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Fußball-Kreisliga: Mit klaren Ansagen zum Klassenerhalt

04.05.2011

RAMSLOH Ramslohs Fußballer spielen eine Saison, die sie auch wohl noch lange nach dem letzten Spieltag beschäftigen wird. Der Absteiger aus der Bezirksliga war angetreten, um in der Kreisliga oben mitzuspielen. Doch heraus kam eine Spielzeit voller Rückschläge, die wohl bis zum Schluss im Zeichen des Abstiegskampfes stehen wird – selbst wenn die Saterländer an diesem Mittwoch, 19 Uhr, das Auswärtsspiel gegen die Reserve Hansa Friesoythes gewinnen sollten.

„Klar, wir hatten uns angesichts des Potenzials, das in unserer Mannschaft steckt, ganz andere Ziele gesetzt“, sagt Ramslohs Torwart Michael Kramer. Doch viele hätten die Situation nach dem Abstieg unterschätzt. „Manche haben gedacht, dass die Saison ein Selbstläufer wird.“ Doch in der Kreisliga komme man mit Hacke, Spitze eins, zwei, drei nun einmal nicht weiter, sagt Kramer.

Anfang November vergangenen Jahres trennten sich die Saterländer von Trainer Uwe Töllner, der nach Kramers Worten nicht viel falsch gemacht habe. Nur die Ergebnisse hätten nicht gestimmt. Damals hatten die Ramsloher noch die Hoffnung gehabt, mit dem Interimstrainerduo Peter Thoben/Thomas Claaßen Tuchfühlung zur Spitze halten zu können.

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Doch es lief einfach nicht. Ramsloh zählte zu Beginn dieses Jahres zu den Teams, die sich Sorgen um den Klassenerhalt machen mussten, zumal Thüle eine beispiellose Aufholjagd gestartet hatte.

Ende März folgte der nächste Trainerwechsel. Nach dem 3:2-Sieg gegen Strücklingen übernahm Darius Mandok das Kommando auf der Trainerbank. Zwar setzte es zunächst eine 0:1-Pleite gegen Essen, doch anschließend feierten die Ramsloher drei wichtige Siege in Folge: gegen Sedelsberg (5:0), gegen Lastrup (2:0) und zuletzt gegen Elisabethfehn (2:1).

Kramer ist von der Arbeit des Trainers überzeugt. „Er macht ein gutes Training und klare Ansagen.“ Gerade Letzteres sei in Ramsloh wichtig. „Manche Trainer bevorzugen die weiche Tour, aber das geht in Ramsloh nicht. Hier muss man sagen, was Sache ist.“

Mandok arbeite derzeit unter anderem die taktischen Defizite auf, versuche aber vor allem das Selbstvertrauen der Mannschaft zu stärken – gerade im Abschluss. „Wir haben gegen den Tabellenletzten Elisabethfehn, der schon über 100 Tore kassiert hat, mit Mühe und Not zwei Tore geschossen. Das zeigt, dass es nicht nur an den Stürmern liegt, sondern auch daran, wie eine Mannschaft den Ball nach vorne bringt“, sagt Kramer.

Zwar freut er sich über die kleine Erfolgsserie, doch die Mannschaft habe den Klassenerhalt noch längst nicht erreicht. Wohl wahr: Der Vorsprung vor dem ersten Abstiegsplatz, den der SV Thüle mit 29 Punkten belegt, beträgt nur sechs Zähler.

Ramslohs Gegner an diesem Mittwoch, Hansas Reserve, ist mit 34 Punkten ebenfalls noch in Abstiegsgefahr. Kramer warnt: „Wenn wir gegen die Friesoyther etwas reißen wollen, muss eine klare Leistungssteigerung her. Die haben zuletzt gegen den Tabellenzweiten Bethen 0:0 gespielt und waren sogar besser. Das sagt doch alles.“

Und ein Sieg alleine werde wohl nicht reichen, um den Abstieg zu verhindern, meint Kramer. „Doch die Lage sieht wesentlich freundlicher aus als noch vor ein paar Wochen.“

Und sollten die Ramsloher nicht in ein tiefes Loch fallen, werden sie wohl die Klasse halten – obwohl sie ein schweres Restprogramm haben. Und dann gilt es, die Saison aufzuarbeiten und wieder neu anzugreifen.

In jedem Fall wird im Ramsloher Tor ein sicherer Rückhalt stehen. Kramer wird bleiben, auch wenn für ihn ein neuer Lebensabschnitt beginnt. Nach zehn Jahren bei der Bundeswehr wird der 30-Jährige nach Hamburg gehen, um sein Fachabitur zu machen. „Anschließend werde ich studieren“, sagt Kramer, der seinen Nachfolger schon im Blick hat. „Dennis Buss ist ein sehr guter Torwart“, sagt er. Der jüngere Bruder von Ramslohs Stürmer Jewgeni spielt in der B-Jugend. Kramers Reflexe werden also erst einmal noch an einigen Wochenenden gefragt sein.

Wolfgang Grave Lokalsport / Redaktion Nordenham
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