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NWZonline.de Region Cloppenburg Lokalsport

Statt Favoritenrolle gibt’s jugendlichen Elan

06.09.2019

Garrel So manch gegnerischer Trainer wird den Umstand wahrscheinlich nutzen, um den Druck von der eigenen Mannschaft zu nehmen. „Schaut her“, dürfte der ein oder andere Coach sagen, „da kommt der Drittliga-Absteiger, der ist natürlich Favorit.“ Doch da der Titel Ex-Drittligist den Garreler Handballerinnen keine Extra-Punkte in der Oberliga einbringt und beim BVG kaum noch Spielerinnen der vorherigen Saison dabei sind, nimmt Trainerin Renee Verschuren die Favoritenrolle erst gar nicht an. „Wir sind eine ganz neue Mannschaft, in der jede Spielerin noch ihre eigene Rolle finden muss“, sagt die Niederländerin. „Da ist man sicher nicht Favorit.“ Sich ein Ziel zu setzen, sei sowieso schwierig, weil sie die Oberliga noch nicht besonders gut kenne. Aber irgendeine Rolle muss der BVG ja spielen: „Wir wollen eine gute Rolle spielen“, macht sich Verschuren selbst und der Mannschaft keinen Druck.

Der Kader

Der BV Garrel 2019/20 Torhüterinnen: Stefanie Jandt, Tabea Ribbe, Julia Thoben-Göken. Außen: Lia Rühling, Lara Meyer, Isabel Gerken, Antonia Brinkmann. Rückraum: Sarah Weiland, Johanne Fette, Melanie Fragge, Sophie Solomachin, Lisa Noack. Kreis: Ann-Kathrin Frangen, Lotta Stolle. Abgänge: Lena Faske (HSG Hude/Falkenburg), Leonie Schulte (Werder Bremen II), Lena Lötgering (FC Schüttorf), Steffi Aumann (TV Dinklage), Merle Osterthun (SG Friedrichsfehn/Petersfehn), Charlotte Meyer (Handballpause) Neuzugänge: Ann-Kathrin Frangen (Wilhelmshavener SSV), Sophie Solomachin, Lotta Stolle, Isabel Gerken, Lara Meyer (alle eigene Jugend), Antonia Brinkmann (TSG Hatten-Sandkrug), Tabea Ribbe (TV Dinklage).

Trainerin: Renee Verschuren. Co-Trainer: Peter Wendeln. Torwarttrainer: Christoph Schönrock. Physiotherapeut: Johannes Weidemeyer.

Besser als die Favoritenrolle würde zum BV Garrel in dieser Saison sicher die Rolle der jugendlichen Heldin passen. Kommen doch vier der sieben Neuzugänge aus der eigenen Jugend. Wie die jugendliche Heldin im Roman müssen die jungen Spielerinnen noch einiges lernen, sie bringen aber ein großes Potenzial mit. Sind Sophie Solomachin, Lotta Stolle, Isabel Gerken und Lara Meyer doch mit dem A-Juniorenteam haarscharf an einem Platz in der Jugend-Bundesliga vorbeigerauscht. Das gilt zum Beispiel auch für Lisa Noack und Torhüterin Tabea Ribbe, die trotz ihres jugendlichen Alters schon einiges an Erfahrung im Erwachsenen-Bereich gesammelt haben.

Wie sich das verträgt, gleichzeitig Erfahrung und Punkte sammeln zu müssen, werden die Garrelerinnen ab diesem Samstag zeigen. Um 19 Uhr treten sie beim Aufsteiger VfL Horneburg an, der sicher gerne darauf hinweisen wird, dass er vor Kurzem noch zwei Ligen unter dem BVG gespielt hat. Allerdings ist der VfL durch die Landesliga Bremen marschiert. 19 Siege bei zwei Unentschieden und lediglich einer Niederlage sprechen für die Dominanz des Teams. Jedoch steht zu Saisonbeginn wohl keine der drei Torhüterinnen der Landesliga-Meistermannschaft zur Verfügung. „Dennoch wird der Gegner richtig heiß darauf sein, dem Drittliga-Absteiger eine Niederlage beizubringen“, vermutet Verschuren.

„Für unsere jungen Spielerinnen gilt nun, sich schnell an die Abwehrarbeit im Erwachsenenbereich zu gewöhnen. Das ist schon ein anderer Kraftaufwand“, sagt die BVG-Trainerin, die weiter auf Torjägerin Sarah Weiland (Kreuzbandriss) verzichten muss.

Mut für die Saison macht ihr, dass die Vorbereitung gut verlaufen ist. „Alle Mädels haben toll mitgezogen und wollen weiter an sich arbeiten. Aber vieles ist halt keine Frage des Könnens oder Nicht-Könnens, sondern der Erfahrung.“

Bleibt also die Frage, wie schnell die Garrelerinnen dazulernen können. Vielleicht gehen sie ja früh zum Lehren über – also, den einen oder anderen Gegner das Fürchten. So eine jugendliche Heldin überrascht gerne mal positiv. Und wenn sie dann am Ende nur eine Nebenrolle im Meisterschaftsrennen spielen sollte, wäre dies auch kein Beinbruch. Schließlich gehört den jungen und talentierten Teams die Zukunft – es werden schließlich noch viele Hauptrollen in zukünftigen Titelrennen vergeben . . .

Steffen Szepanski Lokalsport / Redaktion Münsterland
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