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NWZonline.de Region Cloppenburg Lokalsport

Gesundheit: Phönix lässt Pfunde purzeln

05.06.2014

Friesoythe Laute Musik wummert aus den Lautsprechern. Fitnesstrainerin Anne Spieker gibt mit viel Verve die Bewegungen vor, die hinter ihr zwölf Frauen und Männer nachmachen. Draußen lädt herrliches Frühlingswetter zum Grillen oder Faulenzen, doch hier im Bali-Fitnesscenter in Friesoythe wird kräftig geschwitzt. Nicht wirklich aus Spaß, sondern mit ernstem Hintergrund. Sie alle sind krankhaft übergewichtig. Und seit April Teil des bundesweit wohl einmaligen Phönix-Projektes.

Es handelt sich dabei um ein multimodulares Programm des Friesoyther Marienhospitals, das den adipösen Patienten einen Neuanfang ermöglichen soll (siehe auch Infokasten). Drei Module umfasst das Konzept: Ernährungsberatung, Fitnesstraining und kognitives Training. Verantwortlich für das Projekt ist Dr. Ralf Weise, Chefarzt der Chirurgischen Abteilung am St. Marienhospital Friesoythe und gleichzeitig Leiter des Adipositas-Zentrums Nord-West.

Volkskrankheit Übergewicht gezielt bekämpfen

Übergewicht sei eine Volkskrankheit, sagt Dr. Ralf Weise vom St. Marienhospital Friesoythe. 50 Prozent der deutschen Bevölkerung seien übergewichtig, drei bis vier Prozent sogar krankhaft übergewichtig. Um Letztere kümmert sich das Marienkrankenhaus in besonderem Maße. 2007 wurde eigens das Adipositas-Zentrum Nord-West gegründet. 250 Operationen – von Magen-Bypässen bis Magenbänder – würden in diesem Jahr in Friesoythe durchgeführt werden, schätzt der Chefarzt der Chirurgischen Abteilung.

Doch nicht jeder Übergewichtige wird für eine OP zugelassen. Nur wer extrem fettleibig ist, hat die Chance auf eine Kostenzusage der Krankenkasse. Für alle, die unter einem bestimmten Wert liegen, aber dennoch sehr übergewichtig sind, ist ein operativer Eingriff nahezu ausgeschlossen.

Für diesen Personenkreis gibt es künftig am Friesoyther Krankenhaus ein zur Operation alternatives Therapiekonzept: „Phönix“. Das Konzept umfasst drei Module: Ernährungsberatung, Fitnesstraining und kognitives Training. Letzteres macht das Projekt so einmalig, denn es geht im Kern darum, die Konzentrationsfähigkeit der Patienten zu schulen.

Für das Modul Fitness wurde Heiner Schütte, Inhaber des Fitnessstudios, mit ins Boot geholt. Gemeinsam mit Sohn Michael hat er ein umfassendes Bewegungs-Programm für die Probanden erstellt. „Die Vorbereitungen für das Programm liefen ja über mehr als zwei Jahre“, schildert Schütte. „Bislang sind alle 24 Teilnehmer am Ball geblieben“, freut sich Schütte im Gespräch mit der NWZ . Jeden Dienstag und Donnerstag treffen sich die beiden Gruppen im Fitnessstudio für ein 90-minütiges Training mit Ausdauer-, Kraft-, aber auch Entspannungsübungen.

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Ziel sei es, in den sechs Monaten des Programms das Bewegungs- und Ernährungsverhalten der Probanden zu verändern, damit sie Gewicht verlieren und – so Schütte – „auf Dauer in Bewegung“ bleiben. „Wir fangen langsam an und steigern die Intensität der Einheiten stetig“, so Schütte. „Wir wollen keine Models schaffen, sondern erreichen, dass die Teilnehmer aus dem gesundheitsgefährdenden Bereich herauskommen.“ Die Übungen seien bewusst so gewählt, dass sie Zuhause weiterverfolgt werden könnten.

Das kognitive Training wurde gemeinsam mit der Uni Oldenburg erarbeitet. Zwei Studenten der Fakultät VI, Medizin und Gesundheitswissenschaft, werden das auf sechs Monate ausgelegte Projekt begleiten und das „Vorher-Nachher“ der Patienten analysieren. Ziel des kognitiven Trainings ist, die Selbstkontrolle zu stärken, um so den „inneren Schweinehund“ besser zu überwinden. Dazu soll die Konzentrationsfähigkeit geschult werden.

Ernährungsberaterin Annika Meyerhoff begleitet die Phönix-Teilnehmer in Sachen gesunder Ernährung.


Mehr Infos unter   www.adipositas-zentrum-nord-west.de 

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