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Fußball-Historie: Hennes ködert Sportskanone Nordmann

18.04.2020

Essen Den BV Essen gibt es bereits seit über einhundert Jahren. In diesem Zeitraum brachte die Fußball-Talentschmiede des Clubs immer mal wieder das eine oder andere Ausnahmetalent hervor.

Einer von diesen Ausnahmekönnern war Berthold Nordmann, der nach 1945 richtig durchstartete. Anfangs spielte er noch im BVE-Dress die Gegner reihenweise schwindelig. Nordmann war schon in der Jugend eine Sportskanone. Wenn er nicht gerade am Bolzen war, machte er mit seinem besten Kumpel aus Bartmannsholte ausgediente Radtouren durch den Südkreis. Nach dem Krieg verschlug es Nordmann zum Studium nach Bonn. Nebenbei spielte er in der Uni-Auswahl Fußball. Mit großem Erfolg. Nordmann gewann mit seinem Team dreimal hintereinander die Fußball-Hochschulmeisterschaft.

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Dies weckte Begehrlichkeiten, und nach einem Spiel mit seinem Team sprachen ihn zwei Herren an. Der eine war Franz Kremer, damals Präsident des 1. FC Kölns, und der andere war Hennes Weisweiler, seinerzeit Spielertrainer bei den „Geißböcken“. Kremer und Weisweiler wollten Nordmann einen Wechsel nach Köln schmackhaft machen. Der drahtige Stürmer ließ sich auch nicht lange bitten und sagte zu. Ab der Saison 1950/51 spielte Nordmann für die Kölner in der legendären Oberliga West.

Bis 1958 spielte er für die Kölner. Mit dem Team erreichte er 1954 sogar das Finale im DFB-Pokal, welches jedoch gegen den VfB Stuttgart verloren ging. Nordmann war Stammspieler, aber der Sprung in die A-Nationalmannschaft blieb ihm verwehrt. Sein bestes Spiel machte er im März 1951 als er vor 60 000 Zuschauern gegen den FC Schalke 04 zwei Tore erzielte. Seinerzeit waren auch seine Eltern und seine Schwester im Stadion gewesen. Sie erlebten einen Nordmann, der eine bärenstarke Begegnung hingelegt hatte.

Mit Tore schießen kannte sich auch Otto Neteler bestens aus. Er war der Goalgetter des BVE in den 50er- und 60er-Jahren. In der Saison 1954/55 markierte er in 28 Partien satte 70 Treffer für den BV Essen. Neteler wechselte zum Studium nach Köln, spielte unter Trainer Hennes Weisweiler in der Unimannschaft. Dieser nahm ihn gleich zu den Amateuren mit. Zwischenzeitlich half er auch zweimal in der ersten Mannschaft des 1. FC Köln aus. Die Kölner boten ihm einen Vertrag an. Aber Neteler lehnte ab, weil er sein Studium aus familiären Gründen wieder abbrechen musste. Er machte in Meppen eine kaufmännische Lehre und kehrte dann nach Essen in den elterlichen Betrieb zurück.

Im Jahr 1959 kehrte er nach Köln zurück und nahm sein Studium wieder auf. Zudem nahm er wieder Kontakt zum 1. FC Köln auf. Den Kölnern war der Torjäger aus Essen/Oldenburg immer noch ein Begriff gewesen. Sie boten ihm deswegen auch gleich einen Zwei-Jahres-Vertrag an. Neteler sagte zu und kämpfte wie ein Löwe um den Anschluss an die Stammelf.

Der Fleiß wurde belohnt, zudem hatte er Glück. Helmut „Boss“ Rahn wechselte im Sommer 1960 zum SC Enschede. Da auch Franz Brungs den 1. FC Köln verließ, wurde die Personaldecke in Sachen Offensivkräfte langsam dünn bei den Kölnern.

Neteler debütierte in der Saison 1960/61 in der erstklassigen Oberliga West. Sein Einstand verlief traumhaft. In den ersten fünf Partien gelangen ihm vier Tore. Doch im weiteren Saisonverlauf ereilte ihn das Verletzungspech. Zuerst musste er am Blinddarm operiert werden, ehe ein Leistenbruch für das Saisonende sorgte.

Reinhold Dykgers

In der ersten Liga war Reinhold Dykgers nie unterwegs. Aber der Linksaußen sollte dennoch ganz groß herauskommen. Im Jahr 1952 schaffte er mit dem Cronenberger SC den Sprung ins Endspiel um die Deutsche Amateurmeisterschaft. Ein Riesenerfolg für Dykgers, der die Essener Heimat verließ, weil es für ihn nach so unmittelbar nach dem Krieg keine Arbeit gab. Er zog deshalb 1950 nach Nordrhein-Westfalen. Dort erhielt er eine Anstellung im kaufmännischen Bereich.

Zudem ging er für den SC Cronenberg auf Torejagd. Mit Erfolg. Vor 80 000 Zuschauern spielte Dykgers mit dem SC Cronenberg gegen den VfR Schwenningen in Ludwigshafen um die Deutsche Amateurmeisterschaft. Die Schwenninger waren aber klar besser und gewannen 5:2. Dennoch war es für Dykgers ein prägendes Erlebnis. Zumal er an jenem Tag auch den damaligen Bundestrainer Josef „Sepp“ Herberger kennenlernen durfte.

Die Prämie für das Erreichen des Endspiels hatte Dykgers im NWZ-Gespräch vom Juli 2006 nicht verraten. „Nur so viel, dafür hätte man sich damals eine Menge Anzüge kaufen können“, sagte er.

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