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NWZonline.de Region Cloppenburg Politik

Aber niemand muss dem hilflos zusehen

21.12.2018
Betrifft: „Diskriminiert der Haushalt 2019 Frauen?“ (Bericht und Kommentar, NWZ vom 20. Dezember)

Die Ablehnung des Kreishaushalts durch die Grünen-Fraktion wegen angeblicher Bevorteilung männerdominierter Projekte mag ich zwar im Ergebnis nicht bewerten, aber die Stoßrichtung ist schmerzvoll richtig. Lediglich 16 % der Mitglieder des Kreistags sind weiblich, im Cloppenburger Stadtrat liegt der Anteil der Frauen sogar nur bei 15 %. Unsere Kommunalparlamente sind immer noch „Old Boys‘ Clubs“, die Frauen lediglich auf repräsentative Posten als Feigenblätter platzieren. An den wirklichen Hebeln der Macht, z.B. an der Verwaltungsspitze, bleibt die Luft testosterongeladen. Im gesamten Landkreis gibt es keine einzige Bürgermeisterin und auch nur eine Allgemeine Vertreterin. Und das, obwohl scheinbar die gleichen Chancen bestehen. Liegt das an der mangelnden Qualität möglicher Kandidatinnen?

Mitnichten. In Zeiten, in denen eine Cloppenburger Pressesprecherin sowie eine Stadtmarketingmanagerin aufgrund ihres Alters und Geschlechts im Gegensatz zu männlichen Referenten von einem Ratsherrn im Fachausschuss ungefragt und distanzlos geduzt werden. In denen ausschließlich bei einem weiblichen Ratsmitglied in den öffentlichen Sitzungen stets der akademische Titel „vergessen“ wird. In denen sich selbst unsere Bundestagsabgeordnete im Pressegespräch die Frage gefallen lassen muss, wie denn Politikkarriere und Familie vereinbar seien. In diesen Zeiten ist der Einsatz für eine reale Gleichberechtigung wichtiger denn je. Hierbei geht es nicht um eine Forderung nach Samthandschuhen im politischen Umgang. Es geht schlicht um Respekt. Es beginnt bei der geschlechtergerechten Sprache, auch in der Kommunalpolitik. Denn erst das Wort verleiht dem Ding das Sein. Bei Pilot, Astronaut und Bürgermeister denkt der Mensch nun mal nicht an eine Frau. Aber in nächster Konsequenz bedarf es noch viel mehr. So muss zwangsläufig eine stärkere Präsenz von Frauen auf den Kommunalwahllisten der Parteien her. Wenn Appelle aber nicht mehr helfen, sollten eben Vorschriften her. Dann bedarf es einer Quote, was postwendend die Zornesröte provoziert. Doch wer meint, Frauen seien nicht politisch interessiert und nicht zu mobilisieren, glaubt auch an Genderwahn. Tatsächlich sind viele Frauen nicht unpolitisch, im Gegenteil, sie betreiben jene Art von Politik, die nicht so prestigeträchtig ist, außerhalb der Hierarchien. Sie engagieren sich in der Elternvertretung oder kämpfen für sichere Radwege. Parteipolitik erscheint ihnen oft als Hühnerhof, auf dem die Hahnenkämpfe wichtiger sind als die Frage, wer welche Eier legt. Das schreckt viele Frauen ab. Zu Recht. Aber niemand muss dem hilflos zusehen. Je mehr Frauen sich engagieren, desto rascher wird die politische Kultur sich ändern. Zum Wohle aller.

Jan Oskar Höffmann
49 661 Cloppenburg

Betrifft: „Nikolaus kennengelernt“ (Frauen und Kinder unterschiedlicher Nationalitäten treffen in der Gruppe „Mama lernt Deutsch“ im Mehrgenerationenhaus auf Heiligen Mann, NWZ vom 20. Dezember)

Jetzt hat es auch die Redaktion der NWZ erwischt:

Sie hat am Donnerstag eine falsche Botschaft aufgetischt!

Beim Text und Bild zum Artikel „Nikolaus kennengelernt“ ist es passiert:

Der dort stehende und beschriebene „Nikolaus“ war falsch ausstaffiert.

Nein! Es war nicht unser Heiliger Nikolaus,

der in der Gruppe „Mama lernt Deutsch“ packt seine Geschenke aus.

Die dort dargestellte Person war der so genannte amerikanische Weihnachtsmann,

der da kommt mit roter Mütze, Jacke und Stiefeln an.

Die Gestalt des Heiligen Bischofs Nikolaus aber kommt aus dem alten christlichen Brauchtum heraus.

Das sieht man an seinem Gewande weit: dem Bischofsstab, der Mitra, dem Priesterkleid.

So lobenswert auch der Anlass war:

Dies sollte (musste) gestellt werden klar!

Hans Dromowicz
49 661 Cloppenburg

Betrifft: „Bundestagsabgeordnete Silvia Breher wirft Tennet Wortbruch vor“ (NWZ vom 19. Dezember)

Frau Breher und Herr Altmaier wundern sich über die Tennet! Ich wundere mich über unsere gewählten Politiker. Haben sie nicht zugehört? Zitat: „... den Einsatz von Kompaktmasten in Angriff zu nehmen, sofern die regulatorischen Voraussetzungen stimmen bzw. eine vollständige Kostenübernahme erfolge.“ Vollständige Kostenübernahme ist die Kernaussage!

Tennet ist ein niederländisches Unternehmen. Es muss Gewinne erzielen, also möglichst billig bauen. Alles andere interessiert sie nicht. Besonders nicht irgendwelche Aussagen von Politikern.

Es geht um viel Geld, nichts anderes. Es zählen keine Menschen, noch Umweltstandards. Das sieht man doch an der Weigerung, die Erdtrassen und jetzt auch die Kompaktmasten zu benutzen. Alle Bürgerversammlungen mit der Tennet waren letztendlich doch nur Alibiveranstaltungen!

Wer hat eigentlich diese Verträge ausgehandelt? Waren es nicht unsere Politiker bzw. ihre Partei?

Rita Wichmann
49 696 Molbergen

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