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NWZonline.de Region Cloppenburg Lokalsport

Basketball: Peters findet neue sportliche Heimat

14.10.2010

FRIESOYTHE Die Sportart Basketball fristet zwischen Barßel und Essen ein Schattendasein. Doch eigentlich müsste sie hier brummen wie nirgendwo anders. Schließlich stehen die Arenen der EWE Baskets (in Oldenburg) und der Artland Dragons (in Quakenbrück) in Spuckweite der Grenzen des Landkreises Cloppenburg. Aber Basketball-Abteilungen, die am Spielbetrieb teilnehmen, gibt es nur im BV Essen und im VfL Löningen. Holger Peters findet das schade. Der ehemalige Spieler und Trainer der Basketballer Hansa Friesoythes erklärt diese Situation mit der Dominanz des Fußballs. „Den Menschen hier fehlt einfach der Bezug zum Basketball.“

Das gelte auch für die Stadt Friesoythe – und im speziellen für den Verein Hansa Friesoythe. „Auch wenn man es eigentlich gar nicht will – aber die Sportarten stehen in einem Konkurrenzverhältnis zueinander. Da hat Basketball kaum eine Chance“, sagt er.

Hansas perfekte Struktur

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Doch Peters ist realistisch. Das sei schon in Ordnung, sagt er. „Schließlich ist der Erfolg im Fußball da. Außerdem hat der SV Hansa viele Kinder von der Straße geholt. Das muss man anerkennen“, sagt er und lobt zugleich die „sehr gute“ Organisation Hansas.

Er weiß, dass diese „perfekte Struktur“ Folge harter Arbeit ist. Aber während sich in den Fußball-Abteilungen viele Menschen die Aufgaben teilten, laste das Gros der Arbeit im Basketball oftmals auf den Schultern weniger. „Meistens sind ein oder zwei Leute für alles verantwortlich. Das geht auf Dauer nicht.“

Peters spricht aus eigener Erfahrung. Vor sechs Jahren hatte der mittlerweile 46-Jährige versucht, Hansas Basketball-Abteilung neues Leben einzuhauchen. Und es lief gut an. Peters gründete zusammen mit Stefan von Garrel eine Jugendabteilung, und die Herren-Mannschaft schaffte den Sprung in die Bezirksklasse.

Ziel des ehemaligen Regionalliga-Spielers der TSG Westerstede war es, innerhalb von vier bis acht Jahren in der Landesliga zu spielen. Also in jener Liga, in der Hansas Basketballer vor mehr als 20 Jahren tollen Sport boten und deren Niveau nach Peters Worten mit dem der 2. Regionalliga gleichzusetzen ist.

Doch alles kam anders. Gleich 14 Spieler der Herrenmannschaft mussten Friesoythe studien- oder arbeitsbedingt den Rücken kehren. Damit fehlten der Abteilung mit einem Schlag Jugendbetreuer, Trainer und sportliches Know-How. Peters: „Dann hat sich alles ganz schnell verlaufen.“

Aber Spaß am Basketball hat Peters, der auch zehn Jahre lang für die Handballer der HSG Friesoythe aktiv gewesen ist, immer noch. Seit Beginn dieser Saison trainiert er die Bezirksliga-Basketballer des VfL Bad Zwischenahn. Und das ist nicht irgendeine Mannschaft, sondern eine der talentiertesten des Oldenburger Landes, die mit Klassespielern wie Oliver Lamping nur so gespickt ist. „Viele Spieler meines Kaders sind schon für Westerstede in der Regionalliga aufgelaufen“, sagt Peters. „Eigentlich könnten wir locker zwei Klassen höher spielen.“

Tolle Perspektiven

Den Kontakt zum VfL Bad Zwischenahn hat Peters’ Weggefährte Stefan von Garrel hergestellt. Der geht selbst noch auf Punktejagd für Bad Zwischenahn. Aber er ist nicht der einzige ehemalige Friesoyther in der Ammerländer Mannschaft. „Jurij Luft steht ebenfalls im Kader, ist aber beruflich stark eingebunden“, sagt Peters.

Die Perspektiven seiner Mannschaft seien toll. Im Verein werde nun einmal viel Wert auf Basketball gelegt. Innerhalb kürzester Zeit seien so gleich zwei Mannschaften entstanden.

Peters’ nahe sportliche Zukunft liegt also im Ammerland. Nicht in Friesoythe. Nicht im Landkreis Cloppenburg. Und er geht auch nicht davon aus, dass sich die Sportart Basketball im Landkreis Cloppenburg positiv entwickeln wird. Zwar höre er immer wieder, das Jugendliche spielen wollen, aber die Jugendteams fehlten.

Der Aufwand, den sie betreiben müssten, um zu spielen, sei zu groß. Es sei nun einmal wesentlich einfacher, Fußball zu spielen. „Die, die wirklich Interesse haben, Basketball zu spielen, werden in die Mittelzentren gehen“, sagt Peters. Und das sind keine besonders guten Aussichten für die Vielfalt des Sports im Landkreis Cloppenburg.

Wolfgang Grave Lokalsport / Redaktion Nordenham
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