jahres 1956.

Scheidt war in jenem Sommer in einer starken Frühform. Aber er gehörte nicht zum Aufgebot der Auswahl der Oberliga West, die am 11. August 1956 in Hannover auf die norddeutsche Auswahl traf.

Für den Sturm des Westens wurden seinerzeit Felix Gerritzen (Preußen Münster), „Adi“ Preißler, Alfred Kelbassa, Alfred Niepieklo (alle Borussia Dortmund) sowie Helmut Rahn, Josef Seemann (beide RW Essen) und Helmut Jagielski (FC Schalke 04) aufgeboten. Die Nichtnominierung für dieses Duell versetzte den gebürtigen Cloppenburger Adolf Scheidt aber nicht in eine Schockstarre.

Start in Sand gesetzt

Obwohl die Preußen ihren Saisonstart in der Oberliga West in den Sand setzten. Die ersten beiden Partien gingen verloren. Und am dritten Spieltag tauchte als Gegner, kein Geringerer als das Top-Team RW Essen im Preußen-Stadion auf. Allerdings liefen die Essener an jenem Tag ohne Helmut Rahn und auch ohne ihren schwedischen Stareinkauf Dan Ekner auf. Letzteren hatten die Essener von Atletico Madrid verpflichtet.

Für Münster begann die Partie denkbar schlecht. Heribert Kania verletzte sich, und musste kurze Zeit später das Feld verlassen. Da seinerzeit Auswechslungen noch nicht erlaubt waren, spielten die Preußen mit zehn Mann weiter. Nach 20 Minuten hieß es 1:0 für Essen durch Franz Islacker. Aber die Münsteraner berappelten sich wieder. Daran besaß Scheidt einen großen Anteil. Das 1:1 besorgte er selber (23.), ehe Bernd Leifeld sogar die Führung gelang (30.).

In der 63. Minute „vernaschte“ Scheidt die Essener Hintermannschaft und überwand auch Nationaltorhüter Fritz Herkenrath – 3:1. Das war die Entscheidung. Essen gelang es nur noch durch Nationalspieler Heinz Wewers auf 2:3 zu verkürzen (77.).

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