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NWZonline.de Region Cloppenburg Lokalsport

DJK Elsten schreibt Fußball-Märchen

11.06.2019

Peheim /Elsten Die DJK Elsten hat am Samstag ein Fußball-Märchen geschrieben. Die Fußballer aus dem Dorf in der Gemeinde Cappeln gewannen zum ersten Mal in ihrer Vereinsgeschichte den Kreispokal. Sie besiegten bei ihrer Endspielpremiere den Gastgeber SV Peheim mit 7:6 (1:1, 0:1) nach Elfmeterschießen. Rund 700 Zuschauer hatten sich in die Arena am Fernsehturm aufgemacht. Sie erlebten nicht nur ein wechselhaftes Spiel, sondern auch ein wechselhaftes Wetter. Mal Regen, mal brannte die Sonne. So ähnlich dürfte auch die Gefühlswelt der rund 250 Elstener Schlachtenbummler gewesen sein, die sich mit Bussen, Autos und Fahrrädern nach Peheim aufgemacht hatten, um ihr Team anzufeuern.

Die erste Halbzeit ging klar an die Peheimer. Die kampfstarken Elstener taten sich schwer, ins Spiel zu finden. Häufig waren sie zu weit von ihren Gegenspielern weg, und hatten auch bei den zweiten Bällen zu oft das Nachsehen gehabt. Das Schiedsrichtergespann bestehend aus Xaver Scheibel und seinen Assistenten Max Pollex und Mathis Abeln musste indes im ersten Abschnitt die eine oder andere knifflige Situation bewerten. So gerieten Elstens Oliver Kämmerer und Peheims Tobias Risto nach einer guten Viertelstunde aneinander. Am Ende lag Kämmerer auf dem Boden. Die Elstener forderten Rot für Risto wegen Tätlichkeit. Aber Scheibel bewertete die Situation anders. Er zeigte Risto und Kämmerer jeweils die gelbe Karte. Kurze Zeit später zirkelte Peheims Tobias Bruns einen Freistoß an den Pfosten (19.). In der Folgezeit kamen die Peheimer zu weiteren Gelegenheiten. Aber gleich zweimal scheiterten sie an Elstens Torhüter Michael Lamping (20., 27.). Aber der SVP blieb am Drücker. In der 27. Minute war Andre Ringkamp durchgebrochen und hämmerte den Ball mit gefühlten 120 km/h ins Elstener Tor.

Auf der Gegenseite bot sich plötzlich den Elstenern nach einer Ecke die Chance zum Ausgleich. Bernd Lübbehüsen hielt drauf, fand jedoch in Peheims Torhüter Johannes Schrand seinen Meister (28.). Dann brannte es wieder im Elstener Strafraum lichterloh, aber Lamping, der Mitglied bei der Freiwilligen Feuerwehr Elsten ist, „löschte“ auch diesen Brandherd.

In der 38. Minute schienen Elsten die Felle davon zu schwimmen. Dominik Behrens sah wegen wiederholten Foulspiels die gelb-rote Karte. Zudem initiierten die Peheimer weitere Angriffe. Doch dreimal war bei Lamping Endstation (39., 43., 43.). Seine größte Tat vollbrachte er, als er einen Engelberg-Schuss mit den Fingerspitzen noch an die Latte lenkte. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit gelang der DJK ein Entlastungsangriff. Christoph Middendorf steckte durch auf Oliver Kämmerer, der jedoch verzog (45.+1).

In der zweiten Halbzeit beschränkten sich die Peheimer größtenteils darauf, den knappen Vorsprung zu verwalten. Die DJK versuchte in Unterzahl, Torgefahr zu entwickeln. Doch es fehlten die zwingenden Chancen, oder Schrand fischte ohne Mühe die DJK-Hereingaben aus dem Peheimer Himmel.

Aber die Elstener kämpften unverdrossen weiter. In der Schlussviertelstunde wurde es kribbeliger, zumal die Peheimer am möglichen „2:0“ schnupperten. Zuerst schoss Ringkamp den Ball knapp am DJK-Tor vorbei (77.), ehe Referee Scheibel einem Tor der Hausherren wegen einer Abseitsposition die Anerkennung verweigerte (85.). In der Nachspielzeit sollte sich das Blatt in diesem Spiel wenden. Zuerst fischte Schrand einen Lübbehüsen-Freistoß aus der Ecke. Der Ball landete bei Kämmerer. Der wuselte sich durch seine Peheimer Gegenspieler durch und beförderte den Ball vor das Tor. Dort hielt sein Mitspieler Steffen Niehaus den Kopf hin und es hieß 1:1 (90.+3).

Nun sollte ein Elfmeterschießen die Entscheidung bringen. Die ersten fünf Schützen beider Teams brachten die „Murmel“ im Tor unter. Elstens Schütze Nummer sechs, Jörg Stöckmann, ebenfalls. Dann war Peheims Andre Ringkamp an der Reihe. Als Ringkamp den Ball über das Tor schoss, gab es auf Elstener Seite kein Halten mehr. Die Elstener Spieler versanken im Jubelmeer ihrer Fans.

Einem „DJK-Ultra“ schien der Erfolg allerdings kurzzeitig die Sinne vernebelt zu haben. Er lief später auf die Peheimer Spielertraube zu und provozierte diese mit einem Spruch. Dies sorgte kurz für erhitzte Gemüter auf beiden Seiten, ehe sich die Lage aber wieder beruhigte.

Anschließend wurde es emotional, als Elstens verletzter Kapitän Michel Otten den Pokal überreicht bekam. Der Jubel bei den Gästen kannte keine Grenzen mehr. Zu Tränen gerührt war auch der 78-jährige DJK-Ehrenpräsident Erich Fredeweß, als sich die Mannschaft nebst Pokal zu ihm gesellte und mit ihm ein gemeinsames Foto machte. Als die Elstener Mannschaft gut drei Stunden nach Spielende mit ihrem Autokonvoi in Elsten eintraf, wurde sie vor dem Vereinslokal „Vaske-Thölking“ von rund 200 Fans euphorisch gefeiert. Elstens eingefleischte Anhänger träumen nun bereits von einem Bezirkspokal-Derby in der neuen Saison gegen den Nachbarn BW Lüsche.

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