Cloppenburg - Nachdem sich bereits der Schulausschuss am 4. Juni gegen die Einrichtung von Kindergarten-Gruppen im jetzigen Gebäude der St.-Andreas-Grundschule ausgesprochen hat, bezog der Ausschuss für Familie, Soziales, Jugend, Sport, Kultur und Markt am Mittwochabend einstimmig die gleiche Position. Kritik hagelte es für die Verwaltung: Obwohl die Position der Politik und der Elternschaft eindeutig sei, habe die Verwaltung in der Prognose zur zukünftigen Entwicklung der Krippen- und Kindergartenplätze in Cloppenburg erneut die Grundschule St. Andreas, die – wie berichtet – in die jetzigen Marien-Hauptschule zieht, als Standort für eine zwei- bis dreigruppige Kindertagesstätte ins Gespräch gebracht. „Andererseits fehlen in der Aufstellung die geplanten integrativen Gruppen in den Kindertagesstätten St. Andreas und Schwedenheim“, kritisierte Ausschuss-Mitglied Martina Reichel-Hoffmann (Bündnis 90/die Grünen).

ð  Darüber hinaus befürwortete der Ausschuss einstimmig die Einrichtung eines neuen Jugendparlaments, nachdem dessen Vorgänger bereits im Jahre 2002 mangels Beteiligung aufgelöst worden war. Nach Ansicht von UWG-Chefin Jutta Klaus dürften die Fehler von damals nicht wiederholt werden. Deshalb sei es zwingend erforderlich, dass das Jugendparlament über eine eigenes Budget verfüge und nicht für jede Ausgabe bei den Erwachsenen betteln müsse. Geht es nach den Planungen des Antragsstellers Hermann Bergmann (Zentrum) könne das neue Jugendorgan bereits zum 1. Januar 2015 die Arbeit aufnehmen.