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Bewohner sollen Fenster und Türen geschlossen halten
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Aktualisiert vor 26 Minuten.

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Bewohner sollen Fenster und Türen geschlossen halten

NWZonline.de Region Cloppenburg Lokalsport

Schepers Abschied macht allen zu schaffen

24.06.2019

Lastrup Ein Kreisschiedsrichtertag ist immer ein Abschluss und ein neuer Anfang. Die Fußball-Unparteiischen schauen auf die zu Ende gehende Saison zurück und planen die anstehende Spielzeit. Diesmal war die Jahreshauptversammlung aber noch stärker vom Gestern und Morgen geprägt: Christian Scheper, seit 15 Jahren Unparteiischer, seit neun Jahren im Kreisschiedsrichterausschuss und seit sechs Jahren Kreislehrwart sowie als Regionalliga-Schiedsrichter ein Aushängeschild des Kreises, nahm Abschied von Freunden, Kollegen und befreundeten Kollegen. Da wurde viel von früher erzählt und doch die Zukunft nicht aus den Augen gelassen. Und wer eine nüchterne Jahreshauptversammlung erwartet hatte, wurde von einer emotionalen Veranstaltung überrascht.

Vorneweg: Der Abschied des 28-jährigen Schepers, der von Emstek, wo er in der Gemeindeverwaltung gearbeitet hat, nach Köln zieht, ist aus einem erfreulichen Grund nötig geworden. Er geht der Liebe wegen. Dennoch fiel ihm und den anderen Schiedsrichtern der Abschied schwer. Und wie sehr ihn seine Mitstreiter schätzen, zeigt allein schon, dass sein anstehender Weggang den Kreisschiedsrichtertag prägte und selbst die angesetzten Wahlen zur Nebensache degradierte.

So gab es von allen Seiten Geschenke und rührende Worte. Vor allem als Christian Meermann aus dem Landkreis Vechta sprach, wurde es emotional. Dankte er Scheper doch für bisher schon mehr als zehn Jahre Freundschaft. Zudem verriet das ehemalige Mitglied im Schiedsrichtergespann Schepers, dass er seinen Freund nach Spielen immer als erstes anruft. Um sich zusammen zu freuen oder gegenseitig zu trösten.

Es folgten weitere Dankesworte an Scheper, etwa vom stellvertretenden NFV-Kreis-Vorsitzenden Manfred Südbeck, vom ehemaligen Kreisschiedsrichterobmann Heinz Prenger und vom Vorsitzenden des Verbandsschiedsrichterausschusses, Bernd Domurat. Der erinnerte an den 24. November 2004, an dem Scheper beim Schiedsrichter-Anwärter-Lehrgang war und an das Jungschiedsrichter-Turnier 2011 in Braunschweig, bei dem er erfuhr, dass er in die Oberliga aufsteigt. Fehlen durfte in der Rückschau auch nicht die Saison 2013/14, in der Scheper in die Regionalliga aufrückte.

In der wird er übrigens weiter unterwegs sein, er wechselt nur von der Nord- in die Weststaffel. Dass er trotz des Wechsels so hoch weitermachen darf, ist nicht selbstverständlich. Der gute Ruf des Verwaltungsfachwirtes Scheper, der sich bei allen bedankte und neben Geschenken lange anhaltenden Beifall bekam, ist ihm vorausgeeilt.

Bei den Neuwahlen wurden dann die Vorschläge gewählt, die die Schiedsrichter dem NFV-Kreistag machen, der am Samstag in Essen stattfindet. Der muss die Besetzung des Kreisschiedsrichter-Ausschusses dann noch absegnen, was normalerweise eine Formalität ist. Der im Urlaub weilende Sebastian Möller soll als Kreisschiedsrichterobmann (KSO) weitermachen. Dafür gab es keine Gegenstimme und nur zwei Enthaltungen. Als neuer Kreislehrwart (KSL) wurde Fabian Einhaus vom SV Thüle ebenso einstimmig vorgeschlagen wie Luca Kalvelage (DJK Bunnen) als sein Stellvertreter. Einstimmig wurden auch Josef Laudenbach als Ansetzer und Sebastian Lampe, der den Kreistag moderierte, als Schriftführer und Jungschiedsrichterkoordinator wieder vorgeschlagen.

Lampe verlas zudem den KSO-Bericht, in dem viel Positives stand. Etwa, dass es momentan 254 aktive Schiedsrichter im Kreis Cloppenburg gibt. Zu Beginn der Saison sind es noch 232 gewesen. 47 neue Unparteiische stehen 25 Abgängen gegenüber. Zudem gab es in dieser Saison 6600 Ansetzungen, von denen 1500 Rückgaben neu besetzt werden mussten. Ausfälle kamen kaum vor. Außerdem steigt die Teilnehmerzahl an Lehrabenden mit zuletzt im Durchschnitt 40 Anwesenden an. Und eine Spesenerhöhung (fünf Euro pro Herren-/Damen-Spiel, drei Euro im Jugendbereich) konnte vermeldet werden.

Scheper begrüßte in seinem letzten Bericht als KSL auch wieder Bundesliga-Schiedsrichter Frank Willenborg (SV Gehlenberg) und gab den neuen Kader bekannt (siehe Kasten auf dieser Seite). Er lobte vor allem Benjamin Henke, der als Regionalliga-Assistent nominiert war, und aus beruflichen Gründen ablehnen musste, sowie Aufsteigerin Doris Lamping (SV Bethen).

Unerfreuliches hatte am Schluss Horst Kröning anzusprechen. Der Vorsitzende des Kreissportgerichts, der bisher immer von wenigen Sportgerichtsverfahren in den Landkreisen Cloppenburg und Vechta berichten konnte, sprach diesmal von einer Rekordwelle von Verfahren. Spielabbrüche und körperliche Gewalt seien zu verzeichnen. Das zeigt noch einmal, wie schwer der Job des Unparteiischen oft ist. Kein Wunder also, dass sich unter den Schiedsrichtern, die ähnliche Erfahrungen machen, enge Freundschaften bilden wie im Fall Christian Schepers . . .

Steffen Szepanski Lokalsport / Redaktion Münsterland
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