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NWZonline.de Region Cloppenburg Lokalsport

Schießstand-Betriebserlaubnis weg

08.12.2017

Cloppenburg Die immissionsschutzrechtliche Genehmigung und damit die Betriebserlaubnis für das Schießsportzentrum „Ahlhorner Heide“ in Ahlhorn ist erloschen. Grund: Die Jägerschaften Cloppenburg und Vechta ließen nach der Genehmigung durch den Kreis Oldenburg die zweijährige Frist zur Betriebsaufnahme verstreichen und beantragten im Frühjahr auch keine Verlängerung. Das hat das Verwaltungsgericht Oldenburg festgestellt, als die Klage eines Anliegers aus Ahlhorn gegen die Genehmigung des Schießsportzentrums verhandelt wurde.

Das bedeutet für die Kreisjägerschaften, dass sie aufgrund der vom Landkreis erteilten Baugenehmigung zwar die ehemalige Standortschießanlage der Bundeswehr umbauen, das Schießsportzentrum aber nicht in Betrieb nehmen dürfen.

Die Kreisjägerschaft Cloppenburg hat überrascht auf die Entscheidung des Gerichtes reagiert. Vorsitzender Bernhard Kurmann sagte am Donnerstag, dass sowohl die Jägerschaften als auch der Kreis Oldenburg davon ausgegangen seien, dass die Fristen erst dann beginnen, wenn anhängige Klagen rechtskräftig verhandelt worden sind.

Neben dem klagenden Anwohner hat auch die Bürgerinitiative „Ahlhorn ohne Schießlärm“ eine Klage angestrengt. Sie geht nach Aussagen ihres 2. Vorsitzenden Peter Petersmann gegen natur- und umweltschutzrechtliche Aspekte vor.

Nach Angaben von Torsten Stuhr vom Bauordnungsamt des Landkreises Oldenburg müssen die Jägerschaften nun einen neuen Antrag für eine Betriebsgenehmigung stellen. „Dabei muss unter anderem die Lärmsituation geklärt werden“, so Stuhr. „Stimmen die heutigen Verhältnisse noch mit der Situation zum Zeitpunkt der Genehmigung im Februar 2015 überein?“ Unter Umständen müsse ein neues Lärmschutzgutachten erstellt, zumindest aber das alte Gutachten durch eine neue Stellungnahme ergänzt werden.

Seit elf Jahren gibt es die Pläne der Kreisjägerschaften Cloppenburg und Vechta, in Ahlhorn ein jagdliches Ausbildungszentrum zu errichten. Gut zwei Millionen Euro soll das Projekt kosten. Bislang seien gut eine halbe Million investiert worden – für den Erwerb des Geländes, die Planung und den Verfahrensverlauf. Die Landkreise Cloppenburg und Vechta sowie die Landesjägerschaft hätten Zuschüsse von insgesamt 700 000 Euro zugesagt.

Am Tag der offenen Tür im Oktober in Ahlhorn hatten die beiden Vorsitzenden Bernhard Kurmann (Cloppenburg) und Heinrich Voet (Vechta) noch angekündigt, dass nach Eintreffen der Förderbescheide in diesem Herbst mit dem Bau begonnen werden soll. Geplant sind unter anderem ein Wurftaubenstand sowie eine Trap- und Skeet-Anlage. Die Pistolenanlage wird erhalten, die 300-Meter-Schießbahn auf 100 Meter verkürzt.

„Ich gehe weiter davon aus, dass das Schießsportzentrum gebaut wird“, so Kurmann. „Wir werden die Situation in den nächsten Tagen beraten.“

Christoph Koopmeiners Wildeshausen/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
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