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NWZonline.de Region Cloppenburg Politik

SPD fordert neue Kita für Barßel

20.03.2019

Barßel Die Prognosen aus dem vergangenen Jahr haben sich bestätigt: die Gemeinde Barßel braucht zusätzliche Kindergarten- und Krippenplätze. So haben sich die Mitglieder des Ausschusses für Jugend, Familie, Senioren und Soziales am Montagabend im Barßeler Pfarrheim einstimmig dafür ausgesprochen, dass neben der Schaffung eines Nachmittagsangebotes beim Kindergarten „Heilige Familie“, die Verwaltung beauftragt wird, Planunterlagen für einen Anbau beim Jona-Kindergarten zwecks Umwandlung der bestehenden Kleingruppe in eine Regelgruppe zu erstellen und in einer kommenden Sitzung vorzustellen. „Im Krippenbereich wird sich die Situation mit der Fertigstellung der neuen Kinderkrippe neben dem Kindergarten ’Heilige Familie’ merklich entspannen“, sagt Erster Gemeinderat Michael Sope.

Doch wie sieht die aktuelle Situation für das Kindergartenjahr 2019/2020 überhaupt aus? Mit Tagespflege kann die Gemeinde zum neuen Kindergartenjahr eine Betreuungsquote von 83 Prozent gewährleisten – ohne Tagespflege läge diese bei 76 Prozent. Insgesamt stehen zum kommenden Kindergartenjahr dann 496 Plätze zur Verfügung, davon 421 Kindergarten- und 75 Krippenplätze. Im Kindergartenbereich entstehen mit dem Anbau beim Kindergarten „St. Anna“ in Neuland 15 zusätzliche Plätze, die in der Betreuungsquote bereits berücksichtigt werden. Mit dem Haushalt für das Jahr 2020 ist geplant, Finanzmittel für die genannten baulichen Veränderungen am Jona-Kindergarten zur Verfügung zu stellen. Dadurch sollen auch dort 15 zusätzliche Plätze geschaffen werden.

Vor der Ausschusssitzung hat sich die SPD-Fraktion im Rat der Gemeinde Barßel ebenfalls mit dem Thema befasst und einen Antrag gestellt, im Bebauungsplan westlich der Westmarkstraße (Nummer 103) eine Sonderfläche für den Bau eines Kindergartens mit Kinderkrippe auszuweisen. Ebenfalls sollen die Flächen dafür gekauft werden. „Die Sitzungsunterlagen der Anmeldungen für die Kindergärten und Krippen für das Kindergartenjahr 2019/20 machen deutlich, dass die Betreuungsquote für Krippenkinder sehr gering ist. Die Zahlen machen deutlich, dass durch die neuen Baugebiete, und den gesellschaftlichen Wandel, auch in den nächsten Jahren zusätzlicher Bedarf an Betreuungsplätzen besteht“, heißt es in dem Antrag.

Im neuen Bebauungsplan, der in der vergangenen Woche im dafür zuständigen Ausschuss beraten wurde, sind zahlreiche neue Bauplätze zwischen Ostendstraße und Westmarkstraße geplant. „Es zeichnet sich schon heute ab, dass dieser Bedarf im Bereich Barßelermoor bestehen wird. Um in unserer Gemeinde auch weiterhin familienfreundliche Voraussetzungen bieten zu können, muss die Verwaltung vorausschauend und zukunftsweisend planen, damit bei steigendem Bedarf kurzfristig gehandelt werden kann“, so die SPD-Fraktion. Im Bebauungsplan ist der Bau einer Kindertagesstätte geregelt. Diese kann dort problemlos gebaut werden. „Natürlich wird es dann ein paar Bauplätze weniger in dem Gebiet geben“, sagt Bauamtsleiter Hans Schulte.

„Um den Elternwünschen und dem gesellschaftlichen Wandel gerecht zu werden, sollte der neue Kindergarten mit Krippe in kommunaler Trägerschaft sein“, heißt es weiter in dem SPD-Antrag. Aktuell sind derzeit vier Kindergärten in Trägerschaft der katholischen Kirche und ein Kindergarten in evangelisch-lutherischer Trägerschaft.

Kommentar von Heiner Elsen

Jede Kommune kämpft zurzeit mit demselben Problem: überall fehlen Kita-Plätze. Müssen die Kommunen bei den Über-Dreijährigen noch dem Rechtsanspruch gegenüber den Bürgern nachkommen, sieht es bei der Krippe etwas anders aus. Dort liegt die Betreuungsquote etwa in der Gemeinde Barßel bei Unter-Dreijährigen ohne Tagespflege bei gerade einmal 29 Prozent.

Doch die Gemeindeverwaltung und die Politiker in Barßel handeln. Sie planen und führen aus. Und das ist der entscheidende Vorteil gegenüber den Nachbarkommunen. 1. Beispiel: Friesoythe. An diesem Mittwoch gehen die Verhandlung über den Standort einer neuen Kita in Friesoythe weiter. Nach mehreren Jahren konnten sich die Fraktionen immer noch nicht auf einen Standort einigen – und dabei hat die Stadt Friesoythe aktuell weit aus größeren Bedarf an Betreuungsplätzen als Barßel. 2. Beispiel: Saterland. Der neue Kindergarten an der Möhlenschleede wird dieses Jahr nicht fertig. Trotzdem werden dringend neue Plätze gebraucht. Die Kinder ziehen ins Rathaus ein. Das soll funktionieren?

Und in Barßel? Hier wird schnell entschieden, es wird angebaut und weiter geplant. Weiter so.


@ Den Autor erreichen Sie unter 
Heiner Elsen Friesoythe / Redaktion Münsterland
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