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NWZonline.de Region Cloppenburg Lokalsport

Fußball: Ex-Stargast macht nächsten großen Schritt

07.04.2020

Essen Er sitzt auf dem heißesten Stuhl der Fußball-Bundesliga und das wahrscheinlich bis mindestens Sommer 2023. Aber mit Hitze kommt Hans-Dieter „Hansi“ Flick, neuerdings mit einem langfristigen Vertrag ausgestatteter Trainer Bayern Münchens, ja bestens klar. Das können vor allem viele Jugendliche aus dem Oldenburger Münsterland bestätigen. Erlebten sie Flick doch im Juli 2015 hautnah als Stargast beim 17. OM-Cup in Essen. Bei dem Fußballturnier mit 1164 Kindern hatte Flick trotz schweißtreibender Temperaturen einen sympathischen Eindruck hinterlassen.

Ein Jahr, nachdem der gebürtige Heidelberger als Assistent Joachim Löws mit der deutschen Nationalmannschaft Weltmeister in Brasilien geworden war, bestach Flick mit seiner ruhigen, bescheidenen Art und großem Interesse an der Veranstaltung. Für Schmunzeln sorgte er mit der Bemerkung, dass es in Brasilien 2014 nur an einem Tag so heiß gewesen sei wie während der Eröffnungsfeier des Oldenburger Münsterland-Cups für E-Junioren.

Dennoch hatte sich Flick für seinen Samstag im Landkreis Cloppenburg einiges vorgenommen. So war er gemeinsam mit dem damaligen DFB-Vizepräsidenten Eugen Gehlenborg zunächst in Garrel gewesen. Dort hatte er sich über die neue Jugend-Fußballschule der Gemeinde informiert.

Damals noch DFB-Sportdirektor, zeigte sich Flick von der Idee einer gemeinsamen Fußballschule der Vereine in Garrel sowie von der Garreler Sportanlage angetan. „Ich bin ein Freund davon, dass sich Mädchen und Jungen so lange wie möglich in ihrem sozialen Umfeld bewegen – wenn die Qualität der Ausbildung stimmt.“ Und die solle möglichst schon bei den F-Junioren stimmen. Die Kinder bräuchten bereits in jungen Jahren qualifizierte Trainer. Es dürfe also nicht so sein, dass man sich drei Wochen Urlaub nehmen müsse, um die Lizenzen zu machen.

In Essen zeigte Flick dann, was den Bayern-Bossen an ihm besonders gefallen dürfte: Großen Ehrgeiz und eine kritische Einstellung den eigenen Teams gegenüber. So hatte ihm der Auftritt der U-21 Deutschlands bei der Europameisterschaft in Tschechien überhaupt nicht gefallen. Das Nachwuchsteam war im Halbfinale mit 0:5 an Portugal gescheitert. „Wir sind schlecht ins Turnier gestartet und haben nie zu unserer Leistungsstärke gefunden“, kritisierte Flick. Keine Frage, wem ein Platz unter den besten vier Teams Europas nicht reicht, der dürfte gut zum Anspruchsdenken des FC Bayern passen.

Vor allem, wenn jemand wie Flick auch hohe Ansprüche an sich selbst hat. So sprach er in Essen von seinen vielen Reisen. „Schließlich möchte ich alle Talente kennen, und wir wollen jeden Spieler perfekt ausbilden.“

Ein Beispiel, wie es nicht laufen soll, gab der damalige Sportdirektor mit Blick auf die Probleme in England: „Ich habe vor Kurzem mit einem englischen Trainer gesprochen. Der hat gesagt, dass sie unzählige tolle Jugendspieler haben, die aber nie oben ankommen, weil die Liga von den ganzen Stars besetzt ist. Aber gerade in der Zeit zwischen 18 und 20 Jahren, wenn die Spieler vom Jugend- in den Erwachsenen-Bereich wechseln, brauchen sie unbedingt Spielpraxis.“

Und die gibt Flick bei Bayern zum Beispiel Alphonso Davies (19) und Joshua Zirkzee (18). Der 55-Jährige lässt seinen Worten Taten folgen und hat offensichtlich ein Konzept, das den Bayern gefällt. Er könnte durchaus eine neue Ära bei den Münchnern prägen. Aber das bleibt abzuwarten. Eines ist jedoch jetzt schon klar: Der Mann hat einen Plan und den nötigen Sachverstand. Mit Flickschusterei ist bei Flick nicht zu rechnen . . .

Steffen Szepanski Lokalsport / Redaktion Münsterland
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