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NWZonline.de Region Cloppenburg Lokalsport

Zwölf Stunden Schinderei beim Ironman in Hamburg

31.07.2019

Hamburg /Garrel 3,8 Kilometer Schwimmen, 183 Kilometer Radfahren und schließlich einen Marathon (42,195 Kilometer) laufen, also insgesamt 229 Kilometer: Der Ironman, die Königsdisziplin im Triathlon, ist nur etwas für die Härtesten der Harten. Dazu zählt seit Sonntag auch der Garreler Nils Meiners. Der 27-Jährige startete beim Ironman in Hamburg und überquerte nach 12:17:24 Stunden die Ziellinie.

„Ankommen und falls möglich unter 13 Stunden bleiben“ – das war sein Ziel, erzählt Nils Meiners zwei Tage später. Die Beine funktionieren schon wieder ganz gut, schon am Montag reichte es zu einem Spaziergang. „Das hätte ich mir schlimmer vorgestellt“, sagt Nils Meiners und lacht. Zwölf Stunden voller Höhen und Tiefen, zwölf Stunden, in denen eine ein Jahr währende Vorbereitung kumuliert. Triathlon betreibt der Garreler, der als Maler- und Lackierermeister in Garrel selbstständig ist, erst seit etwa einem Jahr.

Ausgleich zum Beruf

Eigentlich kommt der Athlet, der beim BV Garrel und bei den Trifreaks in Friesoythe trainiert, vom Laufen. Marathons hat er Frankfurt oder vor einigen Wochen in Löningen – zur Vorbereitung – absolviert. Triathlon-Luft hat er häufiger geschnuppert, bald kam der Gedanke an diese „unvorstellbare Distanz“, diesen großen Kraftakt über die Ironman-Distanz. „Ich glaube, ich bin sehr zielstrebig“, charakterisiert sich Nils Meiners. Ein Charakterzug, der sich im Laufe der Vorbereitung auszahlen sollte.

Er sieht den Sport auch als Ausgleich zu seinem Beruf, betont aber: Ohne die Unterstützung seiner Mitarbeiter hätte er die Zeit für das Training nicht aufbringen können. Vor allem das Radfahren sei zeitintensiv gewesen. Acht bis elf Stunden Training in der Woche standen in den letzten Monaten vor dem Wettkampf auf dem Programm – nach einem Trainingsplan zwar, aber zwischendurch forderte das Leben neben dem Sport Improvisationen.

Die Laufeinheiten fielen gerade in den vergangenen Wochen deutlich kürzer aus zugunsten von Einheiten im Freibad oder auf dem Rennrad. Auch die Ernährung spielte in der Vorbereitung eine große Rolle. Alkohol? „Nie mehr als drei Bier, außer zu ganz besonderen Anlässen“, ist die Maxime des Athleten.

Stimmung super

Die Anspannung vor dem Start stieg bei dem Garreler bereits mit der Anreise am Freitag. Das Schwimmen in der Außenalster, das im vergangenen Jahr wegen des Blaualgen-Befalls ausfallen musste, konnte in diesem Jahr wie gewohnt gestartet werden – zur Freude der Athleten wie auch der Zuschauer. Davon gab es reichlich entlang der Strecke: „Die Stimmung war wirklich super“, sagt Nils Meiners, der auch von seiner in Hamburg lebenden Freundin sowie Mitgliedern der Trifreaks aus Friesoythe unterstützt wurde.

Letztere konnten im Vorfeld mit Tipps für das Schwimmen wertvolle Unterstützung leisten, berichtet Nils Meiners. Diese erste Disziplin klappte gut, schwieriger wurde es auf der Rad-Strecke: Zusätzlich zu dem eh technisch sehr anspruchsvollen Rundkursus, der zweimal teils auch über Kopfsteinpflaster führte, hatte Nils Meiners körperlich zu kämpfen: „Bei Kilometer 120/125 bekam ich Magenkrämpfe.“ Abhilfe brachte ein Mineralpack, das er sich noch tags zuvor in der Apotheke besorgt hatte.

Wenn ich die ersten 20 Kilometer gut durchhalte, klappt es auch mit dem Rest: Davon war der Garreler vor dem Wechsel auf die Marathon-Strecke – ebenfalls auf einer Rundstrecke – überzeugt. Wichtig: „Nicht zu schnell angehen.“ Und: Nicht an die Gesamtstrecke denken, sondern nur in Etappen. Die Farbbänder, die es alle zehn Kilometer gab, halfen von Abschnitt zu Abschnitt.

Pure Emotion dann im Ziel. „Ich bin auf den Geschmack gekommen“, resümiert Nils Meiners. Wenngleich er überzeugt ist, dass die Teilnahme an einem Ironman so schnell nicht wieder möglich sein werde. Dafür will er bei Volkstriathlons starten.

Eines seiner Jahresziele hat er seit Sonntag erfüllt. Ein weiteres: ein Fallschirmsprung. „Der folgt demnächst“, sagt Nils Meiners und lacht.

Reiner Kramer stv. Redaktionsleitung Friesoythe / Redaktion Münsterland
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