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NWZonline.de Region Cloppenburg Politik

Eigene Räume für Kinderkrippe

01.12.2017

Barßel /Elisabethfehn Applaus von den Zuhörern war am Mittwochabend im Sitzungssaal des Barßeler Rathauses zu hören. Soeben hatte der Ausschuss für Jugend, Familie, Senioren und Soziales sich einstimmig dafür ausgesprochen, dass der Kindergarten „Die Arche“ in Elisabethfehn einen Anbau für die Kinderkrippe und die Krippengruppe „Lütje Lü“ erhalten soll inklusive Nebenräumen. Zudem soll ein Speiseraum angebaut werden, verbunden mit Umbaumaßnahmen. Die Gesamtkosten in Höhe von 540 000 Euro werden von der Gemeinde Barßel mit 90 Prozent der notwendigen Ausgaben bis zu einer Zuschusshöhe von 486 000 Euro gefördert, da noch unklar ist, ob und in welcher Höhe das Land, der Landkreis und das Bischöflich Münstersche Offizialat (BMO) die Baumaßnahmen fördern.

Dringend handeln

Die Räumlichkeiten für die 2006 als Provisorium und Pilotprojekt eingerichtete Kinderkrippe, insbesondere die Sanitärräume, genügen laut Niedersächsischem Kultusministerium nicht mehr den heutigen Ansprüchen an eine auf Dauer eingerichtete Kinderkrippe/Kindergruppe. Seit 2006 wird für die Krippengruppe provisorisch der Pfarrheimsaal der katholischen Kirchengemeinde St. Ansgar Barßel (Träger) genutzt. Aus Sicht des Gesundheitsamtes und der Lebensmittelüberwachung seien auch die Doppel- und Parallelnutzungen von Räumen der Kita, insbesondere der Küche und der sanitären Räume nicht zu vertreten, erläuterte Erster Gemeinderat Michael Sope. Zwangsläufig würde eine Fortführung des alten Modells ohne adäquate bauliche Veränderungen zu einer Schließung der Kinderkrippe führen, gaben die zuständigen Fachbehörden des Landkreises zu verstehen.

„Es besteht dringender Handlungsbedarf. Die Krippe ist unbedingt notwendig“, sagte Hans Eveslage von der CDU. „Wir müssen auch für passende Arbeitsbedingungen der Erzieherinnen sorgen“, betonte Judith Vey-Höwener von der SPD.

Nach vorläufiger Kostenschätzung belaufen sich die Bau- und Einrichtungskosten für den Umbau (Durchgang zum Personalraum, Schleuse zum Kindergarten, Umbau des Personalbüros) und eingeschossigen Anbau einer Kinderkrippe mit einer Nutzfläche von 127,44 Quadratmetern auf insgesamt 415 000 Euro. Geplant ist der Anbau im nordöstlichen Bereich in der Nähe des Haupteingangs. Inbegriffen ist die Umwandlung der bestehenden 15 provisorischen Krippenplätze in 15 feste Betreuungsplätze, die den gesundheits- und lebensmittelrechtlichen Anforderungen an unbefristet eingerichtete Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren entsprechen.

Bisher keine Förderung

Der An- und Umbau des Speiseraumes wird seitens der Gemeinde auf Investitionskosten in Höhe von 125 000 Euro beziffert. Der Anbau umfasst: den Eingangsbereich (zum Speiseraum), den Speiseraum und die Anbindung zum Pfarrheim. Er soll im südlichen Bereich zwischen den vorhandenen Gruppenräumen und dem Pfarrheim errichtet werden (Nutzfläche 59,90 Quadratmeter).

2018 sollen die Baumaßnahmen umgesetzt werden. Die Kirchengemeinde hat einen Zuschuss von zehn Prozent (54 000 Euro) beim BMO beantragt. Die durch den Anbau entstehenden Krippenplätze sollten aus Sicht der Gemeinde von den Bewilligungsstellen wie neue Plätze (mit Förderanspruch) bewertet werden, da die 2006 eingerichteten Krippenplätze bisher weder vom Bund noch Land gefördert wurden und sie als Übergangslösung nicht den räumlichen und hygienischen Anforderungen einer dauerhaft eingerichteten Krippengruppe entsprechen.

„Wenn das Land die derzeitigen Krippenplätze trotz der Dauer von mehr als zehn Jahren nach wie vor als Provisorium anerkennt, das erst durch den Anbau in dauerhafte Krippenplätze umgewandelt wird, gibt es einen Förderanspruch“, sagte Sope. Wie das Land entscheidet, ist derzeit noch offen.

Sebastian Friedhoff Redakteur / Newsdesk
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