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NWZonline.de Region Cloppenburg Lokalsport

Friesensport: Die Boßelkugel soll auch in Zukunft weiter rollen

21.04.2017

Benthullen /Bösel Zwölf Freunde müssen sie sein, die Boßeler, um wettkampffähig zu sein. Die Boßelmannschaft des BSV Benthullen-Harbern (Gemeinde Wardenburg) hat 13 Mitglieder. Mehr als genug, möchte man meinen. Warum das dennoch nicht reicht und die Sportler dringend neue Mitglieder suchen, die gerne auch aus der angrenzenden Gemeinde Bösel kommen dürfen, rechnet Otto Frahmann vor, der stellvertretende Boßelwart: „Anders als etwa beim Fußball dürfen wir nicht mit weniger als zwölf Werfern antreten, sonst gilt ein Spiel automatisch als verloren.

Wird jemand verletzt, ist krank oder hat eine Familienfeier, haben wir deshalb bei Punktspielen sofort ein Problem.“ Alle in der BSV-Mannschaft wissen, wie schnell es eng werden kann. „Deshalb sagt jeder von uns nur noch in ganz dringenden Fällen ab – und immer mit schlechtem Gewissen“, ergänzt Boßelwart Maik Sinowzik. Im Moment boßeln im BSV ausschließlich Männer, aber das ist Zufall. „Wir sind auch offen für weibliche Mitglieder und Jugendliche. Sie werfen mit leichteren Kugeln. Gemischte Mannschaften sind mittlerweile absolut üblich“, so Frahmann.

Die Straße „lesen“

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Mehr als nur ein Sport

Es sei ein toller Sport, sind sich die Boßeler einig. „Sehr kameradschaftlich – auch mit den gegnerischen Mannschaften“, betont Egon Suhr. „Natürlich will jedes Team gewinnen, aber es ist lockerer als in vielen anderen Sportarten. Da sucht man auch schon mal die Kugel der Gegenspieler gemeinsam im Graben.“ Boßeln ist schnell erklärt: Es geht darum, mit möglichst wenigen Würfen eine vorher festgelegte Strecke zu überwinden. Dabei sei es wichtig, die Straße „zu lesen“, erklärt Heinz Stamer: Unebenheiten, Kurven, Gefälle, Risse im Asphalt – all das lenkt die Kugel ab und muss beim Wurf bedacht werden. Deshalb geht einer der Spieler voraus, begutachtet das Teilstück und gibt dem Werfer Tipps. Ein „Richtig“ oder „Falsch“ gibt es beim Wurf nicht, jeder Spieler hat eine eigene Variante der Wurftechnik, die sich für ihn persönlich bewährt hat.

Mit dem „Kohlfahrt-Boßeln“, betont die Mannschaft ganz klar, habe sie nichts zu tun. „Boßeln ist eine echte Sportart. Da gibt’s keinen Alkohol“, machen die Spieler deutlich.

Als reiner Boßelverein ist der BSV 1949 gegründet worden. „Damals hatten wir hier noch eine eigene Grundschule, und im Sportunterricht wurde auch geboßelt – da gehörte das für die Kinder ganz selbstverständlich dazu“, sagt Egon Suhr. Seit 1987 nehmen die Boßeler aus Benthullen-Harbern am Punktspielbetrieb des Kreisverbandes Ammerland teil. Nachdem sie damals in der 9. Kreisklasse gestartet ist, boßelt die Mannschaft nun in der 2. Kreisklasse Ammerland/Waterkant.

Lebedinge Tradition

Doch es ist nicht nur der sportliche Aspekt, den die BSV-Boßeler im Auge haben: „Boßeln ist eine Tradition in unserer Region, die wir lebendig halten wollen“, bringt es Egon Suhr auf den Punkt.

Wer Interesse hat, die Boßelabteilung des BSV zu unterstützen, meldet sich bei Boßelwart Maik Sinowzik, Telefon   04407/916055 oder seinem Stellvertreter Otto Frahmann, Telefon   04407/5042.

Anke Brockmeyer Wardenburg / Redaktion Wardenburg
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