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NWZonline.de Region Cloppenburg Lokalsport

KREISSCHIEDSRICHTERTAG: Sieverding gewinnt Kampfabstimmung

13.06.2005

LASTRUP LASTRUP - Die Fußball-Referees im Kreis Cloppenburg haben gestern beim Kreisschiedsrichtertag in Lastrup dem amtierenden Vorstand mit großer Mehrheit das Vertrauen ausgesprochen. Das Team des Kreisschiedsrichter-Obmanns Norbert Sieverding (Cloppenburg) gewann mit 104 Stimmen eine Kampfabstimmung gegen die Mannschaft seines Vorgängers Alfred Schumacher (Friesoythe), der 57 Stimmen erhielt. Darüber hinaus gab es zwei Enthaltungen, eine Stimme war ungültig. Die Schiris empfehlen mit ihrem Votum dem Fußball-Kreistag (der am 16. Juli in Lastrup tagt), den derzeitigen Ausschuss für zwei Jahre wiederzuwählen.

Sichtlich enttäuscht und um Fassung ringend hatte Schumacher trotzdem die Größe, festen Schrittes zum Vorstands-Tisch zu gehen, um Sieverding zu seiner Wiederwahl zu gratulieren. „Ich bin schon sehr enttäuscht. Wir werden jetzt nach vorne schauen und vernünftig zusammenarbeiten“, erklärte Schumacher anschließend im Gespräch mit der NWZ.

Er signalisierte damit die Bereitschaft, einen Schlussstrich unter eine seit fast zwei Jahren innerhalb der Kreisschiedsrichter-Vereinigung schwelende Auseinandersetzung zu ziehen. Wie berichtet hatte Schumacher Mitte September 2003 nach einem internen Machtkampf mit dem Vorsitzenden der Schiedsrichter-Vereinigung Süd, Carl-Heinz Lügan (Hemmelte), sein Amt niedergelegt. Mit ihm solidarisierten sich seinerzeit die aus Gehlenberg stammenden Ausschuss-Mitglieder Wolfgang Thesing und Alfons Willenborg. Auslöser für die Rücktrittswelle ist nach Angaben aller Beteiligten eine Auseinandersetzung privater Natur zwischen Lügan und Lehrwart Günter Pohlabeln gewesen, der bereits im August 2003 von seinem Amt zurückgetreten war.

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In ihren Grußworten hatten der Chef des NFV-Kreises Cloppenburg, Werner Busse, und der Kreisjugend-Obmann Joachim Hochartz die – aus ihrer Sicht – sehr gute Arbeit des Schiedsrichter-Ausschusses gelobt: Eine Tatsache, die Ex-Lehrwart Pohlabeln aus dem letztlich unterlegenen „Team Schumacher“ sauer aufstieß. „Beide haben zwar betont, keinen Einfluss nehmen zu wollen, haben es durch die Wahl ihrer Worte letztlich aber doch getan.“

Schumacher sah hingegen zwei andere Gründe für die Niederlage: „Die Schiedsrichter-Vereinigung Süd hat 32 Vereine, die Vereinigung Nord 19. Dadurch, dass im Süden alles mobilisiert wurde, hatten wir keine Chance. Außerdem sind die Machenschaften, wegen denen ich zurückgetreten bin, mit keinem Wort mehr erwähnt worden.“

Wie tief der Graben und das Misstrauen zwischen den Vereinigungen Nord und Süd sind, wurde in der gestrigen Versammlung noch einmal mehr als deutlich: Stefan Preut, der als Vereinskollege von Schumacher (Hansa Friesoythe) pikanterweise als fünftes Mitglied im „Team Sieverding“ vorgesehen war, hatte am vergangenen Mittwoch seine Kandidatur zurückgezogen, da auf dessen Familie und ihn – so Sieverdings Version – „Eindrücke eingegangen sind, die es ihm unmöglich machten, sich weiterhin zur Verfügung zu stellen“.

Schumacher verwahrte sich gegen diese Darstellung: „Ich bin am vergangenen Sonntag in den Urlaub gefahren und habe tags darauf aus der Zeitung von Preuts Kandidatur erfahren. Am Sonnabend habe ich nach meiner Rückkehr einen Brief von Preut in meinem Briefkasten gefunden, aus dem hervorgeht, dass er sich aus privaten Gründen zurückzieht.“

Auch der große Unbekannte, der die „Gruppe Schumacher“ komplettieren sollte, war in Lastrup nicht mit von der Partie: „Otto Wilken konnte heute nicht kommen, da er einige Krankheitsfälle in der Familie hat“, ließ Schumacher zumindest den Namen aus dem Sack.

Heinz Prenger, der vor Schumacher lange Jahre den Schiedsrichter-Ausschuss geführt hatte, appellierte vor der Wahl vor allem an die Adresse der Jung-Schiedsrichter, ihr Votum nach bestem Gewissen abzugeben. „Ich weiß, dass einige junge Kameraden teilweise eingeschüchtert worden sind.“

Carsten Mensing Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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