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NWZonline.de Region Cloppenburg Lokalsport

Rückblick: Verhandlung in der Sankt-Gertrud-Kirche

22.04.2020

Cloppenburg Im zweiten Teil der NWZ-Serie über Kuriositäten aus dem Fußball-Kabinett der Historie unserer hiesigen Clubs geht es auch wieder turbulent zu.

Liederbuch

Im Stadionheft des STV Barßel zum Bezirksklassen-Spiel am 8. Februar 1976 gegen BW Ramsloh findet sich eine interessante Randbemerkung. Dort steht geschrieben, dass der Verein in Zusammenarbeit mit dem Trainer und der ersten Herrenmannschaft ein Liederbuch zusammengestellt hat. Bei den Liedern handele es sich um Stücke aus dem Fußballbereich. Auch eigene Kreationen wurden berücksichtigt.

Das Buch wurde auch zum Kauf angeboten. Für einen Stückpreis von 2,50 Mark konnten sich die STV-Anhänger ein Exemplar sichern. Bei Mehrabnahme gab es Sonderkonditionen. „Bei Abnahme von zwei Stück und mehr ermäßigt sich der Preis auf zwei Mark pro Stück“, hieß es.

Transferpoker

Während eines laufenden Gottesdienstes ist schon so einiges passiert. Messdiener fielen in Ohnmacht, weil sie den Geruch von Weihrauch nicht vertrugen, oder dem Organisten fielen kurzzeitig die richtigen Töne nicht mehr ein. Im Jahr 1987 während einer Messe in der Sankt-Gertrud-Kirche zu Lohne schien auch alles wie immer zu sein. Hinten im Turm des schönen Gotteshauses hatten sich die Kirchgänger versammelt, die sich nach dem Schlusslied schnell aus dem Staube machen wollten.

Auf einer Bank saßen auch Bernd Sieverding und Jürgen „Turkey“ von Wahlde. Kennern der örtlichen Fußballszene war schnell klar, dass die beiden Männer nicht zufällig nebeneinander hockten.

Sieverding war Manager von BW Lohne und „Turkey“ beackerte das Mittelfeld von RW Damme. Beide hatten ihre Gebetbücher zwar aufgeschlagen, doch das war wohl mehr als Tarnung gedacht. Stattdessen wurde über einen Wechsel nach Lohne verhandelt. Die beiden fielen nicht sonderlich auf. Denn die Leute, die bei Sieverding und von Wahlde saßen oder standen, waren mit ihren Gedanken ganz woanders. Die einen schnackten über die Schweinepreise, während sich ein anderer Teil über die Jagdausbeute vom Vortag unterhielt. Alles wurde jedoch im Flüsterton durchgekaut.

Noch bevor der Pastor das Schlussgebet ausgesprochen hatte, waren sich Sieverding und von Wahlde handelseinig geworden. Dabei wurden die Vereinbarungen nicht schriftlich fixiert.

„Das war nicht nötig. Eine Einigung zweier Männer per Handschlag im Haus Gottes: Mehr geht nicht. Das ist sattelfester als jeder Vertrag gewesen“, sagte von Wahlde vor einigen Jahren im Gespräch mit dem Autor dieses Beitrages und lachte.

Platzverweis

Herbst 2006: In der Bezirksliga steht das Kreisderby zwischen dem TuS Emstekerfeld und Hansa Friesoythe an. Für TuS-Abwehrchef Tugrul Sahin wird es eine Partie, die er wohl sein Lebtag nicht mehr vergessen dürfte.

Der Schiedsrichter entdeckte an Sahins Hand einen Ehering. Da das Tragen von Schmuck beim Fußball nicht erlaubt ist, sah Sahin dafür die gelbe Karte. Der gelbverwarnte Spieler verließ daraufhin den Platz, um den Ring abzutapen. Danach machte er den Fehler, sich ohne vorherige Anmeldung beim Referee wieder auf das Spielfeld zu begeben. Dafür kassierte er die Gelb-Rote Karte und sein Arbeitstag war für ihn damit nach nur 29 Minuten schon wieder beendet.

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