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NWZonline.de Region Cloppenburg Lokalsport

Jugendfußball: Vereine belohnen Feuereifer mit Grillabend

21.03.2013

Cloppenburg Die Jugendabteilung des deutschen Fußball-Rekordmeisters Bayern München hat für 185 Spieler 29 Trainer und Betreuer. Dazu kommen noch drei Torwarttrainer, ein Athletiktrainer, sieben Physiotherapeuten und ein Arzt. Das ist ein Personalstamm, von dem die Vereine im Kreis Cloppenburg nur träumen können. Für viele Jugendobmänner wird es immer schwerer, Jugendtrainer zu finden.

Beim SV Gehlenberg gibt es derzeit laut Jugendobmann Hermann Pohlabeln zwar keinen personellen Notstand, aber: „Es ist viel schwerer als vor zehn Jahren. Das Freizeitangebot ist größer geworden. Wir müssen jede Saison neue Leute überreden.“ Pohlabeln meint, dass die ehrenamtliche Trainertätigkeit im Jugendbereich nur durch eine „Belohnung“ attraktiver gestaltet werden könne. Er denkt an Geld oder bezahlte Fortbildungen für die Trainer.

Von den Verbänden bekomme der Club genug Unterstützung. „Im Kreis Cloppenburg gibt es ja das Förderkonzept“, sagt Pohlabeln. Insgesamt dribbeln derzeit zwölf Jugendmannschaften für den SV Gehlenberg. Mit Feuereifer bei der Sache sind vor allem Jan Pohlabeln und Lukas Preut. Sie betreuen die E-Junioren, spielen selbst noch bei den B-Junioren und sind auch noch als Schiedsrichter der D-Junioren aktiv.

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Joachim Beckmann, Jugendobmann des STV Barßel, wünscht sich vom DFB und vom NFV größere Unterstützung in der Jugendarbeit. „Man sollte kleine Vereine bei der Anschaffung von Trainingsmaterial finanziell unterstützen“, meint Beckmann. „Welcher Verein unserer Größenordnung verfügt schon über die finanziellen Mittel, um immer alles selber tragen zu können?“ Zumal die Suche nach Sponsoren alles andere als einfach sei. Zum Glück habe der STV „Leute, die uns immer wieder zur Seite stehen“. Sie sorgen für die sieben STV-Jugendteams.

Wie Beckmann würde es Harald Grosser, Jugendobmann BW Ramslohs, begrüßen, wenn die Verbände ihre finanziellen Zuwendungen erhöhen würden. „Man muss doch sehen, welche Gewinne der DFB erzielt.“

Doch auf Geld vom Verband können die Saterländer nicht warten. Der Verein hat zahlreiche Aktionen ins Leben gerufen, um die Jugendabteilung am Leben zu erhalten. So gibt es eine Jugendkasse, die mit Erlösen aus Turnieren und anderen Veranstaltungen des Vereins, aber auch mit Spenden gefüllt wird. Zudem wird die Jugendarbeit durch Zuschüsse des Vereins – etwa für Saisonabschlussfeiern, Trainerlizenzen, Fahrkostenerstattung oder Trainingsmaterial – unterstützt. So sei er im Moment zufrieden, sagt Grosser: „Wir haben sämtliche Jugendmannschaften fast doppelt mit Betreuern besetzt.“

Ähnlich sieht es beim SV Hemmelte aus. Jugendobmann Josef Post hat für jede der sieben Mannschaften zwei Trainer und einen Betreuer. Und die sind motiviert: Regelmäßig besuchen sie die Fortbildungen des NFV-Förderkonzeptes. „Einen Trainernotstand haben wir nicht. Wir könnten mehr Spieler gebrauchen“, sagt er und lacht. So sieht er auch keine Notwendigkeit, Jugendtrainer mit Geld zu locken. „Finanzielle Anreize gibt es nicht. Eine ordentliche Grillparty oder ein Kohlessen reichen“, sagt Post.

Hansa Friesoythe übernimmt laut Jugendobmann Norbert Berssen die Kosten für den Erwerb der Trainerlizenz. Darüber hinaus gebe es einheitliche Jacken für Trainer und Betreuer. Hoch sei der Stellenwert der Jugend im Club, und zwar nicht nur, weil zwei Junioren-Teams in der Landesliga spielen und eine in der Bezirksliga auf Torejagd geht. „Wir haben einen eigenen Jugendfußballvorstand. Zudem finden regelmäßig Sitzungen mit den Trainern statt“, sagt Berssen. Hansa-Fußballer, die in den Nachbardörfern wohnen, werden zum Training gebracht.

Zählt man die drei Juniorinnenteams, die eine Spielgemeinschaft mit Garrel bilden, mit, laufen 18 Mannschaften für Hansa auf. Um sicherzustellen, dass die auch in Zukunft alle einen Trainer haben, müsse der DFB etwas tun: „Er könnte zum Beispiel für Ehrenamtsinhaber vergünstigte Karten für Länderspiele zur Verfügung stellen“, schlägt Berssen vor.

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