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NWZonline.de Region Cloppenburg Lokalsport

umfrage: Nicht alle halten Löw noch für den richtigen Mann

19.11.2020

Cloppenburg Nach der 0:6-Schlappe in Spanien, der höchsten Niederlege seit dem 24. Mai 1931 gegen Österreich für eine Deutsche Nationalmannschaft, befragte unsere Redaktion die heimischen Trainer Michael Macke (SV Thüle),  Hammad El-Arab (Hansa Friesoythe) und Olaf Blancke (SV Bevern) sowie André Schöning, sportlicher Leiter des BV Garrel.

Haben Sie das Länderspiel am Fernseher verfolgt ?

Michael Macke: Nicht eine Sekunde. Ich gucke allgemein aktuell wenig Fußball. Man fühlt sich überladen. An jedem Tag läuft irgendein Wettbewerb auf einem anderen Sender. Zur Nationalmannschaft habe ich aktuell im Grunde gar keinen Bezug. Die Vielzahl der Spiele in dieser Saison kann ich nicht nachvollziehen. Es gab bisher mehr Länderspiele als Bundesliga-Spieltage.

André Schöning: Ich habe das Spiel gesehen und war bei Veröffentlichung der Aufstellungen eigentlich ganz zuversichtlich gewesen. Aber dann sind wir von Beginn an nur hinterhergelaufen.

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Hammad El-Arab: Ich habe nur teilweise das Spiel verfolgt. Für mich hatte sich das Duell schnell erledigt – spätestens zur Pause. Es hat die richtige Einstellung gefehlt, so wirkte das Team von den zuletzt vielen Länderspielen irgendwie übersättigt. Spanien musste für den Gruppensieg liefern, hatte zuletzt wenig gute Ergebnisse erreicht – und Spanien hat geliefert.

Olaf Blancke: Da war von Deutscher Seite wenig, bis gar kein Fußball zu sehen. Auch wenn es nur um den Nations-League-Wettbewerb ging, ging es gegen Spanien zumindest ums Prestige, sollte es doch eine Standortbestimmung werden. Deshalb darf sich eine Nationalmannschaft so nicht präsentieren: ohne Gegenwehr, ohne Emotionen, nicht einmal Frust nach den Gegentoren war zu erkennen, nimmt man Torwart Manuel Neuer einmal aus.

Was waren die Gründe für die hohe Niederlage ?

Schöning: Wir waren nicht auf Sendung und eine Handschrift war in unserem Spiel auch nicht zu erkennen gewesen.

El-Arab: Vorne im Angriff fehlt die Erfahrung mit so einer hochmotivierten, taktisch wie spielerisch exzellenten spanischen Mannschaft umzugehen. Das große Problem ist aber nach wie vor die Defensive. Das Fehlen von Josua Kimmich auf der Sechserposition war ein Faktor. Allgemein fehlt uns die Qualität in der Defensive.

Blancke: Die Spanier sind sofort sehr gut ins Spiel gekommen. Die Taktik unserer Mannschaft, defensiver als zuletzt zu agieren und auf Konter zu setzen, gelang überhaupt nicht, weil Spanien die Kombinationen teilweise schon nahe am Deutschen Strafraum unterbinden konnte. Dieser knallharte Dämpfer ist vielleicht ganz gut und kommt noch rechtzeitig. Nun wird darüber nachgedacht, ob nicht einige erfahrene Spieler mehr ins Team gehören, die Führungsqualität besitzen. Davon war gegen Spanien nichts zu sehen, selbst von einem Toni Kroos nicht.

Ist Joachim Löw noch der richtige Mann für die Aufgabe als Bundestrainer?

Macke: Als Trainer wünscht man sich immer Rückhalt und langfristiges Arbeiten. Ich glaube aber, dass Jogis Zeit zu Ende ist. Seine Nominierungen wirken nicht stimmig. Auf Topleute wie Müller und Hummels zu verzichten, macht. aus der Entfernung betrachtet. keinen Sinn. „Für mich hat der DFB den Bezug zur Basis ein wenig verloren. Späte Anstoßzeiten und hohe Eintrittspreise sind für Familien ein Hindernis. Das Rad ist einfach überdreht.

Schöning: Für mich ist Löw mit seiner Philosophie der falsche Mann. Bei allem Respekt vor den Erfolgen von Löw, es wird Zeit, dass frischer Wind reinkommt. Nur so kann es wieder gelingen, die Leute für die Nationalelf zu begeistern. Meiner Meinung nach ist die A-Elf keine Ausbildungsmannschaft, dafür haben wir die U-Teams. In der Nationalmannschaft sollten die besten Spieler eines Landes spielen. Deshalb bin ich auch dafür, dass Hummels und Müller zurückgeholt werden.

El-Arab: Der Trainer verfolgt seine Ideen konsequent. In Russland bei der WM wurde er von Spielern wie Hummels, Boateng oder Müller im Stich gelassen, er hat deshalb diesen Schnitt gemacht. Einzig Müller als Typ wäre wohl eine Möglichkeit, aber seine Stärken bei Bayern zeigt er an der Seite eines Ausnahmestürmers wie Lewandowski, der im Topspiel gegen Dortmund wiederum die Grenzen von Hummels deutlich machte.

Blancke: Die Kritik ist nach so einem Spiel groß. Vielleicht sollte Löw über seinen Schatten springen und doch gestanden Akteure wie Müller und Hummels zurückholen. Das muss aber auch taktisch passen. Vor allem muss aber an der Kommunikation innerhalb der Mannschaft gearbeitet werden, die während der letzten Spiele sehr gefehlt hat.

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Jürgen Schultjan Lokalsport / Redaktion Münsterland
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