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NWZonline.de Region Cloppenburg Lokalsport

Reiterstadt wird zur Radsport-Metropole

04.11.2015
NWZonline.de NWZonline 2015-11-04T05:59:47Z 280 158

Deutsche Meisterschaft:
Reiterstadt wird zur Radsport-Metropole

Vechta In Vechta sitzen nicht nur die Reiter fest im Sattel. Das soll spätestens ab Januar 2016 weit über die Grenzen der Weser-Ems-Region bekannt sein. Schließlich treffen sich am zweiten Wochenende des nächsten Jahres (9./10.) die besten Radcross-Fahrer der Republik im Oldenburger Münsterland, um ihre Deutschen Meister zu ermitteln. Da wird aus der Reiterstadt schnell mal eine Radsport-Metropole.

Dass der Pferdesport in Vechta eine große Nummer ist, werden aber auch die Gäste auf dem Rad schnell merken, führt sie die 3,1 Kilometer lange Rennstrecke doch nicht nur durchs Reiterwaldstadion, sondern auch über einen Reitplatz. „Wir arbeiten hier mit den Reitern gut zusammen“, sagt Dr. Viviane Hannöver, Vorsitzende des Ausrichters Radsportgemeinschaft Lohne-Vechta.

Der Zeitplan

Sonnabend, 9. Januar 10.30 Uhr: U-17 m11.30 Uhr: Masters 312.30 Uhr: U-2313.50 Uhr: Elite der Frauen und Juniorinnen15 Uhr: Hobbyklasse

Sonntag, 10. Januar 10 Uhr: U-15 m10.50 Uhr: U-17/U-15 w12 Uhr: U-1913.15 Uhr: Masters 214.30 Uhr: Elite

Die RSG hat nicht nur schon eine Radcross-DM organisiert (1993 in Lohne), sondern mit Thomas Hannöver in der Masters-2-Klasse (ab 40 Jahren) auch einen Titelanwärter und in Vechtas Bürgermeister Helmut Gels einen starken Unterstützer. 10 000 Euro schießt die Kreisstadt zu den 50 000 Euro Budget bei, die der Verein für das Ereignis zu größten Teilen über Sponsoren aufbringen musste.

Erbringen musste Thomas Hannöver aus der in der Region bekannten Radsportler-Familie ebenfalls einiges, um sich Hoffnungen auf einen Treppchenplatz machen zu dürfen: „Im Sommer wurde mit einigen 1000 Kilometern auf der Straße die Grundlage gelegt. Nun im Winter sind die Einheiten kürzer und intensiver“, sagt der amtierende Europameister der Masters 2. „Derzeit trainiere ich vier Tage die Woche, und dazu kommen noch die Rennen. Und das alles neben Arbeit und Familienleben.“

Nun hofft Hannöver auf eine Belohnung: „Ein Treppchenplatz wäre auf jeden Fall sehr schön. Aber da spielen so viele Faktoren eine Rolle – zum Beispiel Tagesform und Streckenverhältnisse.“

Auf die werden sich auch die Favoriten des Elite-Rennens – der fünffache Deutsche Meister Philipp Walsleben, Titelverteidiger Marcel Meisen und Sascha Weber bei den Männern sowie die mit 14 DM-Titeln ausgestattete Straßen-Radweltmeisterin von 2007 Hanka Kupfernagel und die erst 20 Jahre alte Vorjahressiegerin Jessica Lambracht bei den Frauen – einstellen müssen. Laut Steffen Kempendorf, Querfeldein-Koordinator des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR), ist der Kurs trotz des ungewöhnlichen Streckenteils aus Sandboden sehr schnell.

Angefeuert werden sollen die Stars der Szene, so die Hoffnung des Veranstalters, von etwa 5000 Zuschauern an den zwei Tagen. Schließlich sind die drei größten Titelanwärter der Männer Rennen mit bis zu 25 000 Fans an der Strecke gewohnt. Verdienen sie doch ihr Geld in Belgien, wo der Querfeldeinsport einen wesentlich höheren Stellenwert hat. Aber laut BDR-Vizepräsident Udo Sprenger ist Radcross auch in Deutschland auf dem Vormarsch. Und dass die RSG für eine tolle DM sorgen wird, daran hat er keinen Zweifel.

Seine Kreativität hat der Verein im Vorfeld zumindest schon einmal bewiesen. Um möglichst viele Zuschauer zu dem kostenlosen Besuch der Rennen zu bewegen, ließ die RSG eine kleine Variante des DM-Plakats auf 150 000 Brötchentüten drucken. Wenn nun auch noch Lokalmatador Hannöver verhindert, dass ihm jemand die Butter vom Brot nimmt, und er einen Treppchenplatz „eintüten“ kann, dürfte man in Vechta noch lange von der Radcross-DM 2016 reden.

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