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NWZonline.de Region Cloppenburg Lokalsport

Erinnerungen: Public Viewing gab es noch nicht

08.07.2015

Friesoythe /Saterland /Bösel /Barßel Als Kapitän Lothar Matthäus am 8. Juli 1990 den WM-Pokal in den Nachthimmel Roms reckte, kannte der Jubel in Deutschland keine Grenzen mehr. An diesem Mittwoch ist es genau 25 Jahre her, dass Deutschland zum dritten Mal Fußball-Weltmeister geworden ist. Auf den Straßen des Nordkreises feierten die Menschen bis in die frühen Morgenstunden. In Friesoythe waren damals etwa 500 Fans auf den Beinen.

Seinen ersten Autokorso erlebte damals Carsten Herzog, heute sportlicher Leiter des STV Barßel. „Ich war 17 und wir haben Zuhause in kleiner Runde das Spiel geschaut“, erinnert er sich. „Danach haben wir gehört, dass im Ort gefeiert wird und sind dann dort hingefahren.“ Neben dem Sturmduo Jürgen Klinsmann/Rudi Völler, bewunderte Herzog damals vor allem Torhüter Bodo Illgner. „Ich war ja selber Torwart. Illgner war ein Vorbild für mich“, sagt er.

Bernd Meyer, sportlicher Leiter des SV Hansa Friesoythe, verfolgte die WM in Italien damals als 22-Jähriger. „Ich erinnere mich daran, als wäre es gestern gewesen“, sagt er. Public Viewing habe es damals noch nicht gegeben. Die Spiele sah er meist mit Freunden zusammen im heimischen Wohnzimmer. „Es war kein hochklassiges Endspiel, aber wir haben absolut verdient gewonnen“, findet Meyer. Der Elfmeter gegen Argentinien, den Andreas Brehme in der 85. Spielminute zum 1:0 Endstand verwandelte, sei durchaus grenzwertig gewesen. „Den kann man geben, muss man aber nicht unbedingt.“ Neben Brehme war vor allem Rudi Völler der Lieblingsspieler Meyers aus der damaligen Mannschaft. „Der hat in jedem Spiel immer alles gegeben.“

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Einige Zeit später besuchte Meyer sogar einmal das Guiseppe-Meazza-Stadion in Mailand, in dem die Mannschaft von Franz Beckenbauer während der WM einige Auftritte hatte. „Es war zwar leer, aber man konnte sich richtig vorstellen, dass es während der Spiele gigantisch gewesen sein muss.“

Für Josef Kramer, 1. Vorsitzender von Blau Weiß Ramsloh, war das gewonnene Endspiel nur ein Höhepunkt in jenem Sommer. „Das war kurz vor unserer Hochzeit. Wir waren damals schon mitten in den Vorbereitungen“, sagt er. Am 19. September steht im Hause Kramer daher die Silberhochzeit an. Das Spiel schaute Kramer damals gemeinsam mit Freunden Zuhause. „Das war eine spannende Sache. Danach haben wir natürlich auf den Sieg angestoßen“, erinnert er sich.

Gerd Stratmann, 1. Vorsitzender des SV Bösel, wohnte zu dieser Zeit in Horst in Schleswig-Holstein. Auch er schaute sich das Finale mit Freunden Zuhause an. „Mir war von Beginn an klar, dass wir das Endspiel gewinnen. Die Partien zuvor waren alle gut und sind verdient gewonnen worden“, sagt Stratmann.

In Erinnerung geblieben ist ihm nicht nur das Spiel, sondern auch eine Szene danach. „Wie Franz Beckenbauer ganz alleine über den Rasen des Stadions lief, das war beeindruckend. Dass jemand als Trainer und Spieler Weltmeister wird, kommt sehr selten vor.“ Aus der Mannschaft mochte Stratmann vor allem Lothar Matthäus. „Es mag daran liegen, dass ich Fan von Borussia Mönchengladbach bin. Aber er hat 1990 wirklich überragend gespielt.“

Jonas Schönrock Barßel / Redaktion Münsterland
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