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NWZonline.de Region Cloppenburg Lokalsport

Emstek schlägt Ramsloh in Ringelstutzen

14.09.2009

RAMSLOH Das Ergebnis war zu erwarten. Der sieglose Fußball-Bezirksligist BW Ramsloh hat am Sonntag auch das Heimspiel gegen den SV Emstek 0:1 (0:0) verloren. Nicht vorauszusehen war dagegen das Spielchen vor dem Spiel. Das Kreisderby wurde schließlich erst gegen 15.40 angepfiffen – und nicht – wie eigentlich vorgesehen – um 15 Uhr.

Schiedsrichter Martin Schrand aus Lorup hatte sich beharrlich geweigert, anzu-pfeifen, weil beide Teams mit blauen Stutzen auflaufen wollten. In kritischen Strafraumsituationen wäre es nahezu unmöglich gewesen, korrekt zu entscheiden.

Also verdonnerte er die Gäste aus Emstek dazu, binnen einer Dreiviertelstunde andersfarbige Stutzen zu besorgen. „Ansonsten hätte er die Partie angepfiffen und sofort wieder abgepfiffen“, sagte Emsteks Coach Detlef Moss. Das Spiel wäre in diesem Fall für Ramsloh gewertet worden. Die Gäste setzten also Himmel und Hölle und auch Fußballobmann Josef Bartels in Bewegung, wurden aber nicht fündig. Doch gerade noch rechtzeitig kam ihnen die Idee, die eigenen Stutzen mit Tape zu verzieren. Und so liefen sie doch noch auf – bekleidet mit ihren selbst entworfenen Stutzen.

Moss war stocksauer. „Das war völlig daneben. Wir haben vor ein paar Wochen schon einmal gegen Ramsloh gespielt. Da gab es überhaupt keine Probleme.“ Die Konzentration seiner Jungs hätte arg gelitten. „Die waren heiß wie Frittenfett und waren dann 40 Minuten lang zum Nichtstun verurteilt.“ Auch wenn seine Mannschaft allen Widrigkeiten zum Trotz das Spiel letztlich noch gewann, war er unzufrieden. „Das war ein glücklicher Sieg“, sagte Moss. „Wir haben schwach, sogar sehr schwach gespielt.“

Ramslohs Trainer Wolfgang Piepenburg war einfach nur traurig. „Wir hätten einen Punkt verdient gehabt, sind aber für unsere Leistung nicht belohnt worden.“ Im ersten Durchgang hätten seine Spieler so gut wie keine Emsteker Chance zugelassen, sagte Piepenburg. Nur kurz vor der Pause sei seine Elf bei einigen Standardsituationen ins Schwimmen geraten.

Im zweiten Durchgang wurde der erste dicke Ramsloher Fehler sofort bestraft. Viktor Geringer hatte einen Emsteker im Strafraum zu Fall gebracht, nachdem seine Mitspieler den Emsteker Spielaufbau nicht konsequent genug gestört hatten. Den fälligen Foulelfmeter verwandelte Sergej Strauch (51.). Nun setzte Ramsloh alles auf eine Karte und auf lange Bälle in den Emsteker Strafraum. Allerdings sprang dabei nichts Zählbares heraus. Glück für Ramsloh: Die Emsteker vergaben eine dicke Konter-Chance nach der anderen.

Und fast hätten die Ramsloher doch noch einen Punkt ergattert: Robert Wojciechowski hatte in der Nachspielzeit aus dem Gewühl heraus aus kurzer Distanz getroffen. Doch Schiedsrichter Schrand erkannte den Treffer wegen einer angeblichen Abseitsstellung nicht an. „Keine Ahnung, ob man in dieser Situation überhaupt Abseits stehen kann“, sagte Piepenburg. „Aber wir müssen mit dieser Entscheidung leben.“

Tor: 0:1 Strauch (51., Foulelfmeter).

Gelb-Rote Karte: Strauch (SV Emstek/86.).

Ramsloh: Kramer - Binner, Thomas Plaggenborg, Geringer, Michael Plaggenborg (70. Lichtenwald), Thedering, Scholz, Lück (39. Wojciechowski), Dannebaum (74. Eilers), Bogdanov, Kipke.

SV Emstek: Schütte - Niemann (46. Budde), Punte, Harmuth, Ruholt, Feldhaus, Vaske, Seidel (46. Mieck), Strauch, Niemeyer (86. Frederichs), Dietz.

Sr.: Schrand (Lorup).

Wolfgang Grave Lokalsport / Redaktion Nordenham
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