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NWZonline.de Region Cloppenburg Lokalsport

Mit emotionalen Worten ans Mikrofon

09.09.2015
Frage: Herr Bartels, Sie sind als Fußballkommentator in aller Munde. Wird es auch in Bösel bei „Schlag das Euro-Team“ heiß her gehen?
Bartels: Aber ganz sicher. Jeder Wettkampf ist aufs Neue eine Herausforderung, ob Länderspiel oder das mit enormem Aufwand organisierte Event in Bösel. Als Livereporter muss man immer mit allem rechnen.
Frage: Der Kommentator aus der TV-Show „Schlag den Raab“ ist ja für seine offene Kritik und auch viele Kommentare bekannt. Wie werden Sie die Show begleiten?
Bartels: Ich habe etwas Ähnliches kommentiert im Ersten, nämlich „die Deutschen Meister“ mit Kai Pflaume – das hat echt Spaß gemacht, sich auf die unterschiedlichsten Spiele und Typen einzustellen. Es ist ja selbstverständlich, dass der Kommentator das Ganze nicht immer bierernst begleitet, schließlich sollen ja alle ihren Spaß haben, Teilnehmer und Zuschauer.
Frage: Wem werden Sie die Daumen bei den Wettkämpfen drücken – dem Euro-Team oder dem herausfordernden Verein?
Bartels: Wie gewohnt völlig neutral, das ist jawohl klar. Wir Reporter sind doch der völligen Objektivität verpflichtet.
Frage: Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 gehörten Sie zum Kommentatorenteam der ARD und kommentierten dabei unter anderem das Finale zwischen Deutschland und Argentinien. Sie haben jahrelange Erfahrung im Sportbereich. Worauf kommt es an, um die Leute gerade im Festzelt in Bösel mitzureißen. Wie emotional wird man in der Kabine?
Bartels: Emotionalität ist sehr wichtig, aber sie ist wenig wert ohne Inhalt. Also ist die Basis für einen Kommentar oder eine Moderation, ob im Festzelt oder beim TV, sich vorzubereiten, Dinge im Kopf durchzuspielen, die Protagonisten und Spielvariationen sowie Punktwertungen etc. so gut wie möglich zu kennen. Wenn ich das gemacht habe, schaue ich die Spiele/Wettkämpfe fast wie ein Zuschauer, nur dass ich meine Eindrücke noch in Worte fasse.
Frage: Bei Fußballspielen haben Sie vielleicht schon Routine, doch wie sieht es aus, wenn Sie live vor den Böselern kommentieren und auch gleich eine Resonanz erhalten? Sind Sie nervöser?
Bartels: Das ist für mich nicht neu, auf diversen Bühnen bin ich genauso lange unterwegs, auch schon über 20 Jahre. Das macht mir Spaß, sonst hätte ich mir wirklich einen anderen Job suchen sollen.
Frage: Sie sind schon viel in der Welt herumgereist. Haben Sie Bösel schon gegooglet?
Bartels: Vom meiner Fastnachbarin Marlene Lufen habe ich schon viel, nur Gutes natürlich, über Bösel gehört. Daher weiß ich auch, wo es liegt. Ich bin ja in Melle bei Osnabrück aufgewachsen und habe mit TuRa Melle in ganz Niedersachsen Fußball oder Tennis gespielt (TC Melle) – von Oldenburg über Vechta, Damme, Großefehn, Leer, Emden, Papenburg oder Oythe. Der Menschenschlag ist mir also sehr vertraut.
Frage: Bereiten Sie sich anders auf den Wettkampf vor, als gewöhnlich auf ein TV-Sportereignis?
Bartels: Auf jeden Fall. Weder erhalte ich eine Vorbereitungsmappe, noch werde ich über die Teilnehmer viel im Internet finden. Die Wettbewerbe sind auch nicht unbedingt alltäglich, ein Regelheft gibt es auch nicht. Da ist viel Kreativität im Vorfeld gefragt.
Frage: Man kennt Sie hauptsächlich vom Fußball. Auf welche Wettkämpfe sind Sie in Bösel besonders gespannt?
Bartels: Auf alle, wirklich. Alles hat seinen besonderen Reiz. Falls die Frage gedacht war, um mir Details zu entlocken, so weiß ich sehr wohl, dass die Spiele und der Ablauf top secret sind, und daran hat sich absolut auch der Kommentator zu halten.
Frage: Wie behalten Sie immer die emotionale Stärke und Ihre Nerven vor einem großen Fußballspiel im Griff?
Bartels: Das ist nicht so leicht, in der Tat. Schon gar nicht bei Länderspielen mit der deutschen Mannschaft, erst recht nicht, wenn es um soviel geht, wie beim WM-Finale. Lange schlafen, ausgeruht und hellwach sein, gut gegessen haben und keinen Alkohol – so schafft man sich eine gute Grundlage – so werde ich es auch jetzt in Bösel angehen.
Tanja Henschel
Barßel
Redaktion Münsterland
Tel:
04491 9988 2906

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