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NWZonline.de Region Cloppenburg Lokalsport

Engagement: Tim und seine Freunde starten Projekt

05.06.2020

Emstek /Mwanza Der Emsteker Tim Jost steckt voller Ideen und Pläne. Der neueste Coup des Fußballtrainers und Buchautors dürfte sicherlich auch das Herz von „König Fußball“ erfreuen. „Zusammen mit meinen Freunden habe ich eine Ballsammelaktion für Tansania ins Leben gerufen. Dort engagieren wir uns ehrenamtlich in einem deutsch-tansanischen Entwicklungsprojekt namens Sports Charity Mwanza“, berichtet Jost. Für dieses Projekt versucht er nun, in der Cloppenburger Region 1000 Bälle zu sammeln. Er und seine Mitstreiter freuen sich dabei nicht nur über Fußbälle, sondern auch über Basket- und Volleybälle. In der NWZ stellt Jost die Aktion vor.

Warum werden die Bälle gesammelt?

Das schreibt Jost: „In Deutschland haben viele Vereine und Privatpersonen noch gut erhaltene Bälle, die nicht mehr genutzt werden. Diese können in Tansania noch über Monate Freude schenken. Viele Mannschaften und Vereine haben dort nur ein bis drei Bälle zur Verfügung, da lange gespart werden muss, um einen neuen Ball zu kaufen. Wir wollen daher in Zusammenarbeit mit den regionalen Sportverbänden in der Region Mwanza (ca. 3 Millionen Einwohner) flächendeckend Bälle verteilen. So bekommen mehr Kinder und Jugendliche Zugang zum Vereinssport, was in Tansania keine Selbstverständlichkeit ist. Zudem planen wir mit den von uns nach Tansania gebrachten Bällen nach Nutzung ein Upcycling/Recycling-Projekt. In Tansania ist es nicht unüblich, kaputte Bälle zu flicken oder sogar eine ganze Blase auszutauschen. Nach der Nutzung in Tansania legen wir ein großes Augenmerk darauf, dass die Bälle wiederverwertet werden.“

Wie sieht die Sammelaktion konkret aus?

Jost: „Wir sprechen aktiv Vereine und Privatpersonen an, in ihren Schränken und Kellern nachzuschauen, ob sie Bälle haben, die nicht mehr genutzt werden. Wichtig dabei ist, dass wir jeden Ball nehmen, der entbehrlich ist. Egal, ob alt oder neu. Egal, ob platt oder aufgepumpt. Egal, ob intakt oder mit Loch. Dann können wir das Loch flicken beziehungsweise die Blase austauschen.“

Was macht die Sports Charity Mwanza?

Jost: „Mwanza liegt im Norden Tansanias am Victoriasee. In der Region Mwanza leben circa drei Million Menschen, in der Stadt Mwanza, der zweitgrößten Stadt Tansanias, sind es circa eine Million. Das Durchschnittsalter in Tansania liegt bei 17,9 Jahren. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung sind Kinder und Jugendliche. In Tansania fehlt es an Sportstätten und Trainingsmaterialien. Zumeist gibt es nur einzelne Mannschaften, aber keine Vereinsstrukturen, wie wir sie aus Deutschland kennen, mit Mannschaften von jung bis alt, über beide Geschlechter hinweg. Viele Kinder, vor allem Mädchen, haben daher gar keine Möglichkeit, Sport im Verein zu betreiben. Wir haben es uns daher zur Aufgabe gemacht, gemeinsam mit der lokalen Verwaltung Sportstätten zu bauen und in Zusammenarbeit mit den regionalen Sportverbänden Vereine aufzubauen. Um möglichst viele Sportler zu erreichen, konzentrieren wir uns auf die vier populärsten Sportarten in Tansania: Fußball, Basketball, Volleyball und Netball. Weitere Infos zur Sports Charity Mwanza gibt es unter: scmwanza.org.“

Wer steht hinter der Sports Charity Mwanza??

Jost berichtet: „Die Sports Charity Mwanza ist ein Projekt des Mwanza e.V. Unser Team besteht aus Studierenden und jungen Berufstätigen. Wir alle haben mehrere Monate in Tansania verbracht und setzen uns seit unserer Rückkehr für eine erfolgreiche Entwicklungszusammenarbeit ein. Wir haben alle einen unterschiedlichen Hintergrund, teilen aber unsere Leidenschaft für Sport, Gemeinschaftssinn und soziales Engagement. Wir arbeiten zu 100 Prozent ehrenamtlich und kommen für unsere Reise- und Aufenthaltskosten selbst auf. In Tansania haben wir ein großes lokales Team und arbeiten sehr eng mit der Stadt Mwanza und den regionalen Sportverbänden zusammen. Gemeinsam haben wir das Projekt in den vergangenen Jahren weiterentwickelt und auf die lokalen Bedürfnisse ausgerichtet.“

Wie beeinflusst Corona die Arbeit der Charity?

Die Corona-Krise macht auch Jost und seiner Crew ganz schön zu schaffen: „Eigentlich wollten wir dieses Jahr 80 000 Euro für den Bau eines weiteren Sport- und Gemeinschaftszentrums sammeln. Da Gelder aktuell eher für Gesundheitsprojekte gebraucht werden, haben wir uns entschieden, dieses Jahr eine große Sachspendenaktion zu organisieren.“

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