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NWZonline.de Region Cloppenburg Politik

Ortsvorsteher In Altenoythe Und Markhausen: Sie setzen sich für ihre Orte ein

10.05.2019

Altenoythe /Markhausen Was macht eigentlich ein Ortsvorsteher? „Die Hauptaufgabe ist es, für den Ort einzustehen.“ So fasst es Christoph Böhmann (CDU) zusammen. Der 47-Jährige ist der Ortsvorsteher von Markhausen.

Ortsvorsteher in Friesoythe

Den Ortsvorsteher stellt in der Regel die Fraktion, die vor Ort bei den Kommunalwahlen die meisten Stimmen erhalten hat.

Zu den Aufgaben gehören Beglaubigungen, Ausstellung von Lebensbescheinigungen, Entgegennahme von Anträgen für die Stadtverwaltung sowie von Fundsachen. Auch können ihnen Angelegenheiten vom Bürgermeister übertragen werden. Die repräsentative Vertretung der Ortschaft gehört – im Einvernehmen mit dem Bürgermeister – auch dazu.

Die Ortsvorsteher Altenoythe: Dennis Löschen (SPD), Friesoythe: Frank Böckmann (CDU), Gehlenberg: Hans Meyer (SPD), Markhausen: Christoph Böhmann (CDU), Neuscharrel: Stefan Fuhler (CDU), Neuvrees: Gerhard Bruns (CDU, nicht im Rat).

„Ich sehe mich als Bindeglied zwischen der Stadtverwaltung und den Leuten vor Ort“, erklärt der 44-jährige Dennis Löschen (SPD), Ortsvorsteher des alten Amtsbezirks Altenoythe.

Alte Amtsbezirke

Die beiden gehören zu den insgesamt sechs Ortsvorstehern (siehe Info-Kasten) der alten Amtsbezirke der Ortschaften. Die hiesigen Ortsvorsteher werden vom Rat der Stadt Friesoythe gewählt und gehören diesem in der Regel auch an. Das Vorschlagsrecht für den Ortsvorsteher hat die Fraktion mit den meisten Stimmen im Ort. „In der Regel wird dies von beiden Parteien mitgetragen“, sagt Böhmann.

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Zu diesem Amt gehören einige Aufgaben. „Ich bin der Ansprechpartner vor Ort“, so Böhmann. Er kann etwa Urkunden und Zeugnisse beglaubigen – Markhauser müssen dann nicht nach Friesoythe zum Rathaus fahren. Auch bei Problemen wie einer nicht funktionierenden Lampen an einer Bushaltestelle wenden sich Menschen an ihn. Für ihn ist der Weg etwas kürzer, weil er weiß, an wen er sich wenden muss. Auch für die Stadt ist er der Ansprechpartner. „Bei der Aufstellung von Bauleitplänen, der Änderung von Straßennamen – bei allem, was den Ort selbst betrifft.“

Für Löschen gehören auch viele repräsentative Termine dazu, zum Beispiel Jubiläen, Bälle oder andere Feste. Zu diesen geht er gerne hin. So komme man „ins Gespräch und hört, wo die Probleme sind“, die sonst eventuell nicht unbedingt angesprochen werden. So hatte sich zum Beispiel ein älterer Herr an ihn gewandt: Die Aushänge der Stadt in den Schaukästen könne er nicht mehr erkennen, aufgrund von Bepflanzungen käme er nicht nah genug ran. Das Problem konnte schnell gelöst werden – die Stelle ist nun gepflastert.

Ortsvorsteher tragen Ideen aus dem Ort – eigene oder die von Bürgerinnen und Bürgern – an die Stadt. „Anträge reiche ich gerne von den Mitbürgern ein, aber die Entscheidung wird im Rat getroffen. Aber durch den Sitz im Rat kann man die Belange im Rat natürlich besser anbringen und unterstützen“, so Löschen. Das neue Baugebiet und die Sicherheit für Fußgänger an der Schulstraße waren zwei Punkte, um die er sich als Ortsvorsteher verstärkt gekümmert hat. Nun möchte er sich für die Jugendlichen im Ort einsetzen. Für jüngere Menschen fehle noch ein Platz, an dem sie sich nach der Schule aufhalten können. Ort. Darum kümmert er sich nun gemeinsam mit einigen Mitstreitern.

Nähe zu Bürgern

Auch, wenn manchmal viel zu tun ist, fühlen sich die beiden als Ortsvorsteher wohl. „Das Schönste ist, die Nähe zu den Bürgern zu haben“, erklärt Löschen, etwa bei Veranstaltungen. So würde er über viel informiert, was er sonst vielleicht nicht mitbekäme.

Seinen Ort mitgestalten, das gefällt Böhmann an seinem Amt. „Wenn man sieht, wie sich etwas entwickelt, das macht Spaß.“ Ihm ist wichtig, junge Menschen, die in ihrem Heimatort bleiben wollen, dabei zu unterstützen. Er vermutet, dass die Plätze im neuen Baugebiet schnell vergeben sein werden. „Da müssen wir an etwas neues denken.“

Manuela Wolbers Volontärin, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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