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NWZonline.de Region Cloppenburg Lokalsport

Im Kampf „ums Runde“ geht es rund

04.04.2019

Cloppenburg /Ramsloh /Cappeln /Lindern Vor Kurzem haben sich die Fußball-Bundesligisten Werder Bremen und Borussia Dortmund in einem packenden Spiel 2:2 getrennt. Es ging richtig zur Sache, aber niemand wurde verletzt. Noch nicht einmal einen blauen Fleck oder kleinen Kratzer gab es zu versorgen. Hatten sich die Gegner doch in einem Nintendo-Switch-Spiel gegenübergestanden. Die menschlichen Kontrahenten waren mit dem Drücken von Knöpfen beschäftigt, dabei kommen Verletzungen doch eher selten vor. Viele Kinder spielen heutzutage erstmals Fußball, indem sie sich an eine Spielkonsole setzen. Wenn sie dann mal selbst auf dem Rasen stehen, machen sie eine Erfahrung, die die Mitarbeiter des Förderkonzepts für Vereinsjugendtrainer so zusammenfassen: „Ja! Fußballspielen kann auch mal wehtun!“ So lautet auch das Motto der neuen Trainingsanregungen, die am Samstag, 27. April (10 Uhr), an den Standorten in Ramsloh, Cappeln und Lindern gegeben werden.

Keine unfaire Gangart

Als Zusatz geben die Referenten die „Erlaubnis zum rauen Spiel“, wobei Förderkonzept-Koordinator Joachim Hochartz gleich klarstellt: „Das ist natürlich keine Aufforderung zu einer unfairen Gangart.“

Dass das Thema Zweikampfführung vielen Trainern unter den Nägeln brennt, haben die Referenten in Gesprächen mit Coaches während ihrer Veranstaltungen immer wieder gehört. „Wie sich aus den Gesprächen mit den Trainern herauskristallisiert hat, ist es für sie ein heikles Thema, beim Fußballspielen eine engagierte Zweikampfführung einzufordern“, berichtet Hochartz. Auch die Förderkonzept-Mitarbeiter hätten festgestellt, dass „immer mehr Kinder beim Fußballspielen Angst vor Ball und Körperkontakt haben“.

Provokante Fragen

Das hat die Referenten dazu gebracht, provokante Fragen in den Raum zu stellen: „Haben wir es hier eventuell mit einem grundsätzlichen Problem zu tun? Ist es die Generation iPhone und Playstation, die keine Lust mehr darauf hat, sich mit anderen zu messen?“ Die Fußball-Experten sind zu einer klaren Antwort gekommen: Keineswegs! „Wir haben beobachtet, wenn Übungen mit Kindern durchgeführt werden, wo es mal richtig zur Sache geht, merkt man sehr schnell, dass diese These nicht stimmt“, sagt Hochartz. Was allerdings zu weiteren Fragen führt: „Woran liegt es also, dass bei vielen Kindern die Hemmschwelle groß ist? Spielen dabei Elternängste und Befürchtungen eine zu große Rolle?“ Diese Fragen sind deutlich schwerer zu beantworten.

Lernen beim Handball

Und wichtiger ist es ja eh, gegenzusteuern. Genau daran machen sich nun die Förderkonzept-Mitarbeiter. So haben sich die Referenten Daniel Breher und Jörg Roth in einer anderen Sportart umgehört, in der sich Körperkontakt ebenfalls nicht vermeiden lässt: Sie schauten sich bei den Handballern um. Bei ihnen sei die Erlaubnis zum rauen Spiel eine Selbstverständlichkeit. Die Handball-Minis müssten früh erfahren, dass es auch mal wehtun kann.

„Dabei können wir Fußballer vom Handballsport noch einiges lernen. Aus diesem Grund haben wir bei den Trainingsanregungen auch einige Übungen eingebaut, die aus dem Handballsport stammen“, berichtet Breher.

Auch er macht klar, dass es nicht ums Foulen geht, „aber Fußball ist ein Kontaktspiel, bei dem es auch mal etwas rauer zugehen kann“. Den Trainern solle der Rücken gestärkt werden. Mehr noch: Es gelte, die Coaches und Betreuer zu ermutigen, die Kinder dazu zu bringen, ihren Körper im maximal erlaubten Rahmen einzusetzen.

Gemeinsam essen

Beim gemeinsamen, kostenlosen Essen können die Frauen und Männer dann wieder ihre Erfahrungen austauschen. Im Anschluss bekommen alle je eine Kopie der Trainingsanregungen. Eingeladen sind wieder alle Fußballinteressierten, auch Neueinsteiger. Die Trainingsanregungen können wie üblich als Fortbildungsveranstaltung genutzt werden.

Anmeldungen für die aktuelle Veranstaltung werden bis zum 19. April über den jeweiligen Vereinsjugendobmann oder direkt beim Koordinator des Förderkonzeptes, Joachim Hochartz, Hauptstr. 33, 49685 Höltinghausen, Telefon : 04473/2461, E-Mail:
joachim.hochartz@ewetel.net entgegengenommen. Wie gewohnt, besteht natürlich auch die Möglichkeit, sich auf der Förderkonzept-Homepage anzumelden. Dort finden Interessierte auch regelmäßig eine Übung des Monats.


     www.foerderkonzept-kreis-clp.de 
Steffen Szepanski Lokalsport / Redaktion Münsterland
Rufen Sie mich an:
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