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NWZonline.de Region Cloppenburg Lokalsport

Mia Bury auf dem Rücken der Pferde

04.10.2018

Varrelbusch Alles Glück dieser Erde liegt auf dem Rücken der Pferde, sagt eine alte Weisheit. Für die zehnjährige Mia Bury aus Varrelbusch ist diese Weisheit mehr als nur ein Satz. Für sie liegt das Glück dieser Erde wirklich auf dem Rücken der Pferde. Seit ihrem fünften Lebensjahr reitet sie aus Leidenschaft.

Alles begann im Stall Sankt Hubertus in Garrel. Nur ein Jahr später wechselte sie zum Voltigieren. Ein Wechsel, der ihrer Leidenschaft und der Liebe zu Pferden keinen Abbruch tat. Sie liebt nach eigenen Worten die Herausforderung zwischen Pferd und Akrobatik. Im Mai 2017 schloss sich Mia der Reit- und Fahrschule Oldenburg (RFO) an.

Im dortigen Juniorteam wird viermal wöchentlich trainiert. Das Juniorteam von der Reit- und Fahrschule Oldenburg ist ein echtes Aushängeschild der Region Weser Ems. So nahm Mias Team unlängst zusammen mit dem Team Filsum an den Deutschen Jugendmeisterschaften in München-Riem teil. Die von Imke zur Brügge und Sven Henze trainierte Mannschaft, bestehend aus Lina Holzkämper, Jannika Ratzke, Milla und Lily Warren, Mia Bury und Maribel Oschkenat, erlebte auf der Olympia-Anlage spannende Wettbewerbe.

Sie hatten sich auf ihren Start bei den Titelkämpfen top-vorbereitet, doch dann brach sich Lily Warren im Training den Mittelfinger. Dadurch musste sie verletzungsbedingt ihre Teilnahme absagen. Somit konnte das Duo Warren/Oschkenat ihre Teilnahme nicht wahrnehmen.

Der Mannschaftstart schien auch in Gefahr zu geraten, doch Hanna Schröder aus Dinklage sprang ein. Das Juniorteam machte das Beste aus der Situation und vertrat den Voltigiersport mit Herz und Leidenschaft.

Allerdings war die Glücksgöttin Fortuna der Reit- und Fahrschule nicht hold. Nach der ersten Prüfung, der sogenannten Pflicht, die jeder Voltigierer absolvieren muss, verletzte sich Schröder bei ihrem Start im Einzel am Knie. Die Verletzung war so schwer, dass sie für weitere Wettkämpfe passen musste. Die Oldenburgerinnen machten aus der Not erneut eine Tugend. Sie bewiesen Kampfgeist und entschieden sich, den Wettkampf zu fünft auf dem Schimmel „Capitano“ fortzusetzen. Doch dies bedeutete allerdings viele Abzüge in der Gestaltungsnote.

Doch das haute das engagierte Juniorteam nicht um. Im Gegenteil, alleine schon durch die lautstarke Unterstützung der vielen mitgereisten Anhänger merkten sie schnell, dass es die richtige Entscheidung war, den Wettkampf fortzuführen. Die Unterstützung der Anhänger gab Rückenwind. Mia und ihre Kameradinnen turnten eine spitzenmäßige Vampir-Kür.

Sie schafften es sogar, sich für das Finale zu qualifizieren. Damit hatte nach der ganzen Pechsträhne im Vorfeld keiner mehr so richtig gerechnet. Aber der Traum vom Einzug in die Finalrunde wurde Wirklichkeit. Dementsprechend groß war die Vorfreude bei den Oldenburgerinnen. Das starke Team setzte im Finale weitere Kräfte frei und erturnte eine 7,19 als Wertung. Am Ende reichte es zu Platz 14. „Es war toll, dabei gewesen zu sein, und die Atmosphäre in der Halle war einfach schön“, sagte Mia.

Vom 28. bis 30. September wartete auf Mia und ihre Mitstreiterinnen die nächste Herausforderung. Es ging zu den Norddeutschen Meisterschaften nach Hohenhameln. Dort untermauerten die Talente einmal mehr ihre große Klasse. Das Juniorenteam vom RFO gewann die Norddeutsche Meisterschaft. Nach der Pflicht war Hamburg knapp vorne gewesen. Aber nach der Kür schaffte das Team von der Reit- und Fahrschule Oldenburg den Sprung nach ganz oben auf das Treppchen. Dementsprechend groß war die Freude über den Triumph.

Mia wird dem Voltigieren treu bleiben. Denn ihr Ziel ist es, auch in Zukunft mit ihrem Team gemeinsam große Erfolge zu feiern. „Dafür werden wir weiter hart und fleißig trainieren“, sagt Mia. In ihrer Freizeit verbringt die Fünftklässlerin vom Cloppenburger Clemens-August-Gymnasium jede Minute beim Voltigieren.

Und wie steht es mit der Schule? „Da werde ich mich natürlich auch reinhängen. Gute Benotungen beim Voltigieren und in der Schule. Das wäre am besten“, sagt Mia und lacht.

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