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NWZonline.de Region Cloppenburg Lokalsport

Solingen für BVG eine Nummer zu groß

10.12.2018

Garrel Als eine Nummer zu groß erwies sich am Samstag der HSV Solingen-Gräfrath für die Drittliga-Handballerinnen des BV Garrel: Der Aufsteiger unterlag dem Spitzenteam mit 19:26 (7:12), wusste aber mit einer ansprechenden Leistung zu überzeugen. Denn anders als von vielen erwartet, wurde es kein einseitiges Handballspiel.

Vor gut 300 Zuschauern gingen die favorisierten Gäste aus der rheinländischen Klingenstadt zwar früh mit 2:0 in Führung, sahen sich aber fortan einer leidenschaftlich spielenden und sich aufopfernden Garreler Mannschaft gegenüber. Garrel gelang es sogar, das Spiel auf 4:2 zu drehen (7.) und diesen Vorsprung von zwei Toren zunächst zu halten.

Solingen wirkte überrascht ob der kämpferischen Einstellung der Gastgeberinnen und ließ sich phasenweise zu einfachen und mitunter haarsträubenden Fehlern im Spiel hinreißen. Erst zur Mitte der ersten Hälfte zeigte der HSV seine individuelle Klasse und ließ ein ums andere Mal sein Können aufblitzen.

Schnelle Tempogegenstöße, eine energische Zweikampfführung und ein schnörkelloses Handballspiel ließen Solingen wieder mit 7:6 in Führung gehen (15.) und schließlich erstmals leicht davonziehen.

Doch Garrel war keineswegs chancenlos: Auch der Aufsteiger um Spielertrainerin Renee Verschuren kam zu zahlreichen Abschlüssen. Doch anders als bei Solingen fanden die BVG-Versuche oftmals nicht den Weg ins Tor. Ein 7:11 stand gut drei Minuten vor der Pause auf der Anzeigentafel, die Schlussphase der ersten Halbzeit war geprägt von vielen Spielunterbrechungen und mitunter nicht nachzuvollziehenden Entscheidungen des Schiedsrichtergespanns.

Das warf auch bei Garrels Co-Trainer Jonas Kettmann einige Fragen auf: Kettmann kassierte wegen Reklamierens eine Verwarnung und suchte in der Halbzeit das Gespräch mit den beiden Unparteiischen. Solingen legte noch vor der Pause nach und ging beim Stand von 12:7 für den Gast mit einer komfortablen Führung in die Halbzeit.

Das Spitzenteam aus dem Rheinland war es auch, welches den zweiten Durchgang zunächst dominierte. Früh erhöhten die Gäste weiter, und es schien, als sei die Garreler Gegenwehr gebrochen. Doch dem war nicht so: Zwar brauchte der BVG einige Minuten, um zurück ins Spiel zu finden und mit den eigenen Abschlüssen erfolgreich zu sein, Garrel zeigte aber auch im zweiten Durchgang leidenschaftlichen Handball und hielt nach Kräften dagegen.

Das merkten auch die Fans: Die Stimmung in der Halle war abermals gut. Mit der Unterstützung im Rücken ließ der BVG seinen Gegner nicht davonziehen und zündete phasenweise selbst den Turbo. In der 40. Minute vereitelte BVG-Torfrau Stefanie Jandt einen Versuch von Vanessa Brandt und spielte gedankenschnell einen Pass in die Spitze. Dort lauerte Lisa Noack und vollendete zum 11:16.

Augenblicke später rollte der „BVG-Express“ erneut gen Solinger Tor, diesmal traf Leonie Schulte und verkürzte auf 12:16. Solingens Trainerin Kerstin Reckenthäler nahm sichtlich angesäuert die Auszeit und versuchte, ihre Spielerinnen wieder auf Kurs zu bringen. Zunächst ohne Erfolg. Garrel verkürzte weiter, kam durch die mit sechs Toren beste BVG-Schützin Lisa Noack auf 13:16 heran. Erst nach gut 50 Minuten sahen die Zuschauer eine allmählich davonziehende HSV-Mannschaft. Vanessa Brandt, mit neun Toren beste Werferin der Gäste, traf zum 20:15 und sorgte damit für eine Vorentscheidung.

Denn auch wenn der BVG weiter kämpferisch und spielerisch alles in die Waagschale legte, sah man nun mehr und mehr einen Kräfte-Unterschied. Nach dem Treffer von Melanie Fragge zum 17:20 schien Garrel zwar erneut herankommen zu können, wurde aber in der Schlussphase mit konsequenten Tempogegenstößen der Gäste geschlagen.

„Es war, trotz der Niederlage, ein gutes Spiel von uns. Wir sind als Underdog ins Spiel gegangen und hatten nichts zu verlieren. Wir wollten Spaß haben, Renee nahm in der Pause jeden Druck von uns, stellte das Ergebnis in den Hintergrund. Solingen hat einen tollen Handball gespielt, da macht es einfach Spaß zu spielen. Wir können zufrieden mit uns sein und gehen mit einem guten Gefühl in die abendliche Weihnachtsfeier“, so Garrels Merle Osterthun nach Schlusspfiff.

Auch Spielertrainerin Renee Verschuren attestierte ihrer Mannschaft eine gute Leistung: „Solingen war besser als wir. Das müssen wir anerkennen. Aber dennoch haben wir ein gutes Spiel gemacht, uns nie aufgegeben und ein positives Gefühl im Team erzeugt. Wir haben gezeigt, dass wir durchaus mithalten können. Wir haben einiges probiert und nehmen aus dem Spiel wichtige Erkenntnisse und Erfahrungen mit. Wenn man etwas Negatives finden möchte, dann wird man unsere mangelnde Chancenverwertung nennen. Aber das ist für mich im Moment nicht so wichtig. Wichtiger ist es, das positive Gefühl mit in die letzten beiden Spiele zu nehmen und die Ausfälle von Sarah Weiland und den anderen zu kompensieren.“

Zur Personalie Sarah Weiland ergänzte Verschuren: „Sarahs Ausfall wiegt natürlich schwer. Sie fehlt uns. Sarah ist bereits gestern operiert worden, und wir wünschen ihr und uns eine gute und schnelle Genesung.“

BV Garrel: Jandt, Aumann, Thoben-Göken - Noack (6), Fragge (4/2), Verschuren, Lötgering (1), Rühling (2), L. Meyer (1), Fette, Osterthun (1), Schulte (3), C. Meyer (1).

Spielverlauf: 6:7, 7:12, 15:18, 19:26.

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