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NWZonline.de Region Cloppenburg Lokalsport

Rassiges Derby endet unentschieden

04.10.2019

Essen /Bevern Es ging trotz Ecken und Kanten rund, es gab Wortgefechte und harte Zweikämpfe, reichlich Regen, einen verschossenen Elfmeter, einen Platzverweis und am Ende zwei Trainer, die sich nur in einem Punkt einig waren: Nämlich, dass sie sich völlig uneinig sind. Kurzum, die 650 Zuschauer des Gemeindederbys zwischen den Landesliga-Fußballern des BV Essen und des SV Bevern haben am Mittwochabend viel geboten bekommen, nur keinen Sieger. Das 1:1 (1:1) in Essen entsprach in etwa dem Spielverlauf, was wohl aber nur die neutralen Zuschauer so sahen. „Das ist ein unglückliches 1:1 für uns, wir hätten zur Pause 3:0 führen müssen. Wir waren dem Gegner in allen Belangen überlegen. Mit dieser Leistung bin ich gut zufrieden“, sagte SVB-Coach Matthias Risse. „Wir haben ein dämliches Freistoßtor kassiert und aus dem Spiel heraus kaum etwas zugelassen“, sagte dagegen BVE-Trainer Mohammad Nasari. „Ich bin stolz auf mein Team. Noch im Juni wurde überlegt, in die Kreisliga zurückzuziehen, und nun spielen wir so ein starkes Derby und sind drei Wochen ungeschlagen.“

Zufrieden mit den Leistungen ihrer Mannschaften konnten beide Trainer auch sein. Das schnelle Spiel mit verbissenen Zweikämpfen war zu keinem Moment langweilig, zumal beide Teams bis zum Schluss auf Sieg spielten.

In der ersten Hälfte hatten die Beverner die besseren Chancen. So köpfte Kristen Bramscher in der achten Minute einen langen Freistoß haarscharf am langen Pfosten des Gastgeber-Gehäuses vorbei. In der 14. Minute wuselte sich dann der ungemein agile Albi Dosti bis kurz vor den Essener Strafraum durch, wo er gefoult wurde. Bernd Gerdes legte sich den Ball zurecht und versenkte ihn scheinbar spielerisch leicht im BVE-Tor, als ob es keine Essener Mauer gegeben hätte.

Nachdem Marten Niemeyer in der 16. Minute knapp über das Gäste-Gehäuse geschossen hatte und es die ersten Wortgefechte am Spielfeldrand und auf dem Platz gegeben hatte, ergab sich die große Chance für Bevern zu erhöhen. Kristen Bramscher hatte einen langen Pass erlaufen und war an der linken Ecke in den Strafraum eingedrungen, wo ihn der heranrauschende Beverner Schlussmann Tiberius Bosilca abgeräumt hatte. Schiedsrichter Christian Mulder, bei dem die gelben Karten alles andere als locker saßen, entschied auf Elfmeter. Gerdes hätte sich nun zum Spieler des Spiels machen können, aber Bosilca, der dank seiner Derby-Erfahrung diesmal den Vorzug vor Janne Kay erhalten hatte, parierte den Strafstoß und den Nachschuss. „Das war sensationell“, freute sich Nasari.

Und die Beverner mussten zwei weitere Rückschläge hinnehmen: In der 34. Minute musste Henning große Macke verletzt vom Platz. Vier Minuten später kam Essen zum Ausgleich. BVE-Kapitän Michael Schaubert flankte und Jannis Wichmann lenkte den Ball an die Latte des eigenen Tores. Den Abpraller beförderte Vafing Jabateh mit dem Fuß ins Gäste-Gehäuse.

Zwar war das 1:1 zur Pause aus Essener Sicht etwas glücklich, aber in Hälfte zwei tat der BVE deutlich mehr, um sich den Punkt zu verdienen. Chancen gab es aber auf beiden Seiten noch einige. Mit der Zeit wurde jedoch immer deutlicher, dass die nachsichtige Linie Mulders von einigen Spielern so interpretiert wurde, dass sie ruhig etwas härter zur Sache gehen könnten. Und auch die Rudelbildung ließ so nicht lange auf sich warten. Dass Essens Orgest Buzi in der Nachspielzeit Gelb-Rot sah, hatte allerdings keine Auswirkungen mehr auf den Spielausgang.

Von einem schiedlich, friedlichen Unentschieden konnte am Ende also nicht die Rede sein. Dafür aber von einem unterhaltsamen Derby, in dem trotz reichlich Nässe von oben kein Team nassgemacht worden war.

Tore: 0:1 Gerdes (14.), 1:1 Jabateh (38.).

BVE: Bosilca - Wagner (90. Kolgega), Buzi, P. Ihnken, Schaubert - Bojang, Niemeyer - Rostowski (81. Buzynnikov), O. Ihnken, Muresan (63. Al Awie)- Jabateh.

SVB: Puncak - H. gr. Macke (34. Bröring), Stoimenou, Wichmann - Niemeyer (87. Liegmann), T. gr. Macke, Bramscher, Bürkle, Gerdes (84. Thale), von dem Brinke, Dosti.

Schiedsrichter: Mulder (Rhauderfehn).

Steffen Szepanski Lokalsport / Redaktion Münsterland
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