• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Cloppenburg Lokalsport

Historie: Teufelskerl Thees tanzt BVC-Abwehr aus

07.01.2017

Cloppenburg In den Jahren 1956, 1964, 1966 und 1967 qualifizierten sich die Fußballer des BV Cloppenburg jeweils als Bezirkspokalsieger für den DFB-Pokal auf norddeutscher Ebene. Doch in jenen Jahren war die Teilnahme an dem Wettbewerb nicht von Erfolg gekrönt.

Der ganz große Wurf, sprich die Teilnahme am DFB-Pokal auf Bundesebene, blieb dabei aus. Dies könnte auch daran gelegen haben, dass der BVC von der Losfee häufig im Regen stehen gelassen wurde. Denn die damaligen Gegner hatten es wirklich in sich. Die NWZ  wirft einen Blick zurück.

Saison 1956/1957

Von Losglück konnte in der Saison keine Rede sein, denn für die BVCer ging es in der ersten Runde zu Eintracht Nordhorn. Die Eintracht hatte seinerzeit eine starke Mannschaft und spielte unter anderem mit Clubs wie Werder Bremen und dem Hamburger SV in der Oberliga Nord. Dementsprechend hoch hingen deshalb die Trauben für den BVC.

Die höherklassige Eintracht um den ehemaligen Amateurnationalspieler Alfred Post wurde ihrer Favoritenrolle gerecht. In der ersten Halbzeit hielten die Cloppenburger zwar noch gut mit, aber davon ließen sich die von Ernst Fuhry trainierten Nordhorner nicht beeindrucken. Am Ende gewann die Heimelf dank der Tore von Anton Waldmann (2), Hermann Kroll (2) und Hans Wilmink (2) mit 6:0. Stärkste Akteure bei den Gästen waren Mittelstürmer Hermes und Rechtsaußen Tiemann.

Saison 1964/1965

Diesmal lief es ein wenig besser für die Cloppenburger. Zwar bescherte die Auslosung dem BVC erneut ein Auswärtsspiel in Runde eins, doch der Gegner MTV Dannenberg wurde mit 2:0 bezwungen. In der zweiten Runde hieß der Gegner Altonaer Fußball-Club von 1893. Diesmal hatte der BVC zwar Heimvorteil, aber die Gäste waren in jenen Jahren eine echte Pokalmannschaft. Die Cloppenburger verkauften sich gegen den damaligen Regionalligsten zwar wacker, doch am Ende siegten die Gäste 2:0. In der Saison zuvor schafften die Altonaer sogar den Sprung ins DFB-Pokalhalbfinale. Doch gegen die damaligen Münchener „Löwen“ um Starkeeper Petar Radenkovic und Sturm-Ass Rudi Brunnenmeier ging ihnen mit 1:4 nach Verlängerung die Puste aus.

Saison 1966/1967

Auch in dieser Saison hatten die Cloppenburger in der ersten Runde wieder Heimrecht. Aber der Gegner namens VfV Hildesheim war nicht von schlechten Eltern. Schließlich spielten die Hildesheimer seinerzeit in der zweitklassigen Regionalliga, während der BVC auf Verbandsebene unterwegs war.

Doch in der Rolle des Außenseiters schienen sich die Soestestädter pudelwohl zu fühlen. Bereits nach acht Minuten gelang Mittelstürmer Herbert Sieling nach Ecke von Bernd Niehe die Führung. In der 19. Minute ließ Herbert Sieling zwar seinen Gegenspieler wie eine Straßenlaterne stehen, aber er bekam den Ball an VfV-Fänger Gerstle nicht vorbei. Auf der Gegenseite lief auch Cloppenburgs Keeper Siegfried Malcherek zu großer Form auf, da er einen Ausgleichstreffer verhinderte. In der Halbzeitpause fegte derweil ein Donnerwetter von Hildesheims Coach Clemens Heyduck durch die Gästekabine.

Anfang der zweiten Halbzeit schien es auch so, als hätten sich die Gäste die Worte ihres bekannten Trainers zu Herzen genommen. Blumenberg vergab jedoch die Ausgleichschance, als er an Malcherek scheiterte. In der 56. Minute wähnten sich die BVCer auf der Siegerstraße, da Herbert Sieling auf 2:0 erhöhte. Anstatt nun hinten Beton anzurühren, spielte Cloppenburg weiter munter nach vorne. Zudem hatten einige Akteure des BVC keinen Treibstoff mehr im Tank. Die Kräfte schwanden, und Hildesheim glich durch Hellmann (69.) und Blumenberg (74.) aus. Die Verlängerung sollte die Entscheidung zu Gunsten der Gäste bringen. Hellmann brachte Hildesheim (97.) erstmals in Front. Dann verschoss Cloppenburgs Karl-Heinz Thölken einen Handelfmeter, ehe Hildesheims Freund zum 4:2 nachlegte.

Saison 1967/1968

Wieder ein Heimspiel – wieder ein starker Gegner. Der Itzehoer SV (Regionalliga) war in der ersten Runde zu Gast. Der Name hatte Klang, gut 600 Zuschauer wollten sich das Spiel nicht entgehen lassen. Die kampfbetonte Partie blieb vor allem in Erinnerung, weil der Itzehoer Rechtsaußen Thees vier Tore markierte. Er schoss sein Team im Alleingang zum 4:2-Erfolg in Cloppenburg. Die Führung gelang Teufelskerl Thees in der 29. Minute nach einer Unstimmigkeit in der BVC-Abwehr. Der BV Cloppenburg erzielte in seiner stärksten Phase der Ausgleich durch Thölken. Doch dann drehte Thees wieder auf und nach 68 Minuten hieß es 4:1 für das Team aus Schleswig-Holstein. Die Cloppenburg ließen aber nicht die Köpfe hängen. Lohn der Mühen war ein Kopfballtor von Günter Schlangen nach Vorarbeit von Karl-Heinz Gärtner.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.