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HANDBALL: Friesoythe siegt mit Tempo und Glück

22.11.2005

KREIS CLOPPENBURG Nach dem 17:11 zur Pause wechselte Friesoythes Trainer Günter Witte munter durch. In der Frauen-Bezirksliga verlor der TV Cloppenburg II beim Schlusslicht Hatten-Sandkrug.

Von Katrin Bendel KREIS CLOPPENBURG - Handball-Landesligist HSG Friesoythe hat gegen die TSG Burg-Gretesch beinahe einen komfortablen Vorsprung verspielt – am Ende hieß es „nur“ 31:28. Für den SV Cappeln gab es in der Bezirksliga bei der HSG Delmenhorst II erneut nichts zu holen.

Männer, Landesliga: HSG Friesoythe - TSG Burg-Gretesch 31:28 (17:11). In der ersten Halbzeit setzten die Friesoyther das um, was sie sich vorgenommen hatten: Sie spielten Tempohandball und nutzten ihre Chancen. So zogen sie rasch auf 10:3 davon und hielten bis zur Halbzeit mindestens einen Fünf-Tore-Vorsprung. So bot sich nach dem 17:11-Pausenstand in der zweiten Hälfte HSG-Trainer Günter Witte die Möglichkeit „wild durchzuwechseln“ – wie er es selbst nannte. Alle 13 Friesoyther sollten ihre Spielanteile bekommen, was jedoch einen gewissen Bruch ins HSG-Spiel brachte. „Jeder hat eigensinnig seine Chance gesucht, anstatt diszipliniert weiterzuspielen“, kritisierte der Coach. Symptomatisch sei gewesen, dass Christian Tschapke in der 58. Minute sein erstes – und einziges – Tor warf. Zuvor hatte er acht bis zehn Chancen verworfen, „die eigentlich keine waren“, so Witte. Doch neben der ausgezeichneten Leistung von Torhüter Hendrik Germann half den

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Friesoythern in einigen Phasen auch das Glück. So traf der gegnerische Torhüter bei einem Direktversuch nur den Pfosten, nachdem Germann seinen Kasten verlassen hatte, um einen erwarteten langen Pass abzufangen. So wurde es über 25:21 und 28:24 zwar noch etwas knapper, aber beim 30:25 war das Spiel im Grunde entschieden, und die Gastgeber gestatteten Burg-Gretesch noch ein wenig Ergebniskosmetik. „Mir mehr Disziplin hätten wir mit zehn Toren Unterschied gewinnen können“, sagte Witte, der aber dennoch zufrieden war. Schließlich fährt seine Mannschaft nun mit satten 10:2 Punkten zum Spitzenreiter HSG Grönegau-Melle (4. Dezember).

HSG Friesoythe: Hendrik Germann, Bernd KnelangenPhilipp Block (4), Jörg Albers (8), Marian Schlüter (3), Holger Bickschlag, Stefan Stratmann (4), Marcel Tuchscherer, Danny Paepke (2), Heiner Robbers (6), Jörn Weinobst (2), Joachim Woidke (1), Christian Tschapke (1).

Spielverlauf: 4:0, 8:2, 17:11 – 19:12, 22:14, 25:20, 31:28.

Männer, Bezirksliga: HSG Delmenhorst II - SV Cappeln 37:26 (19:12). Nach zehn ausgeglichenen Minuten setzte sich Delmenhorst auf 10:5 ab. Begünstigt wurde dies durch mehrere, aus Sicht von Cappelns Spielertrainer Thorsten Reichenbach zweifelhafte Zwei-Minuten-Strafen gegen die Gäste. Wieder vollzählig, kämpfte sich Cappeln auf 9:11 heran. Doch dann verhalfen ab der 22. Minute Konzentrationsschwächen in der SVC-Defensive den Delmenhorstern zu leichten Toren. So führten die Hausherren zur Pause mit 19:12.

Die Cappelner kamen zwar hochmotiviert aus der Kabine, warfen aber ab der 40. Minute ihr Konzept über den Haufen. „Keine Bewegung im Angriff, keine aggressive Abwehr“, kritisierte Reichenbach. Dessen Mannschaft wurde nun von der HSG-Reserve geradezu überrannt und lag ruck zuck mit zehn Toren zurück (18:28). Das Spiel plätscherte nun so vor sich hin, bis nach 60 Minuten ein klares 37:26 für Delmenhorst zu Buche stand.

„Es macht sich bei uns bemerkbar, dass einige Spieler verletzt sind und mehrere nicht trainieren“, analysierte Reichenbach. Sollte sich das nicht ändern, werde es sehr schwer, den Anschluss an die vor Cappeln stehenden Vereine herzustellen.

SV Cappeln: Reinhard Lanfermann, Axel WeißenbacherDennis Loschen (8), Frank Plevka (7), Michael Lübbe (4/3), Hartwig Hannöver (2), Jan Olliges (2), Matthias Grote (1), Sven Barth (1), Thorsten Reichenbach (1), Olaf Ammerich, Markus Beckermann.

Spielverlauf: 2:2, 5:4, 10:5, 11:9, 19:12 – 28:18, 37:26.

Frauen, Bezirksliga: TSG Hatten-Sandkrug – TV Cloppenburg II 22:13 (15:9). Viel zu nervös ging die Cloppenburger Reserve in das Spiel beim bis dahin punktlosen Tabellenletzten. Mit gleich sechs technischen Fehlern luden die Gäste die TSG-Frauen zu Kontern ein. Bereits nach fünf Minuten führten die Gastgeberinnen mit 6:0. „Wir haben wieder einmal vorne zu viele hundertprozentige Chancen vergeben“, ärgerte sich TVC-Trainerin Heike Gerst, die zahlreiche Ausfälle zu beklagen hatte.

TV Cloppenburg II: Andrea OstermannAndrea Tegeler (3), Martina Kathmann (3), Sylvia Fredeweß (3), Marion Ammerich, Anna Lena Borgerding (1), Hannah Kannen (2), Lena Blömer (1), Sarah Wulfers, Anne Pohlmann, Katrin Backhaus, Diana Reckmeyer.

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