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NWZonline.de Region Cloppenburg Lokalsport

Trainer Klütz hält Angst für schlechten Berater

28.03.2014

Cloppenburg Stark angefangen und noch stärker nachgelassen. So hat sich Fußball-Regionalligist BV Cloppenburg nach der Winterpause präsentiert. Die Folge: Als Tabellenachter schielte der BVC kurzzeitig sogar hoch Richtung oberes Drittel. Inzwischen – nach drei Unentschieden und zwei Nullnummern auf Rang elf notiert – müssen die Blicke wieder nach unten gerichtet werden. Der Vorsprung auf Platz 15, der schlimmstenfalls den Abstieg bedeuten könnte, beträgt nur noch sechs Punkte. Da wird sich zeigen, ob es gut ist, dass an diesem Freitag (Anstoß 19.30 Uhr) an der Friesoyther Straße mit der U-23 Werder Bremens ein heißer Meisterschaftsanwärter vorstellig wird.

„Natürlich hätten wir uns schon weit deutlicher von der gefährdeten Zone absetzen können. Aber das ist vorbei. Wichtig ist, dass wir uns jetzt schleunigst wieder auf unsere alten Tugenden besinnen. Vielleicht ist es gut, dass wir als klarer Außenseiter mehr aus der Defensive kommen können“, macht BVC-Coach Jörg-Uwe Klütz aus seinen taktischen Gedankenspielen keinen Hehl.

Außerdem will Klütz von umhergehender Angst in Anbetracht des schweren Aprilprogramms nichts wissen. „Wir haben keine Angst. Angst ist ein schlechter Berater.“ Bleibt die Frage, welche Formation auf dem Platz die Taktik erfolgreich umsetzen und das Ruder herumreißen soll.

Mit Schlussmann Sigi John, Innenverteidiger David Niemeyer und Torjäger Andreas Gerdes-Wurpts fallen drei Säulen verletzt aus. Immerhin ist der Bether David Niemeyer wieder ins Lauftraining eingestiegen. Zudem brummt Abräumer und Taktgeber Kristian Westerveld eine Gelbsperre ab. „Wir müssen improvisieren. Wer spielt, wird nach dem Abschlusstraining entschieden.“

Niemeyers Part könnte wie schon beim desolaten 1:2 beim Vorletzten Victoria Hamburg Andre Thoben übernehmen. Tim Hofmann, der in Hamburg fehlte und tags darauf in der U-23 aushalf, wäre eine Alternative. Hofmann könnte aber auch im Mittelfeld auftauchen.

Allerdings fehlt dem Ex-Wilhelmshavener die nötige Spielpraxis. Auch denkbar ist daher, dass Klütz vom üblichen „4-4-2“ auf ein „4-5-1“ umstellt, in dem Bernd Gerdes gegen seinen Ex-Club neben Malte Beermann ins Zentrum rückt.

Paul Kosenkow könnte wieder von links nach rechts wechseln oder gar durch Milad Faqiryar ersetzt werden. Als sicher gilt, dass Jonas Wangler, der in Hamburg nach seiner Hereinnahme überzeugte, ins Team rutschen wird.

Beim 0:3 im Hinspiel war der BVC ohne Chance. Aber in der Vorsaison gewann der BVC in Bremen und spielte zu Hause 3:3 – obwohl er schon 3:0 geführt hatte. Mit einem Remis wären diesmal wohl alle Cloppenburger zufrieden.

Stabilisierte Werder-Reserve nimmt Meisterschaft ins Visier

Nach jahrelanger Drittligazugehörigkeit rutschte die U-23 Werder Bremens Ende der Serie 2011/2012 in die Viertklassigkeit ab. Nach einer durchwachsenen Spielzeit 2012/2013 haben die Weserstädter die Dritte Liga inzwischen wieder verstärkt ins Visier genommen. Denn das Team des langjährigen Werder-Profis Viktor Skripnik, dem von Bremens Legende Torsten Frings assistiert wird, hat sich nach einem inkonstanten ersten Saisondrittel – in Wolfsburg wurde 1:6, in Hannover gar 2:9 verloren – stabilisiert. Das Nachholspiel bei Schlusslicht Eichede noch in der Hinterhand beträgt der Rückstand auf Tabellenführer VfL Wolfsburg II nur vier Punkte. Und demnächst werden die Jungwölfe auf Platz Elf zum Gipfeltreffen vorstellig. Neben der Heim- führen die Bremer auch die Rückrundentabelle an. Acht Siege wurden nur vom 0:3 beim VfB Oldenburg unterbrochen. Auch beim jüngsten 1:0 über Havelse bestachen die Bremer durch große Effektivität. Eine Handvoll der bislang 33 eingesetzten Spieler schnupperte bereits die raue Erstligaluft. Dazu zählt Stürmer Martin Kobylanski, der mit elf Treffern die interne Torjägerliste vor dem Ex-St.Paulianer Florian Bruns (7) anführt. Nach einer schweren Verletzung wieder Stammkraft bei den Bremern ist Oliver Hüsing. Der Innenverteidiger stammt aus der Jugend des BV Bühren. Zusätzlich motiviert werden die Bremer durch die Entscheidung der Clubführung, auch künftig auf eine U-23 zu setzen. Die Vereine der Ersten und Zweiten Liga hatten sich bekanntlich auf Antrag Bayer Leverkusens vor wenigen Tagen von der Pflicht, ein U-23-Team zu stellen, entbunden. Werder-Sportchef Thomas Eichin erklärte das Skripnik-Team zu einem „wichtigen Baustein der Nachwuchsphilosophie“.

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