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NWZonline.de Region Cloppenburg Lokalsport

EISHOCKEY: Enthusiastische Exoten erobern das Eis

04.08.2007

KREIS CLOPPENBURG Ein wenig müssen sie sich wie die ersten Jamaikaner im Bob vorgekommen sein. Und doch wird wohl niemand einen Film über die Eishockey-Spieler aus dem Kreis Cloppenburg drehen, die ihrer ersten Saison in der Landesliga entgegensehen. Dabei sind sie ein gutes Beispiel dafür, was Menschen alles auf sich nehmen, um ihrem Lieblingssport nachgehen zu können: Als Carsten Herzog, Harald und Dietmar Voss im April 2006 beschlossen, eine Eishockey-Mannschaft zu gründen, standen sie gleich vor mehreren Problemen. Schließlich spielt man im Kreis Cloppenburg Fußball und Handball oder lässt auf dem Rücken eines Pferdes Hindernisse hinter sich. Die Hürden für Eishockeyspieler sind dagegen wesentlich höher: keine Eishalle weit und breit, von möglichen Mitspielern ganz zu schweigen. Zumindest in dem Punkt wussten sich die Eishockey-Enthusiasten schnell zu helfen. Sie schalteten Zeitungsanzeigen in Cloppenburg und in Ostfriesland. Und siehe da, schnell hatten sie 20

Spieler zusammen. Benno Grajczyk, Andrej Kromberg, Eike und Steffen Pöhler, Carsten Herzog, Jewgeni Worobiev sowie Waldemar und Josef Werwein bildeten zusammen mit zwölf Spielern aus Ostfriesland eine Mannschaft.

Nun fehlte noch etwas, das für Eishockeyspieler nicht ganz unerheblich ist: das Eis. „Ich habe meine Liebe zum Eishockey als Kind auf einem zugefrorenen Teich entdeckt“, erzählt der Barßeler Reiseverkehrskaufmann Carsten Herzog, „bis die heimischen Seen endlich mal wieder zufrieren, wollten wir dann aber doch nicht warten.“ Auch eine andere Möglichkeit fiel weg: „Ein paar von uns hatten vor vielen Jahren schon einmal in einer Eishalle in Wilhelmshaven gespielt“, sagt Herzog, „aber die war inzwischen geschlossen worden.“ Also ging die Suche los. „Wir mussten feststellen, dass es in der Region kaum Eishallen gibt. Das ist schon sehr schade.“ Die Suche endete schließlich aber doch noch erfolgreich: Im Bremer Stadtteil Walle fanden die Sportler ihr Winter-Paradies, die Eishalle „Paradice“.

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Nun konnte es endlich losgehen. Auch die einstündige Anfahrt zu jeder Trainingseinheit konnte die Cloppenburger nicht mehr aufhalten. Sie bildeten Fahrgemeinschaften und trainierten von da an einmal alle zwei Wochen. Und das machte sich schnell bemerkbar. Aus den Exoten auf Eis wurden bald Kumpel auf Kufen – ein richtiges Team eben.

Und so traten die Cloppenburger und die Ostfriesen im vergangenen Winter nicht nur zu ersten Freundschaftsspielen in Bremen an, sondern fuhren auch die ersten Erfolge ein. Der TuS Harsefeld, immerhin Meister der Landesliga, wurde mit 7:5 vom Eis gefegt. Das konnte nicht unbemerkt bleiben: „Der OSC Leer hat bei uns angefragt, ob wir nicht Teil des Vereins werden wollen“, sagt Herzog. „Da wir bis dahin eine Mannschaft ohne Namen waren, haben wir zugesagt.“ Und so wurde aus den Hobby-Spielern die Landesliga-Mannschaft des OSC Leer. Da aber auch die Leeraner keine Eishalle haben, wird weiter in Bremen gespielt.

Mit dem Training beginnt die neue Auswahl des OSC Ende September. Ab Mitte Oktober wird sich dann zeigen, ob die Novizen in der Landesliga mithalten können. Eine Stunde Fahrt bis zum Heimspiel – und doch hat die Auswahl aus Spielern der ganzen Region schon in den Testspielen gezeigt, dass mit ihr zu rechnen ist. Die anderen Teams werden sich warm anziehen müssen – und nicht nur, weil es in der Bremer Eishalle richtig kalt ist. Die Eishockey-Enthusiasten wollen schließlich dafür sorgen, dass das „Paradice“ für so manches andere Team zur Hölle wird.

Steffen Szepanski Lokalsport / Redaktion Münsterland
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