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NWZonline.de Region Cloppenburg Lokalsport

„Wie ein großer Traum“

31.07.2009

STAATSFORSTEN „Plötzlich geht die Klappe auf und du denkst nur: Ich will nicht.“ Die Überwindung ist groß in rund 3000 Metern Höhe. Kneifen kommt für Conny Jaspers nicht in Frage. Zum dritten Mal ist sie angesprochen worden, ob sie nicht einmal einen Tandem-Sprung machen möchte. Ja, diesmal will sie.

Angst habe sie nicht, hatte die Meppenerin vor dem Start gesagt, sie sei eher aufgeregt und gespannt, sagt sie, während ihr Rolf Krämer im Vorbereitungszelt hilft, den Anzug anzuziehen, eine passende Brille herauszusuchen und Anweisungen gibt, wie sie sich in der Luft zu verhalten hat. „Ob ich mir das alles merken kann?“, ist Conny skeptisch.

„Wenn ich mit dem Flugzeug fliege und auf die Wolken schaue, will ich am liebsten da raus“, erklärt Conny dem skeptischen Gesprächspartner ihre Beweggründe für den Sprung ins Ungewisse. „Toll, dass ich dazu jetzt die Möglichkeit bekomme.“

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In ihren Tandem-Partner, Rolf Krämer, habe sie „absolutes Vertrauen“. Und das kann sie haben. Krämer wirft sich seit 1987 mit dem Schirm aus Flugzeugen, mehr als 2500 Sprünge habe er schon hinter sich. Sein spektakulärster Sprung? Im Urlaub in Kenia habe er vor einigen Jahren die Möglichkeit erhalten, zu springen. „Eine sagenhafte Erfahrung“, erinnert sich der Dammer.

Von erhöhtem Risiko beim Fallschirmspringen will der erste Vorsitzende der Fallschirmsportgruppe Wildeshausen, die noch bis Sonntag in Staatsforsten das jährliche einwöchige Biwak veranstaltet, nichts wissen: „Wenn man alles berücksichtigt, was man einmal gelernt hat, kann eigentlich nichts passieren“, sagt Gisbert Brande mit Blick auf den Unfall, der am Montag das Biwak überschattet hat. Ein 31-Jähriger hatte ein Flugmanöver zu spät ausgeführt und war mit hoher Geschwindigkeit auf den Boden aufgeprallt (die NWZ berichtete). Das Springen wurde fortgesetzt. Rund 80 Teilnehmer sind dabei, so Brande. Auch Gäste sind willkommen. So gehen in diesem Jahr Springer aus Düsseldorf, Hamburg oder Ratzeburg mit an Bord. „Neue Herausforderungen“ – das sei die Motivation, um für Sprünge auch weite Wege in Kauf zu nehmen.

Mit dem Biwak hat sich der Verein, der in Staatsforsten seine Station hat, zum Ziel gesetzt, den Nachwuchs zu fördern: „Innerhalb von einer Woche kann man auf kompakte Weise den Schülern eine Menge beibringen“, so der Vorsitzende. Schließlich sei die Gruppe ein Verein, der ausschließlich am Wochenende ausbilde. Natürlich gehe es aber abends beim Bier am Lagerfeuer auch darum, neue Leute kennen zu lernen oder alte Bekannte wieder zu treffen.

Vier bis fünf Mal steigen die jüngeren erfahrenen Springer in die Luft. Gisbert Brande geht nach zwei Sprüngen die Puste aus. „Das ist wie beim Joggen“, erläutert der 64-Jährige, „ein 60-Jähriger ist auch nicht mehr so fix auf den Beinen wie ein 30-Jähriger.“

Körperlich ist Tanja Schumaker fit. Die 24-Jährige aus Geeste (Emsland) ist Schülerin und will das Biwak nutzen, um „viel zu lernen“. Vor sechs Jahren ist sie das erste Mal gesprungen, jetzt ist sie in der Freifall-Phase, probt dabei das richtige Liegen in der Luft. Wenn man die zierliche Frau nach dem „kribbeligsten Moment“ fragt, antwortet sie überraschend: „Der Weg zum Flugzeug.“ Für Conny war es der Sprung aus dem Flugzeug: „Es ist wie im Traum.“

Reiner Kramer stv. Redaktionsleitung Cloppenburg/Friesoythe / Redaktion Münsterland
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