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NWZonline.de Region Cloppenburg Lokalsport

Kleiner Club hofft auf Zugänge

06.12.2018

Friesoythe /Gehlenberg In den 1980er- und 1990er-Jahren war der Tennissport für viele Vereine ein Selbstläufer gewesen. Idole wie Steffi Graf, Boris Becker oder Michael Stich eilten von Erfolg zu Erfolg und hatten eine große Strahlkraft auf den Amateur- und Jugendbereich. Doch mit dem Karriereende des Trios verschwand Tennis mehr und mehr aus der öffentlichen Wahrnehmung.

„Ich spiele schon mein ganzes Leben Tennis in Gehlenberg. Wir sind ein Dorfverein, und die Beiträge sind auch nicht hoch – unelitärer geht’s kaum“, sagt der 2. Vorsitzende des Tennisclubs (TC) Gehlenberg und lacht. „Tatsächlich ging der Tennis-Boom nach den 90er-Jahren zurück“, führt Meemken aus. Allerdings hätten damals nicht sämtliche Tennisspieler aufgehört zu spielen, es fehlte schlicht an Nachwuchs: „In den vergangenen 20 Jahren war es echt schwer, etwas aufrechtzuerhalten. Es kamen einfach keine Neuen nach.“

Derzeit hat der Gehlenberger Club eine Männer- und zwei Jugendmannschaften. „Im Sommer spielen hier 20 bis 25 Jugendliche“, erzählt Vorstandsmitglied Meemken. Für die Jugendarbeit beschäftigt der kleine Club einen ehrenamtlichen Trainer. Auch etwa acht Frauen – lange hatte es keine weibliche Trainingsbeteiligung gegeben – üben regelmäßig in Gehlenberg. „Es ist noch Luft nach oben, aber es geht aufwärts“, bezieht sich Meemken auf die Auslastung der Tennisanlage. Daher hofft der Club, dass sich neue Mitglieder finden, damit die drei Tennisfelder konstant besetzt werden können.

Im Winter pausieren die meisten Gehlenberger Tennisspieler. Deswegen ist Rolf Meemken nicht nur Mitglied in Gehlenberg, sondern spielt auch in der Ü-40-Mannschaft des Tennisvereins (TV) Friesoythe. Die Friesoyther haben auf ihrem Gelände am Großen Kamp West eine für die kalte Jahreszeit perfekte Tennishalle. Dort kann in den Wintermonaten auf drei Plätzen gespielt werden. Über Nachwuchssorgen klagt man in Friesoythe nicht mehr. Knapp 150 Mitglieder zählt der TV derzeit. Vor etwa zwei Jahren gab es im Verein keine Kinder und Jugendlichen. Heute zählen zu den Friesoythern über 50 Mädchen und Jungen.

Doch wie kam es zu dieser Entwicklung, wo doch viele Vereine rückläufige Zahlen im Nachwuchsbereich beklagen? „Das liegt an der guten Einstellung der Trainer“, erklärt Jugendwart Murat Özer. „Wir hatten auch Aktionen in den Sommerferien. Das spricht sich schnell herum.“ Zuvor trainierten zwei Gruppen regelmäßig auf dem TVF-Gelände, nun findet fast täglich Kinder- und Jugendtraining in der Halle oder auf den vier Freiplätzen statt. Insgesamt nehmen neben einer Ü-30- sowie einer Ü-40-Mannschaft fünf Jugendteams am Punktspielbetrieb teil.

Meemken bestätigt Friesoythe, großes Potenzial zu haben. Er sei gespannt, wie es weitergeht. Selbst rät Meemken jedem, sich im Tennis auszuprobieren: „Es ist ein super Sport – bis ins hohe Alter.“

Niklas Grönitz
Volontär, 1. Ausbildungsjahr
NWZ-Redaktion
Tel:
0441 9988 2003

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