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NWZonline.de Region Cloppenburg Lokalsport

Fußball-Historie: Ins Auto und dann ab nach Cloppenburg

16.06.2015

Cloppenburg /Dunajská Streda In den letzten gut 20 Jahren verpflichtete der BV Cloppenburg immer wieder ausländische Fußballer, die mit Vorschusslorbeeren an die Soeste kamen. Hochkaräter anfangs der 90er-Jahre wie Corneliu Buterchi oder Vidas Savickas konnten aber in Cloppenburg nie auf Dauer in die Kategorie Königstransfer dribbeln.

Im Sommer 1998 gelang den Verantwortlichen aber mit der Verpflichtung des slowakischen Mittelfeldspielers Tibor Zsakovics eine echte Punktlandung. Die Anfrage aus Cloppenburg kam für Zsakovics zum richtigen Zeitpunkt. „Nach zehn Jahren in der ersten slowakischen Liga wollte ich es einfach im Ausland probieren“, erinnert sich Zsakovics. Bei seinem Manager waren über die Jahre hinweg des öfteren Anfragen aus dem Ausland eingetrudelt. Zum Beispiel aus Finnland, Österreich und von den deutschen Clubs Sportfreunde Siegen und Bayer Uerdingen (heute KFC Uerdingen).

Als er das Cloppenburger Angebot erhielt, setzte er sich einen Tag später ins Auto und fuhr gleich los. „Ich habe nicht lange überlegt“, sagt der 46-Jährige. Nach seiner Ankunft absolvierte er noch am selben Vormittag ein Probetraining und lief abends in einem Testspiel auf. Auf Anhieb überzeugte er und hatte nach einer kurzen Verhandlung den Vertrag unterschrieben.

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Mit dem BVC spielte der Mittelfeldakteur in der damals drittklassigen Regionalliga Nord. Auch abseits des Ligaalltages erlebte er denkwürdige Momente. „Das Freundschaftsspiel gegen Borussia Dortmund war ein Höhepunkt. Da haben wir zu Hause vor 5000 Zuschauern gespielt“, erzählt Zsakovics.

Die hohe Qualität der einstigen Cloppenburger Mannschaft lässt ihn noch heute schwärmen: „Mit dem Kader hätten wir auch in der zweiten Bundesliga bestehen können. Aber in den entscheidenden Momenten hat uns das Glück gefehlt“, ist sich Zsakovics sicher.

In Sachen Fitness und Beständigkeit brauchte der einstige Mittelfeldspieler dagegen nie mit dem Glück zu hadern. In seinen Jahren in Cloppenburg verpasste er kein einziges Punktspiel. Erst als der BVC in der Oberliga-Saison 2000/2001 die Qualifikation für die Regionalliga verpasst hatte und sich Zsakovics mit dem Club auf keinen neuen Vertrag einigen konnte, verließ er Deutschland wieder. Auch weil sein Sohn in der Slowakei eingeschult wurde. „Ohne meine Familie wollte ich nicht in Deutschland bleiben“, erzählt Zsakovics, der noch heute Kontakt hält zu seinen ehemaligen BVC-Mitspielern Marco Dehne und Luc Diamesso.

Der Slowake ging zum österreichischen Club SV Oberwart. Oberwart lag näher an seinem slowakischen Wohnort, so dass er pendeln konnte. Zwei Jahre blieb er in Oberwart und war danach noch zwei Spielzeiten für den Landesligisten Andau, ebenfalls Österreich, am Ball.

Zsakovics, der während seiner aktiven Zeit auch einige Einsätze im Europapokal absolviert hatte, ist ein Familienmensch durch und durch. Er lebt mit seiner Frau Agata und dem elfjährigen Sohn Akos in einem Dorf in der Nähe der Stadt Dunajská Streda. Sein zweiter Sohn Tibor absolviert an der bekannten Universität Pressburg ein Studium als Dolmetscher. Selbstverständlich sind Akos und Tibor, genau wie ihr Vater, begeisterte Fußballer.

Zsakovics beschäftigt sich aber nicht nur mit Fußball. Er hat noch eine zweite Leidenschaft. „Ich gehe gerne Angeln“, erzählt Zsakovics, der als Trainer der U-17 von DAC Dunajská Streda unterwegs ist. Darüber hinaus trainiert er noch einen Fünftligisten. Als Trainer zu arbeiten, ist genau sein Ding. Sein großer Wunsch ist es, eines Tages eine Profimannschaft trainieren zu dürfen, wie er der NWZ  verriet. „Das kann in der Slowakei sein, oder im Ausland“, sagt Zsakovics.

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