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NWZonline.de Region Cloppenburg Lokalsport

Fußball-Historie: Tore, Schweinebraten und echte Legenden

31.03.2014

Cloppenburg Borussia Dortmund gehört nicht erst seit diesen Tagen zu den Fußball-Spitzenteams in Deutschland. Bereits Ende der 40er-Jahre waren die Dortmunder in aller Munde. Auf ihrem Weg zur Spitze machte der BVB am 31. Dezember 1947 beim damaligen Club Viktoria Reekenfeld zu einem Freundschaftsspiel Halt.

Gerhard Romanowski hatte den BVB zur Viktoria gelotst. „Er war mein Onkel und gebürtiger Dortmunder. So kam der Kontakt zustande“, erinnert sich Horst Sydow, der seinerzeit als Zuschauer das Spiel gesehen hatte. Die Dortmunder kamen Silvester 1947 an, einen Tag später fand die Begegnung statt. Untergebracht wurden die Gäste bei mehreren Familien direkt vor Ort. Als Prämie bekamen die Dortmunder „satt zu essen und satt zu trinken.“

Zum Kader des BVB gehörten auch die späteren Nationalspieler Adi Preißler, Erich Schanko und Herbert Sandmann. Beim BVB spielte auch August Lenz. Er war der erste Nationalspieler in der Vereinsgeschichte Borussia Dortmunds. Allerdings waren die Spieler bei den Zuschauern gar nicht so bekannt. „Damals waren die BVB-Akteure nicht so präsent wie zu heutiger Zeit“, sagt Sydow. Bekannter waren da schon die Lokalmatadore der Viktoria, die am Neujahrstag 1948 die Borussia auf dem Platz in Elisabethfehn an der Katholischen Schule empfingen.

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Auf Reekenfelder Seite war auch Johann Röben mit von der Partie. Der heute 87-Jährige kann sich noch gut an die Partie erinnern. „Ich habe Mittelstürmer gespielt und sogar ein Tor geschossen“, sagt Röben, der in Barßelermoor wohnt. Sein Treffer war auch der Grundstein dafür, dass die Viktoria am Ende ein achtbares 3:3 erreichte. Die Dortmunder spielten allerdings häufiger in Unterzahl. Das hatte mit Platzverweisen nichts zu tun, sondern mit dem deftigen Essen des Vortages. „Immer wieder musste ein BVB-Spieler auf die Toilette. Scheinbar waren sie das fettige Essen nicht gewohnt“, sagte Sydow und lacht.

17 Tage später zeigten sich die Dortmunder bestens erholt vom Ausflug in den Norden. Sie bezwangen daheim vor 50 000 Zuschauern den Rivalen Schalke 04 1:0. Während der BVB noch heute in aller Munde ist, gibt es den Verein Viktoria Reekenfeld nicht mehr. Die Reekenfelder fusionierten vor einigen Jahren mit dem SV Elisabethfehn.

Die denkwürdigste Partie jener Zeit fand am 22. September 1946 in Cloppenburg statt, als der BVC auf Schalke 04 traf. Die Schalker hatten in den 30er- und 40er-Jahren sechs deutsche Meistertitel eingefahren. Führende Köpfe waren die Legenden Fritz Szepan und Ernst Kuzorra, die natürlich auch in Cloppenburg mit von der Partie waren. Die Schalker waren im Landhaus in den Bührener Tannen untergebracht. Sie trainierten auf den dortigen Tennisplätzen. Dies wiederum sorgte bei den Trainern der Tennis-Abteilung für Unmut. Sie fürchteten um ihren guten Rasen.

Auch als die Schalker schon wieder abgereist waren, hatte sich ihr Ärger noch nicht verzogen, dass die berühmten Fußballer auf ihrer Anlage trainiert hatten. Den Schalkern war es egal. Sie mussten schließlich in Form bleiben. Zudem galt es, das gute Essen, das die Spieler während ihres Aufenthaltes bekamen, wieder abzutrainieren. Auch die Trainingseinheiten zogen Zuschauer an. Vor allem die Kinder beobachteten ihre Idole.

Am Tage des Spiels wurde der Platz an der Friesoyther Straße zu einer Pilgerstätte. Über 10 000 Zuschauer wollten sich die Partie nicht entgehen lassen. Wer die Ordner gut kannte, kam umsonst rein, der Rest musste Eintritt zahlen. Das Vorspiel bestritten die B-Junioren des BVC und des BV Quakenbrück.

Trotz großer Namen und großer Kulisse zeigten die Cloppenburger keinerlei Nervosität. Ganz im Gegenteil: Der BVC ging nach sieben Minuten durch Werner Kluge in Führung. Noch vor der Pause bogen Schalkes Szepan und Gerhard Winkler den Rückstand in eine 2:1-Führung um. Nach dem Seitenwechsel sorgte Josef Hornauer für das 2:2. Im Anschluss setzten die Schalker alles auf eine Karte, allerdings fanden sie im bärenstarken BVC-Fänger Hans Engeser ihren Meister, der das Remis festhielt.

Zudem taten sich einige Schalker schwer, richtig in die Gänge zu kommen. Bei einer Szene sah ein Schalker ganz alt aus, und bekam den Ball nicht unter Kontrolle. Nach dem ihn einige seiner Mitspieler irritiert anschauten, hielt er sich entschuldigend die Hände vor den Bauch und sagte: „Der Schweinebraten liegt mir noch im Magen!“

Braten hin, Braten her: Die Leistung der Cloppenburger um Coach Arthur Gruber soll nicht geschmälert werden, zumal bei Schalke mehrere Nationalspieler mitwirkten. Jüngster Spross im damaligen Schalker Team in Cloppenburg war Bernhard Klodt – er wurde 1954 mit der Deutschen Nationalmannschaft in der Schweiz Weltmeister.

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