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NWZonline.de Region Cloppenburg Gemeinden Cloppenburg

Mittagstisch oft besser als Finanzspritze

05.07.2008

CLOPPENBURG Die Vertreter der Wohlfahrtsverbände im Landkreis Cloppenburg haben sich mit der Situation von Familien und insbesondere der Kinder beschäftigt. „Inzwischen spürt fast jede Familie, dass das Thema Armut immer näher kommt“, sagte Hans-Jürgen Hoffmann, Geschäftsführer der Diakonie. Es seien schon längst nicht nur die so genannten Hartz IV-Empfänger, die unsere Beratungsstellen aufsuchten, ergänzte Brigitte Siebum von der Arbeiterwohlfahrt.

„Kaum einer in unserem Land bestreitet die immer größer werdende Armutsproblematik bei Kindern“, stellte Hans-Jürgen Lehmann, Vertreter der Paritäten in der Kreisarbeitsgemeinschaft der Wohlfahrtsverbände fest. Die Kreisarbeitsgemeinschaft fordert eine kinderorientierte Politik auf allen Ebenen.

„Finanzielle Hilfen sind nicht immer der richtige Weg“, meinte dazu Ludger Niehaus vom Caritasverband und Sprecher der Arbeitsgemeinschaft. Sachleistungen wie zum Beispiel eine bezahlbare Kinderbetreuung könnten für Kinder oft besser sein, so Niehaus weiter.

Erste Erfahrungen in Thüringen machten deutlich, dass gerade Familien mit wenig Einkommen ihre Kinder dann nicht in eine pädagogische betreute Einrichtung schickten, wenn sie dafür die so genannte „Herdprämie“ erhielten. „So bewirkt eine Politik, die für eine verbesserte Situation sozial schwacher Kinder sein soll, genau das Gegenteil“, fasste Hoffmann die Thematik zusammen.

Es müsse konsequent über „Sachleistungen vor Geldzahlungen“ nachgedacht werden. Ein erschwinglicher bis kostenloser Mittagstisch an Schulen sei ebenso eine hilfreiche Maßnahme wie die zwingend notwendige Wiedereinführung der Lernmittelfreiheit. Armut könne unter anderem wirksam bekämpft werden, wenn alle Kinder den gleichen Zugang zur Bildung bekämen.

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