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NWZonline.de Region Cloppenburg Lokalsport

Vom Rhein auf zu neuen Ufern

18.07.2017

Barßel /Saterland Mit einem eher ungewöhnlichen Job-Angebot hatte sich der Verein Erholungsgebiet Barßel-Saterland vor gut zwei Wochen an die Öffentlichkeit gewandt. Der Verein suchte für sein kleines Fahrgastschiff MS „Spitzhörn“ einen zweiten Kapitän. Der neue Mann – oder die neue Frau – soll Kapitän Herwig Grüssing entlasten, der das Schiff seit über 26 Jahren sicher durch die Gewässer steuert.

Den SOS-Funkspruch fing auch Kapitän a.D. Karl-Heinz Meyer aus Rhauderfehn auf. Als Rentner reizte es den gebürtigen Ostfriesen wieder einmal Schiffsplanken unter die Füße zu bekommen. Fast sein ganzes Leben lang war das nasse Element als Schiffsführer auf Binnenschiffen sein Zuhause. Den Rhein ist er rauf und runter geschippert und hat die verschiedensten Güter befördert. Die Fahrgastbeförderung schien Meyer nun eine reizvolle neue Aufgabe.

Was folgte, war eine erste Probefahrt mit dem Barßeler Ausflugsdampfer auf den hiesigen Gewässern. „Das hat mir auf Anhieb sehr gut gefallen. Man muss sich an jedes Schiff, ob klein oder groß, neu gewöhnen“, sagt Meyer. Ein Binnenschiff sei beispielsweise 80 Meter lang und acht Meter breit, die MS „Spitzhörn“ dagegen nur 20 Meter lang und 4,50 Meter breit. „Außerdem fehlt tideabhängig hin und wieder Wasser unterm Kiel“, freut sich der 70-Jährige auf sein „zweites Berufsleben“.

Da auch die Crew einen guten Eindruck hinterließ und er die erforderlichen Schiffspatente hat, habe er – natürlich nach Rücksprache mit seiner Frau Thea – zugesagt und beim Fremdenverkehrsverein angeheuert. Erfreut ist auch der Geschäftsführer der Touristik, Jens Lindstädt, nun einen zweiten Kapitän an Bord zu haben, und auch Kapitän Herwig Grüssing freut sich über etwas mehr Freizeit.

Es klingt ein wenig kurios. Aber Karl-Heinz Meyer ist noch nie als Fahrgast mit der MS „Spitzhörn“ gefahren. Nun darf er gleich auf der Kommandobrücke das Ruder fest in die Hand nehmen und den Musikdampfer mit den Fahrgästen sicher durch die Fluten von Soeste, Leda und Barßeler Tief bugsieren. „Eine reizvolle Aufgabe. Das Wasser war mir immer sehr nah“, blickt Meyer der neuen Aufgabe freudestrahlend entgegen.

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