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NWZonline.de Region Cloppenburg Lokalsport

„Offene Rebellion nur eine Frage der Zeit“

31.07.2007

Betrifft: „Kühling verhängt Maulkorb“ (NWZ vom 19. Juli); „Deutliche Kritik an Absetzung“ (NWZ vom 25. Juli).

Das St.-Josefs-Hospital als bedeutender Wirtschaftsbetrieb benötigt ein qualifiziertes Management. Mit Bernd Bergmann als Verwaltungsdirektor war diese Voraussetzung erfüllt. Denn Bergmann gilt im Raum Weser-Ems und unter seinen Kollegen Verwaltungsdirektoren bis hin zum Niedersächsischen Sozialministerium als exzellenter, qualifizierter Fachmann.

Aus völlig unverständlichen Gründen teilt Kuratoriumsvorsitzender Alfons Kühling die Quasi-Entlassung Bergmanns in einer Mitarbeiterversammlung mit. Der erkrankte Bergmann erfährt hiervon tags darauf aus der Presse. Das ist übelster Stil und mit einem christlichen Krankenhaus unvereinbar.

Wie man aus Mitarbeiterkreisen des Krankenhauses unter strikter Vertraulichkeit der Namen erfährt, soll sich die Mitarbeitervertretung bei Bergmann schriftlich von der Handlungsweise Kühlings und dem Inhalt der Mitarbeiterversammlung vom 10. Juli distanziert haben – eine Quasi-Entschuldigung der Mitarbeiterschaft für den Kuratoriumsvorsitzenden. Ein Kompliment an die Mitarbeitervertretung – das ist Klasse, das ist Zivilcourage.

Man muss die Qualität von Kühling und seiner Kuratoriumsmitläufer auf dem Niveau der 3. Kreisklasse ansiedeln. Bundesligaklasse wäre aber in Sachen Management für einen derart bedeutenden Wirtschaftsbetrieb als Kuratorium notwendig. Wer erste Bundesliga spielen will, aber nur Qualitäten der dritten Kreisklasse besitzt, der muss vom Platz genommen werden.

Kühling sollte zur Vermeidung weiteren Schadens für das Krankenhaus in den wohlverdienten Ruhestand treten, das Alter hat er dafür. Und das Restkuratorium sollte geschlossen abtreten – ein Neuanfang ist zwingend erforderlich. Wer im Umgang mit Journalisten die Kontrolle über sich selbst verliert, gehört allenfalls noch auf die Ersatzbank; er sollte besser das Spielfeld verlassen. Kühling sollte sich vor Abgabe seines Trikots aber noch bei Bergmann entschuldigen. Das ist ein Gebot sportlicher Fairness. Die 750 ausgeteilten „Maulkörbe“ lassen sich leicht abnehmen – eine offene Rebellion der Mitarbeiterschaft dürfte nur eine Frage der Zeit sein. Das Pulverfass brodelt.

Rudolf Dohle

Kuratoriumsmitglied des

Johanneum Wildeshausen

27 801 Dötlingen

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